Athlon XP bei 4,5 Watt: Verlustleistung runter!
Inhaltsverzeichnis
- 1. Verlustleistung runter: Athlon XP bei 4,5 Watt
- 2. Wozu überhaupt? Anwendungen für leise Rechner
- 3. Aus Athlon XP wird Mobile Athlon XP
- 4. Transformation: Der Weg zum Athlon XP-M
- 5. Los geht's: Brückenbau
- 6. Los geht's: Brückenbau, Forts.
- 7. Der Clou: Multiplikator im laufenden Betrieb ändern
- 8. Software für Multiplikator-Änderung
- 9. Chipsatz-Register für Multiplikator-Änderung
- 10. Systemtakt: Mindestens 100 MHz
- 11. Kernspannung: Je weniger, desto besser
- 12. Zum Vergleich: Intel Pentium 4
- 13. Taktsenkung nur durch Halbierung des FSB-Taktes
- 14. Testsystem
- 15. CPU-Kühler für den Athlon XP
- 16. CPU-Kühler für den P4
- 17. Messergebnisse
- 18. Temperaturmessung CPU-Kühler Intel P4
- 19. Verlustleistung
- 20. Stromverbrauch
- 21. Benchmark-Ergebnisse
- 22. Benchmark-Ergebnisse, Forts.
- 23. Benchmark-Ergebnisse, Forts.
- 24. Benchmark-Ergebnisse, Forts.
- 25. Benchmark-Ergebnisse, Forts.
- 26. Fazit: Im Eigenbau ermöglichen, was die Hersteller versäumt haben

Bei all dem Wirbel, den der Pentium 4 Prescott durch seine enorme Verlustleistung verursacht, ist es ruhig geworden um den Energiebedarf der AMD-Prozessoren. Sicher, durch Cool & Quiet können die 64-Bitter die Taktrate bei Bedarf nach unten hin korrigieren und werden somit nur selten wirklich heiß. Wirklich genügsam ist heute jedoch noch kein Desktop-Prozessor. Es sei denn, man würde sich mit ungewöhnlich niedrigen Taktraten zufrieden geben.
Tatsächlich reicht zum Surfen, für Standardanwendungen und für einfache Audio-/Video-Aufgaben ein Rechner mit deutlich unter einem Gigahertz Taktrate noch locker aus. Nicht umsonst reduzieren Mobile-Prozessoren den Arbeitstakt bei geringer Belastung auf eben solche Werte.
Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche Anwendungen, in denen nicht die Performance die wichtigste Rolle spielt. So träumt Intel beispielsweise von der Vision des "Digital Home", liefert jedoch fast ausschließlich Komponenten, die ohne aktive Kühlmaßnahmen nicht lang überleben würden. Wieso muss ein wohnzimmer- und familientaugliches Media Center 100 Watt verheizen und zudem Krach durch die notwendigen Lüfter machen?
Für Entertainment-Zwecke genügen etwa 800 MHz, das haben Tests mit einer Xbox gezeigt. Gemeint ist die Wiedergabe von Full-PAL-Video in MPEG-2, Divx oder Xvid, MP3 Audio ist ohnehin genügsamer. Wer Encoding in Echtzeit und damit die komfortable Aufnahme von bewegten Bildern betreiben möchte, braucht dagegen mehr Dampf.
Eine weitere Anwendung finden langsamere Rechner als Netzwerkknecht, etwa als File- und Druckserver oder in Funktion eines Routers und/oder Access Points. Sie alle laufen im Regelfall 24 Stunden am Tag und sollten daher möglichst leise sein.
Als Versuchskaninchen für dieses Projekt drängt sich AMDs Athlon XP bzw. der Sempron geradezu auf. Nur bei diesen CPUs ist es möglich, den Funktionsumfang durch die Schließung einiger Brücken auf der Prozessoroberseite zu verändern: Möglich ist die Öffnung der Multiplikatoren , die "Transformation" in einen Athlon MP oder - wie in diesem Fall - die Aktivierung der Features eines Mobile Athlon XP, um den Multiplikator im laufenden Betrieb ändern zu können.
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