Asus Zenfone 4 Pro: Teures Flaggschiff

Mit dem Zenfone 4 präsentierte Asus im September ein neues Flaggschiff, das zwar in der gehobenen Mittelklasse angesiedelt wurde, jedoch mit einer ganzen Reihe von Ausstattungsmerkmalen aus der Oberklasse überzeugen wollte. Dies galt etwa die Außenschale, die auf beiden Seiten mit Gorilla Glas gegen Kratzer geschützt wurde oder die Dualkamera.

Nun legt der Hersteller noch einmal nach und präsentiert das Zenfone 4 Pro, mit dem der Schritt in die Oberklasse gewagt wird. Das Gehäuse wurde im Vergleich zum Ausgangsmodell kaum geändert. Vorder- und Rückseite werden aus Gorilla Glas gefertigt, der Fingerabdruckscanner wird - man könnte fast altmodisch sagen - unterhalb des Bildschirms platziert. Auch das Display bietet nach wie vor eine Diagonale von 5,5 Zoll, allerdings setzt der Hersteller nun auf AMOLED-Panel, das eine Leuchtdichte von bis zu 500 cd/m² bieten soll. Die Auflösung bleibt bei 1920 x 1080 Pixeln. 

Hinter dem Display wird mit dem Snapdragon 835 nun das schnellste SoC verbaut, das Smartphone-Herstellern zur Verfügung steht, die keine eigene Chipentwicklung besitzen. Der Prozessor bekommt von Asus einen sechs Gigabyte großen Arbeitsspeicher zur Seite gestellt. Der Datenspeicher wird mit 128 Gigabyte ebenfalls ordentlich dimensioniert. Eine Erweiterung ist mit Hilfe einer microSD-Karte um bis zu zwei Terabyte möglich.

Großen Wert legt Asus auf die Kamera: Auf der Rückseite des Smartphones setzt der Hersteller auf eine Hauptkamera, die aus einem 12- und einem 16-MP-Sensor kombiniert wird. Dabei ist ersterer, ein Sony IMX 362, für das eigentliche Bild verantwortlich. Dank besonders großer Pixel soll dieser besonders lichtempfindlich sein, was sich nicht zuletzt mit einem Blendwert von f/1,7 ausdrücken soll. Zudem wird ein vergleichsweise großer Blickwinkel von 83° geboten. Der zweite Bildsensor der Hauptkamera stammt ebenfalls von Sony. Der IMX 351 leistet eine Auflösung von 16 Megapixeln und bietet eine Brennweite von 50 Millimetern. Er wird insbesondere für die Vergrößerungsfunktion genutzt und soll einen zweifachen optischen Zoom bewerkstelligen. Mit dem IMX 319 sitzt ein weiterer Kamerasensor von Sony an der Front, der eine Auflösung von acht Megapixeln leistet.

Bei den Schnittstellen gibt es keine großen Überraschung - wenn man mal davon absieht, das Asus in LTE-Netzen eine Downloadgeschwindigkeit von 600 Mb/s in Aussicht stellt, während Qualcomm bei dem im Snapdragon integrierten LTE-Modem eine Geschwindigkeit von 1 Gb/s verspricht. In WLAN nutzen unterstützt das Asus-Smartphone den ac-Standard, Bluetooth wird nach 5.0-Standard unterstützt und natürlich ist auch ein NFC-Chip an Bord.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist zweifelsohne die Lautsprecherbestückung, denn es wird zwei Lautsprecher gesetzt, sodass ein Stereo-Klang wiedergegeben wird. Auch wenn mancher den Sinn der Übung anzweifelt, zeigt sich doch in der Praxis, dass zumeist ein deutlich voluminöserer Klang präsentiert wird.

Happig ist dagegen der Preis von 849 Euro. Ein Oneplus 5T wird bereits ab 499 Euro angeboten und selbst ein Huawei Mate 10 Pro ist in der Basiskonfiguration günstiger. Bei diesem Preis hätte man zumindest eine aktuelle Version von Googles Android erwarten können, doch der Asus setzt hinter der ZenUI 4.0 lediglich auf Android 7.

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