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Benchmarks: Anwendungen

Mini-Fusion mit ASRock und MSI: AMDs Brazos ist da
Von , Chris Angelini

Unser Photoshop-CS5-Benchmark nutzt mehrere Threads und bevorzugt eindeutig den stromsparenden Athlon II. Auch Intels Celeron SU2300 schlägt sich hier gut, und auf Platz drei liegt AMDs E-350. Die Atom-ION-Kombination bildet das Schlusslicht.

Wird AMDs E-350-APU als Teil eines Desktop-Systems genutzt, stehen die Chancen gut, dass sie auch mit einem Scanner und einer zugehörigen OCR-Software wie ABBYY Fine Reader zusammenarbeiten muss. Wie erwartet liefert auch hier wieder AMDs Desktop-System die beste Performance, doch Celeron, E-350 und Atom   liegen nicht mal vier Minuten auseinander. Das mag sich auf den ersten Blick nach einem riesigen Unterschied anhören, und bei High-End-CPUs wäre das auch der Fall. Doch im Kontext ausgewiesener Stromspar-CPUs sind das nicht ganz so große Differenzen.

Auch mit einem stromsparenden Desktop- oder Mobilsystem wird man wohl ab und an eine WAV-Datei ins MP3-Format umwandeln. Die Ergebnisse sind jedenfalls sehr aufschlussreich. Lame nutzt nur einen Thread, und so überrascht es nicht, dass der 2,8-GHz-Prozessor aus der Desktop-Welt dem restlichen Feld davonrennt. Überraschend ist allerdings, dass Intels Celeron SU2300 trotz seines relativ bescheidenen Takts von nur 1,2 GHz auf dem zweiten Platz landet. AMDs E-350 mit seinen 1,6 GHz Takt liegt aber nur knapp dahinter. Intels Atom-CPU mag zwar mit der gleichen Taktrate laufen, schafft aber aufgrund seiner In-Order-Architektur dabei aber weniger pro Rechenzyklus.

Dieses Ergebnis wird sich noch einige Male wiederholen und zeigt, dass Atom-CPUs auf parallelisierte Software angewiesen sind, die den zweiten Kern und Hyper-Threading nutzen können, um sein Potential voll auszuschöpfen.

Auch im Single-Thread-Programm WinZip hat der Atom-Prozessor mit genau dem gleichen Problem zu kämpfen. Verglichen mit AMDs E-350 scheint Intels 1,6-GHz-CPU bei gleicher Taktrate mit dieser Aufgabe deutlich mehr zu kämpfen zu haben. Das verdankt die Zacate-APU ihrer mehr auf Performance ausgerichteten Architektur. Daher ist AMDs Fusion-Chip auch nur anderthalb Minuten langsamer als der 1,2 GHz schnelle Celeron SU 2300, der immerhin auf Intels Core-2-Architektur aus der Desktop-Welt basiert.

WinRAR kann mehrere Prozessorkerne auslasten, und so fällt der Rückstand der Atom-CPU dieses Mal nicht ganz so deutlich aus. Wieder geht AMDs Desktop-CPU in Führung, gefolgt von Intels 10-Watt-Celeron. Dann kommt AMDs E-350, während der Atom 330 wieder am Ende des Feldes rangiert.

Das kostenlose Packprogramm 7-Zip ist extrem gut parallelisiert - und das sieht man. Zwar zieht der Desktop-Athlon zwar auch hier wieder dem restlichen Feld davon, doch auf Platz zwei folgt dieses Mal überraschenderweise der Atom-Prozessor, der vier Threads abarbeiten kann. Das kompensiert hier offenbar seine schlechtere Pro-Takt-Performance. Auf Platz drei wechseln sich der Celeron und die Zacate-APU ab, die jeweils eine Disziplin für sich entscheiden können.

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