Zusammenfassung
Wie Sie sehen können, sind die Unterschiede unter Windows 98 keiner Diskussion wert. Einmal mehr wird deutlich, dass man eine Kaufentscheidung für Motherboards schon lange nicht mehr aufgrund von Benchmark-Zahlen fällen sollte. Immerhin trennt sich diesmal unter Windows NT die Spreu vom Weizen. Sowohl das FIC SD11 als auch das Asus K7M bieten auf einem NT-System deutlich mehr Leistung als die anderen.
Ein weiterer interessanter Punkt ist die Abweichung in der Gesamtleistung zwischen dem AMD-Referenzboard "Fester" und den Testkandidaten. Es scheint, dass die frei erhältlichen Motherboards viel konservativer abgestimmt sind als das Referenzmodell. Wir hoffen, dass die Hersteller ihre BIOS-Versionen noch einmal überarbeiten. Dann kann man den Anwendern bieten, was die Architektur maximal erlaubt - AMD zeigt, wie das geht.
Uns freut außerdem, dass weitere Hersteller sich entschlossen haben, Motherboards für den Athlon zu verkaufen. Wir können trotz allem nicht verstehen, warum manche gänzlich auf Werbung verzichten. So entwickelt, baut und vertreibt Asus ein Motherboard, das es offiziell gar nicht gibt. Es steht nicht einmal eine Bezeichnung auf der Platine. Wenn man ein Produkt verkaufen möchte, so macht das für uns nur mit angemessener Werbung Sinn. Ein Hersteller wie Asus überlebt nicht allein durch OEM-Kunden, folgt man den klassischen Gesetzen des Marketings. Oder stimmt es etwa, dass man mit indirekter Werbung, sprich der Gerüchteküche auf sich aufmerksam machen kann? Mund-zu-Mund-Propaganda ist schließlich Goldes wert...
Es war für uns keine leichte Entscheidung, die Empfehlung der Redaktion zu vergeben. Alle Kandidaten leisteten ohne Abstütze ihre Dienste. Auch die Leistung brach nirgendwo ein, sodass man von einem Produkt abraten müsste. Von den fünf Boards favorisieren wir am ehesten das Asus K7M, da man es am besten übertakten kann. Trotzdem haben wir Bedenken hinsichtlich des Supports. Bisher gibt es nur zwei umständliche Möglichkeiten, um Treiber und BIOS-Updates zu bekommen (ftp.asus.com.tw und ftp.asuscom.de ). Für den Anwender ist das ziemlich frustrierend. Wer kann uns garantieren, dass man in ein paar Wochen dort immer noch die begehrten Dateien und Infos bekommt? In Anbetracht der guten Leistungen finden wir so ein Katz-und-Maus-Spiel fehl am Platz. Sobald Asus es in üblicher Weise supportet, können wir es Ihnen uneingeschränkt empfehlen, vorher auf keinen Fall.
Hut ab vor Biostar und FIC, die ihre Produkte trotz aller firmenpolitischen Schwierigkeiten vorstellen, bewerben und auch dahinter stehen! Wir hoffen, dass auch dem Rest der Motherboard-Gemeinde irgendwann ein Licht aufgeht.
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