Asustor AS-304T im Test: 4-Bay-Allrounder mit dem neuen ADM 2.1

Mit dem AS-304T hat Asustor einen reich ausgestatteten Netzwerkspeicher für den Heimgebrauch und den Small-Business-Bereich im Portfolio. Zudem verhilft die neue Version 2.1 des Asustor Data Managers (ADM) dem NAS zu einer Fülle neuer Funktionen.

Asustor ist der jüngste der ernstzunehmenden Player im NAS-Markt. Das Unternehmen wurde 2011 als eine Tochter von Asus gegründet und beschäftigt aktuell ca. 70 Mitarbeiter. Mit einem Kapital von fünf Mio. US-Dollar ausgestattet mischt der Hersteller mit seinen Produkten den heiß umkämpften Markt gehörig auf. Die Produktpalette reicht vom kleinen 2-Bay-NAS für den Heimanwender bis zu 2HE-Servern mit neun Festplatten, die für den Betrieb in 19-Zoll-Racks in Rechenzentren gedacht sind.

Letztes Jahr konnte uns das AS-604T durchaus schon überzeugen. Der jüngste Wurf ist nun die 3-er Reihe, die zusammen mit dem seit diesem Jahr erhältlichen ADM (Asustor Data Manager) 2.1 als Betriebssystem ausgeliefert wird. Wir haben uns das AS-304T einmal genauer angesehen.

Das Asustor AS-304T gleicht dem AS-604T fast wie ein Ei dem anderen. Kein Wunder, wurde doch dasselbe Gehäuse verwendet.

Anstelle des Displays, das die Front des großen Bruders ziert, findet man beim AS-304T nur noch eine Blende. Hinter der Scheibe sitzt der IR-Empfänger für eine optionale IR-Fernbedienung (ca. 25 EUR).

Mit vier USB-Anschlüssen, einem Gigabit-Ethernet-Port, einem HDMI-Ausgang und dem Infrarot-Empfänger bietet das NAS umfangreiche Schnittstellen - gerade auch für die multimediale Nutzung.

Hier hören die außerlichen Unterschiede zum AS-604T auch schon auf: Die Festplatten werden wie beim 6er Modell in stabile Festplattenrahmen geschraubt und in das NAS eingeschoben.

herz des NAS-Systems ist ein Intel-Atom-Prozessor (Evansport CE5335), Dual-Core, 2x 1,6 GHz). Dieser Prozessor wird auch gerne von den Mitbewerbern eingesetzt. So verbaut Thecus diesen Prozessor in seinem N2560 oder Synology im aktuellen DS214play. Der Prozessor kann auf ein GByte Arbeitsspeicher zurückgreifen.

Technische Daten: Asustor AS-304T

Prozessor:
Intel Atom (Evansport CE5335), 1,6 GHz, Dual-Core
Arbeitsspeicher:1 GByte, DDR3
Festspeicher:maximal 4x 2,5"/3,5" SATA-HDD (6 GBit/s, 3 GBit/s) oder SSD
maximal 16 TByte Bruttokapazität (4x 4 TByte)
Anschlüsse:1x Gigabit Ethernet RJ45
2x USB 2.0 Back
1x USB 3.0 Front
1x USB 3.0 Back
1x HDMI 1.4a
Infrarot-Empfänger
Art der Statusanzeige:
Status-LEDs
Abmessungen (HxBxT):18,6 x 17,0 x 23,0 cm
Gewicht:3,4 kg
Preis:ab ca. 410 Euro
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9 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Vielen Dank für den Test.

    Eine schöne Konfiguration wäre hier RAID5 mit 3 Platten und die vierte für MyArchive. Geht das mit dem Teil?

    MfG
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  • Ja das geht. Man wählt beim Anlegen des RAID5 dann nur drei Festplatten aus. Die vierte wird danach zum Archiv deklariert.
    Wichtig ist nur zu wissen, dass nicht alle Slots als Archiv herhalten können. Beim AS-304T sind es die Festplatten in den Slots 3 und 4.
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  • 53266 said:
    Ja das geht. Man wählt beim Anlegen des RAID5 dann nur drei Festplatten aus. Die vierte wird danach zum Archiv deklariert. Wichtig ist nur zu wissen, dass nicht alle Slots als Archiv herhalten können. Beim AS-304T sind es die Festplatten in den Slots 3 und 4.


    Danke für die schnelle Antwort!
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  • Ist definitiv eine praktische Funktion, das. Plus die ganzen Media-Funktionen. :) Hatte auf der CeBIT eine Präsentation von einem Asustor-Vertreter, nach der ich mir fast selbst so ein teil gekauft hätte... :D ;)
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  • Wo wir gerade bei den Notebooks drüber reden: Habt ihr Wünsche oder
    Anregungen zu den NAS-Tests? Mehr oder weniger Artikel? Eher teure/hochwertige oder doch günstige Geräte? Vorrangig 1/-2-Bay- oder doch eher 4-Bay-Systeme und größer? Fokus auf Performance oder Funktionalität?
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  • Ich fände es mal interessant einen Vergleich zu machen zwischen einem Fertig-NAS und einem selbst gebauten, vergleichbarem Gerät. Vergleichbar im Sinne von ähnlicher Preis mit Blick auf die Leistung oder ähnlicher Leistung mit Blick auf den Preis. Evtl. auch einen OS- Vergleich für NAS- Geräte, also z.B. opemmediavault oder FreeNas.
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  • Ich fände es gut, wenn bei NAS auch der (zeitgleiche) Zugriff mehrerer Clients geprüft würde. Die Übertragungsraten bei nur einem Abnehmer sind nur die halbe Wahrheit - ein NAS muss mehrere Clienten parallel bedienen können, sonst nützt es nichts (bzw. ist viel zu teuer ggü. Alternativen wie weiteren internen Festplatten oder USB-Platten).

    Vom Typ her interessieren mich persönlich 2- bis 4-bay Systeme. Allerdings würde ich günstigere Systeme bevorzugen. Wenn ein NAS ohne Platten z.B. 500€ kostet, dann würde ich lieber den heimischen PC mit HDDs aufstocken und jahrelang durchlaufen lassen. ;-)
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  • @ToSuz: Klingt nach einer cooler Bastel-Idee, müssen wir mal durchdiskutieren... :)

    @diem_: Klare Aussage @Kosten. ;) Das mit den parallelen Test mehrerer Clients ist halt als Standardtest schwer zu realisieren. Nicht unbedingt technisch, aber die Frage ist halt wie immer: Wo zieht man die Grenze? Aber auch das werden wir mal diskutieren. Thx! :)
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  • Mehrere Clients sind sehr interessant aber mich würde auch (off Topic) interessieren wie ich höhere Datenraten als 1Gbit Lan ins Laptop bekomme - gibt es da möglichkeiten abseits von Server 2012 als OS auf dem Lap mit Nic Teaming?
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