ARM sieht Intel nicht als echte Bedrohung an
Ein lautes Säbelrasseln ist oftmals ein sicheres Zeichen dafür, dass zwei Gegner ihre Armeen für eine blutige Schlacht vorbereiten.
Nach Intels offizieller Ankündigung seines Medfield-Smartphone-Prozessors tat ARMs CEO die potenziellen Auswirkungen von Intels Debüt-Prozessor und des Eintritts des Unternehmens in den Smartphone-Markt ab. In einem Digitimes-Artikel schlug nun auch Jeff chu, ARMs Direktor für Endkunden-Client-Computing, in die gleiche Kerbe und bezweifelte Intels Konkurrenzfähigkeit.
Er deutete an, dass Intel nicht erfolgreich sein wird, weil der Hersteller keinen unterschiedlichen Produkte für unterschiedliche Einsatzzwecke anbietet und so die Bedürfnisse eines segmentierten Markts nicht bedienen kann.
Intel versucht derzeit – unter anderem mit aggressiver Kommunikation über seine Social-Networking-Kanäle – vor allem die Performance des Medfield als Hauptvorteil gegenüber ARM-Produkten herauszustellen. AMR zeigt sich sich – zumindest öffentlich – nicht besonders besorgt, was an AMDs Kommunikationsstrategie vor der Markteinführung von Intels Core-2-Prozessoren im Jahr 2006 erinnert, die letztlich den Endkunden-CPU-Markt komplett umkrempeln sollten.
Schwer zu sagen, wie ARM und Intel einander wirklich einschätzen. Aber die momentane PR-Strategie scheint zumindest zu sein, Selbstvertrauen zu zeigen und die offensichtlichen Stärken des Konkurrenten praktisch komplett zu ignorieren. Marktposition, Glaubwürdigkeit, Verfügbarkeit und die Unterstützung durch die Anwender sprechen derzeit für ARM, aber Produktionsmöglichkeiten, Entwicklungspotenzial und schlichtweg die Ressourcen sprechen für Intel – und wer das unterschätzt, tut das auf eigenes Risiko.
2012 wird ARM mit Windows-8-Unterstützung in das Subnotebook-Rennen und Intel in den Smartphone-Markt einsteigen. Beides wird die Stärken und Schwächen der beiden Kontrahenten deutlich hervorkehren. Wir dürfen gespannt sein, wie das weitergeht.
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Zwischen Intel und ARM besteht der kleine aber feine Unterschied, dass ARM selbst keine Chips fertigt. Gefertigt werden die ARM Chips von den Lizenznehmern (Apple, IBM, 3Com, Infineon, Freescale, HTC Corporation, Intel (lol!), Atmel, Toshiba, Renesas, NXP, Nvidia, Texas Instruments) bzw. deren Zulieferern.
Damit hält sich finanzielle Aufwand für ARM deutlich in Grenzen. Deshalb hinkt auch der Vergleich mit Intel vs AMD.
vielleicht sollte man den Artikel nochmal querlesen:
- "keinen unterschiedlichen Produkte"
- "AMR"
- ...?
AMD doch auch nicht mehr XD. Ging doch alles in die Global Foundries...
AMD doch auch nicht mehr XD. Ging doch alles in die Global Foundries...
Global Foundries gehört ATIC (abu dhabi) und AMD, Abnehmer ist hauptsächlich AMD.