Asus ZenFone Selfie: Mit der Zweiten knipst man besser

Verarbeitung, Ausstattung und Bedienung

Äußerlich fügt sich das ZenFone Selfie nahtlos in das aktuelle Design von Asus ein. Das Gehäuse ist zu den Seiten hin abgeflacht, der abnehmbare Akkudeckel daher leicht abgerundet. Damit liegt das groß und dick geratene Smartphone dennoch gut in der Hand.

Denn bei einer Bauhöhe von 1,08 cm und einer Länge von 15,7 cm fällt das Selfie-Phone selbst für ein Gerät mit 5,5 Zoll Display alles andere als kompakt aus. Das Gewicht bleibt mit 167 Gramm hingegen im Rahmen.


Die Verarbeitungsqualität ist weitgehend einwandfrei. Ein paar kleinere Unregelmäßigkeiten bei den Spalten zwischen Akkudeckel und Chassis konnten wir aber ausmachen. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, der eine anständige Stabilität bietet. Die Rückseite des Akkudeckels besitzt eine gummierte Oberfläche.

Diese ist rutschhemmend, zieht aber Fingerabdrücke und feinen Schmutz magisch an. Gerade letzterer ist kaum wieder entfernbar, sodass das Gerät schon nach wenigen Tagen sichtbare Gebrauchsspuren aufweist. Es gibt das ZenFone Selfie auch in den Farben Weiß, Pink und Türkis. Ob diese weniger schmutzempfindlich sind, können wir nicht sagen. Von Weiß würden wir aber aufgrund der Erfahrungen mit dem schwarzen Modell abraten.


Der Namenszusatz „Selfie“ macht sofort klar, worauf Asus mit diesem ZenFone abzielt. Selfie-Freunde kommen in den Genuss einer sehr hoch auflösenden Front-Kamera, die obendrein einen breiteren Bildwinkel (88°) abbildet als die rückwärtige Hauptkamera. Die Auflösung ist indes in beiden Fällen dieselbe: 13 Megapixel. Vorne kommt das fast einer Revolution gleich, hinten passt es gut zur Mittelklasse. Die Hauptkamera ist mit Blende f/2.0 etwas lichtstärker als die Selfie-Optik mit f/2.2.

Die Rechenleistung stellt beim Asus ZenFone Selfie ein Qualcomm Snapdragon 615 bereit. Das Mittelklasse-SoC verfügt über acht Cortex-A53-Rechenkerne, die in zwei Cluster aufgeteilt sind. Jeweils vier Kerne werden mit bis zu 1,5 bzw. 1,0 GHz getaktet. Ebenfalls gut zum Anspruch des ZenFone Selfie passt die Adreno 405, die im Vergleich zur mittlerweile veralteten Vorgängergeneration in Sachen Leistung ordentlich zugelegt hat.

Bei der Speicherausstattung gibt sich Asus zudem sehr spendabel. 3 GByte Arbeitsspeicher sucht man sonst in der Mittelklasse vergebens. Und auch der interne Speicher fällt mit 32 GByte ordentlich aus, zumal er sich mittels microSD-Karte um bis zu 128 GByte erweitern lässt. Kompatible Apps können auf die Speicherkarte ausgelagert werden.

Das Display des Asus ZenFone Selfie misst 5,5 Zoll in der Diagonalen, eine mittlerweile sehr beliebte Größe. Vom Phablet spricht mittlerweile kaum mehr jemand. Längst sind Smartphones jenseits der 5-Zoll-Grenze zur Gewohnheit geworden. Die Auflösung liegt bei 1920 x 1080 Bildpunkten.

Full HD reicht aus unserer Sicht nach wie vor völlig aus. Immerhin reden wir von einer Pixeldichte von 401 PPI. Das Panel selbst nutzt die IPS-Technik, die stabile Blickwinkel und eine gute Farbwiedergabe verspricht. Geschützt wird das Display von einer Schicht aus Corning Gorilla Glass 4.

Für ein Smartphone der 300-Euro-Klasse ist das Asus ZenFone Selfie mehr als ordentlich ausgestattet. Das beginnt schon beim Dualband-WLAN-Modul, das die Standards 802.11b/g/n/ac abdeckt. Die beiden microSIM-Schächte unterstützen LTE Cat.4 mit bis zu 150 MBit/s im Download. Allerdings lässt sich immer nur eine SIM-Karte für LTE-Verbindungen nutzen. Ebenfalls mit an Bord sind Bluetooth 4.0 und ein GPS-Empfänger mit Glonass- und Beidou-Unterstützung.

Bedienung und Handhabung

Android 5.0 Lollipop – beim Betriebssystem hinkt das Asus ZenFone Selfie aktuell noch deutlich hinterher. Ein Update auf eine modernere Version ist derzeit nicht in Sicht. Da hilft auch die hauseigene ZenUI-Oberfläche nicht. Dennoch lässt sich das ZenFone Selfie intuitiv und flüssig bedienen.

Gewöhnen muss man sich indes an die unorthodoxe Anordnung der Gehäusetasten. Während man die Platzierung der Lautstärketasten auf der Rückseite in Höhe der Hauptkamera bereits bei zahlreichen LG-Modellen antrifft, ist der mittig am oberen Rand platzierte Power-Knopf nicht gerade leicht zu erreichen und erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit.


Nicht gewöhnen muss man sich an den einwandfrei und präzise arbeitenden Touchscreen, der dank seiner Größe die Nutzung mobiler Anwendungen weiter vereinfacht.

Beim Telefonieren macht das Asus ZenFone Selfie eine gute Figur. Stimmen klingen auf beiden Seiten recht natürlich und sind klar zu verstehen. Das mitgelieferte Headset hätte sich der Hersteller allerdings sparen können. Nutzer von beruflicher und privater Telefonnummer werden sich über die Dual-SIM-Funktion freuen, die zudem ein paar nützliche Einstellungen hinsichtlich der Rufumleitung erlaubt.

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