Asus will sich stärker auf Unternehmenskunden fokussieren

Asus kämpft mit schwindenden Umsätzen. Traditionelle Geschäftsfelder, in denen der Hersteller Stärken entwickelt hat, etwa im Bereich von Grafikkarten oder Mainboards, leiden unter einem allgemeinen Bedeutungsverlust, weil das Interesse an klassischen PCs schon seit einer Reihe von Quartalen zurückgeht. 2011 wurden im Jahr 360 Millionen Rechner verkauft, im letzten Jahr waren es noch 260 Millionen.

Einfache Grafikkarten werden zudem immer stärker von in den Prozessoren integrierten Grafikeinheiten verdrängt. Gleichermaßen schwächeln bereits vergleichsweise neue Bereiche - auch die Begeisterung für Tablets, bei denen sich Asus einen guten Stand auf dem Markt erarbeitet hat, geht seit einer ganzen Weile zurück.

Nun scheint der Hersteller seine Geschäfte neu ordnen zu wollen - es deutet sich bereits an, dass die Fertigung von Smartwatches eingestellt werden sollen. Nach Informationen von Digitimes soll der Fokus vom Privatkundengeschäft weg hin zu Untermehmenskunden verlagert werden, ein Bereich, der sich branchenweit in der Vergangenheit gut - und gegen den Trend - entwickelt hat. Gleiches gilt für das Gaming-Segment, in dem der Asus mit seiner Republic-of-Gamers-Serie (ROG) bereits gut aufgestellt ist und die weiter ausgebaut werden soll.

Auch vom Desktop-PC will sich Asus nicht vollends verabschieden, allerdings soll sich an dieser Stelle stärker auf All-In-One-PCs konzentriert werden. Diese Kategorie hat zwar im vergangenen Jahr kein Wachstum verzeichnet, die Absatzzahlen sind jedoch konstant geblieben. Die Absatzzahlen könnten in diesem Jahr durch neue Entwicklungen angekurbelt werden. Ein erstes Beispiel, wie diese aussehen könnten, hat Microsoft mit seinem Surface Studio gezeigt. 

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