Attacke gegen den GeForce2 MX: ATis Radeon 32 MB SDRAM
Inhaltsverzeichnis
- 1. Verzögerungen sind schlecht fürs Geschäft
- 2. Mitbewerber und Unterschiede zu Highend-Produkten
- 3. Der wahre Chiptakt - Marketing versus Realität
- 4. Treiberqualität
- 5. Die Treiberfunktionen
- 6. Die Treiberfunktionen, Fortsetzung

Grafikkarten, die mehr als 650 Mark kosten, sind nicht für jeden Geldbeutel attraktiv. Das Hauptgeschäft für den Endanwender spielt sich immer noch im Preissegment zwischen 300 und 500 Mark ab. Gerade hier will man für sein Geld die bestmöglichste Performance. ATi stellt zwei Varianten der Radeon-Serie vor, die sich besonders im Preis von der Radeon 64 MB DDR (EVP: 949 DM) abgrenzen sollen: Bestückt mit jeweils 32 MByte Speicher - also die Hälfte - gehen die Radeon 32 MB DDR für 649 DM und die Radeon 32 MB SDR für 499 DM an den Start. Dabei ist die DDR-Version für den Retail-Markt bestimmt, während die SDR-Karte als "White Box" an OEMs ausgeliefert wird - so zumindest die offizielle Verlautbarung. In der Praxis bieten die meisten Computerhändler auch die OEM-Produkte von ATi an. Die 499 Mark teure SDR-Karte sollte deshalb ohne Probleme zu haben sein.
Für diesen Preis erwarten wir mindestens die Performance, die GeForce2-MX-Produkte vorlegen. Die Preise beginnen für den MX bei 299 Mark. Mitstreiter in diesem Preissegment ist auch die 3dfx Voodoo4 4500. Diese hat jedoch im Vergleich zum GeForce2 MX eine bedeutend schlechtere Performance. Beinahe hat ATi den Anschluss verpasst, denn der GeForce2 MX und die 3dfx-Karten gibt es bereits seit zwei Monaten. Etwas unverständlich ist, wie ATi seine Prioritäten setzt. Beim Radeon 32 SDR handelt es sich schlicht um eine Light-Version eines bestehenden Produktes. Da ATi erst ziemlich spät damit auf den Markt kommt, entgehen dem Hersteller vielleicht wichtige Umsätze.
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