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Fazit

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Man kann einem alten Pentium 4-System für grundlegende Anwendungen durchaus nochmal Leben einhauchen. Die altmodischen Plattformen von Intel machen ihre Sache als Home/Multimedia-Server oder als Backup-Client-PC gut, solange man keine speziellen Erwartungen an die Performance hat. Allerdings wollten wir wissen, wie sich ein Pentium 4-System im Vergleich zu einer Atom-Nettop-Plattform schlägt und haben somit Pentium 4-Systeme mit 2,2 GHz und 3,2 GHz gegen einen Atom 230 Single-Core und den neuen Dual-Core Atom D510 antreten lassen.

Performance? Erwarten Sie Nicht Zuviel

Was die Performance angeht, schneidet der Pentium 4 in bestimmten Benchmarks noch immer gut ab. Das gilt vor allem für Arbeitslasten, die noch nicht thread-optimiert wurden, um dadurch den Vorteil mehrerer Prozessor-Kerne zu nutzen und jene, die nicht sonderlich stark von neueren und verbesserten Befehssätzen  wie z.B. SSE3 oder SSSE3 profitieren. Alle anderen laufen auf dem Dual-Core Atom D510 hauptsächlich dank der zweiten Recheneinheit merklich schneller; zudem sind die Performance-Unterschiede deutlicher spürbar. Wir wollen allerdings nicht versäumen zu betonen, dass alle heute eingesetzten Testsysteme eine eher eingeschränkte Performance liefern, wenn man diese direkt mit einem modernen PC auf Basis eines AMD Athlon II, Phenom II oder der Core i3/i5/i7 vergleicht. In diesem Artikel ist ganz klar die Rede von Performance auf Einstiegs-Niveau.

Leistung und Effizienz

Performance an sich dürfte kaum ein Thema sein, da für die von uns erwähnten Anwendungen nicht sonderlich viel Leistung erforderlich ist. In dieser Hinsicht sind Leistungsaufnahme und Leistungseffizienz sogar noch wichtiger. Beide Atom-Systeme sind so leise und nehmen derart wenig Leistung auf, dass sie sehr gut als Vorbilder fürs Understatement dienen. Anwender können einen Atom-Nettop-PC sogar irgendwo im Wohnzimmer unterbringen und die Familie dürfte sich kaum beschweren. Im Gegenzug nehmen Systeme mit Pentium 4 im Leerlauf wie auch bei maximaler Last drei- bis fünfmal soviel Leistung auf. Dabei spielt es keine Rolle, ob einem die Stromrechnung egal ist oder nicht; die hohe Leistungsaufnahme hat Auswirkungen auf die Kühlung und auch auf den Geräuschpegel des PCs.

8 Jahre Sind Genug!

Für jeden, der nach einer Lösung für ein preiswertes System sucht, ist das Fazit ziemlich einfach: Behalten Sie Ihr altes Pentium 4-System, wenn Sie unbedingt müssen. Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass alle relevanten Aspekte wie Performance, Geräusche, Leistung und Effizienz für heutige Verhältnisse miserabel  sind. Sofern Sie die Ausgabe von ein paar hundert Euro für einen Nettop-PC verkraften können, sollten Sie diese Investition durchaus vornehmen. Die Atom-Systeme, gegen die wir normalerweise aufgrund ihrer Defizite im Vergleich zu Desktop-Lösungen wettern, sind bedeutend besser als die alten Pentium 4-Prozessoren. Nach 7-8 Jahren auf dem Markt hat der Pentium 4 seine Schuldigkeit getan. Entscheiden Sie sich aber auf jeden Fall für eine Dual-Core-Lösung.

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fffcmad 08/06/2010 08:25
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-2+

Ich wuerde, wenn moeglich, den P4 per Adapter gegen einen Pentium M austauschen. Wer bereits so ein Sysgtem bestitzt, kann sich, wenn die Rechenleistung reicht, auch darauf ausruhen.

crazymath 08/06/2010 08:32
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-0+

Hm, also mich verwundert es NICHT, wenn der P4 mit der x800 soviel verbraucht (Auch wenn es bishin zu dieser Zeit ähnlich konfigurierte Systeme gab und es immer noch realistisch ist...). Dennoch könnte es passen, da bei solch alten Systemen ja meisten kein so aktuelles Netzteil wie bei euch verbaut ist. Der DDRI arbeitet ebenfalls mit höherer Spannung als neuere Modelle und trägt zum negativen Ergebnis bei (Was aber völlig realistisch ist)

Auf jedenfall ein interessanter Test. Und man sieht auch gleich wieder, wer bei der Softwareprogrammierung geschlafen hat oder nicht: Wenn mehrere Kerne unterstützt werden, haben SC keine Chance mehr. Gleichzeitig sieht man auch, was für ein Schrotthaufen der erste SC Atom war...der DC ist da deutlich flotter....und immer noch langsamer als fast alles im Moment erhältliche:-)

PS: Den Prescott gab es im G1 Stepping mit ebenfalls einer TDP von 89W und bis 3.4GHz. Die Spannung lässt sich beim 3.4er auf minimal über 1.05V setzen. Beim 2.8er habe ich schon Werte unter 0.9V gesehen. Da dürfte der Verbrauch dann doch in die Tiefe gehen. Ob er inzwischen schneller ist (Cache und neuere Befehle) als der Nordi, weiss ich nicht. Für Dragon Age beispielsweise reicht der Prozessor völlig aus.

corristo123 08/06/2010 10:03
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-1+

Ein Vorteil des P4 wurde unterschlagen. Als Server könnte er noch zum Senken der Heizkosten beitragen ^^

fffcmad 08/06/2010 10:14
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-0+

Man darf einfach nicht vergessen, das der P4 nie das Wahre war. Der Pentium 3 war anfangs bei gleichem Takt schneller und konnte, wenn man die Pentium 3 S Tualatins besaß, auch schnell und guenstig ein Multi-CPU System betreiben. Der Nachfolger des P3 und der Vorfahre des Core Duo, der Pentium M, ist im Vergleich zum P4 wesentlich effizienter und verbraucht je nach Takt um die 20Watt.

Der P4 war nur mit Taktraten um die 3,2 GHz und hoeher wirklich zu gebrauchen, da er sich hier vom Athlon XP absetzen konnte.

ladykiller 08/06/2010 10:19
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-0+

schöner test aber wie ffcmad schon sagte nicht ganz passend.
ich nutze auch einen pentium4 noch als htpc, allerdings auch eine notebookversion. Den pentium4 mobile 3,06ghz mit 1mb cache auif einem asus p4p800 diese boards konnten auch pentium M mit adapter und sind da weit besser was strom leistung und vergleichbarkeit angeht. Und mal ehrlich die atom onboard grafik mit einer x800 zu vergleichen ist auch naja. WENN ihr sowas schon vergleicht dann bitte sinnvoll.
heisst pentium M oder pentium4 mobile MIT Onboard grafik oder kleinerer. DAS wäre mal wissnewert.

checkmate 08/06/2010 10:37
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-0+

Zitat :Die insgesamt aufgenommene Leistung ist beim Dual-Core Atom D510 am niedrigsten, ...


Wh (Wattstunden) ist eine (nicht mal SI-)Einheit (nicht mal SI-) der Enrgie, nicht der Leistung. Nachhilfe: Leistung * Zeit = Energie (W*h=Wh)

Zitat :Wenn man jetzt einen Blick auf die Performance im Verhältnis zu den Watt-Stunden wirft, wird klar, dass die Atom-Lösungen eine vielfach bessere Leistungseffizienz bieten.


Kann man das auch anders ausdrücken, das sogar ich es verstehe?

Zitat :Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass alle relevanten Aspekte wie Performance, Geräusche, Leistung und Effizienz für heutige Verhältnisse miserabel sind.


Was ist in diesem Zusammenhang eigentlich der Unterschied zwischen Performance und Leistung?

ontopic

Der Test zeigt, wer noch ein P4 System oder das Athlon Äquivalent zuhaus hat (in meinem Bekanntenkreis ca. 30% der PC-Nutzer), der kann das ruhig weiter nutzen. WIN XP ist ebenfalls noch modern genug. Wer auf einem P4 mehr als MSN oder THG macht, Photoshop bsw., der muss eben Zeit mitbringen, klar oder?

Wer "was neues" will oder braucht, der kann gleich noch 100€ drauf legen und einen Phenom oder i3/i5 wählen.

An einer P4 Plattform würde ich keinen Finger mehr rühren um zu modernisieren. Bestenfalls eine USB2.0 Karte oder Gigabit LAN nachrüsten.

Kurzum einen Atom Nettop braucht keine Sau, jedenfalls keine private. :ouch:

ata2core 08/06/2010 11:02
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-0+

Eins fehlt in der Darstellung, der Energiepreis Preis wenn die Systeme 365 Tgae und 24 h/d durchläuft. Habe es mal im Idle berechnet, bei 0,22€/kWh.

Attom = 27 W/h = 236 kW/a = 52 €/a
P4 =74 W/h = 648 kW/a = 143 €/a

Da würde ich dar nicht lange nachdenken, der P4 gehört auf die Schrottkiste.

fffcmad 08/06/2010 11:06
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-0+

Zitat :

Eins fehlt in der Darstellung, der Energiepreis Preis wenn die Systeme 365 Tgae und 24 h/d durchläuft. Habe es mal im Idle berechnet, bei 0,22€/kWh.

Attom = 27 W/h = 236 kW/a = 52 €/a
P4 =74 W/h = 648 kW/a = 143 €/a

Da würde ich dar nicht lange nachdenken, der P4 gehört auf die Schrottkiste.




Milchmaedchenrechnung. Es lohnt nicht, den Pentium 4 durch einen Atom zu ersetzen. Ein Dualcore-Atom-System kostet um die 300 - 400€. Bis du das per Stromverbrauch zusammen hast, vergehen schon bei 24/7 356Tage mehr als 4 Jahre, bis sich das gerechnet hat. Bei dem Normalbetrieb eines solchen Rechners, also etwa 1 - 8 Stunden pro Tag, wird der Atom wohl nie zur Konkurrenz werden. Im Endeffekt hat sich der Pentium 4 dann schon eher gelohnt, weil er 6 - 7 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch seinen Job erledigt.

checkmate 08/06/2010 11:08
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-0+

Ja und wenns nicht 365 Tage und 24 h/d durchläuft? Rechne doch mal mit 10h/Woche! Solang man mit einem P4 WIN XP System noch arbeiten kann, warum nicht? Je länger man sein System behält, umso billiger wirds. Logisch oder?

jean luc bizarre 08/06/2010 11:22
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-0+

netter und interessanter Test. Aber wie fffcmad schon erwähnte, wäre es sehr interessant gewesen die Pentium M Variante auch noch zu testen. Mein 5 Jahre altes Notebook (das 24/7 als Server im Einsatz ist) mit einem Pentium M läuft irgendwie gefühlt schneller als mein Netbook. Es wäre echt toll, wenn ihr den Test noch um eine CPU erweitern könntet.

WildFire 08/06/2010 11:25
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-0+

Also ich finde, man hätte auch nicht den Northwood nehemen sollen, sondern eher Cedar Mill (P4 65nm) der hätte wohl ne ganze ecke weniger Saft gezogen und wäre auch deutlich kühler und damit auch leiser gewesen! und die ATi AGP Karte hat wohl keinen unerheblichen Teil zum Verbrauch beigetragen... ich hätte da lieber zum vergleich eine Radeon 3450 draufgeschnallt, die die GMA Einheit immernoch umrundet hätte und dabei wohll weniger als die hälfte der X800 verbraucht..... am besten irgend eine VIA UniChrome onBoard Einheit....dann hätte man vergleichen können...

fffcmad 08/06/2010 11:28
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-0+

Zumal man gebrauchte, gut erhaltene Subnotebooks mit Pentium M (z.B. Thinkpad x32) fuer den selben Preis bei Egay bekommt. Man muss nur noch in RAM und HDD investieren. Die 200€, die dann im Endeffekt mehr bei rauskommen, sind dann aber in eine Qualitativ hochwertige Hardware investiert, mit der man auch sinnvoll arbeiten kann.

Sic 08/06/2010 11:54
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-0+

Wie lustig. Wenn ich zu hause bin muss ich glatt mal mein AMD Athlon 64 3000+ und meine Readeon x800 GTO wieder aus dem Schrank holen.Mal sehen wie die abschneiden:D

fffcmad 08/06/2010 12:46
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-1+

Wenn das Atom-System schon da ist ists natuerlich egal. Das Ersetzen ist jedoch ein finanzielles Desaster. Den Pentium 4 kann man nur gegen ein leistungsstaerkeres System ersetzen, damit es sich lohnt. Oder wenn der P4 den Hintern hochreisst, dann kann man ihn durch einen Dualcore-Atom ersetzen. An Sonsten lohnt es nicht mal in 10 Jahren.

klomax 08/06/2010 12:46
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--2+

fffcmad :
Milchmaedchenrechnung. Es lohnt nicht, den Pentium 4 durch einen Atom zu ersetzen. Ein Dualcore-Atom-System kostet um die 300 - 400€. Bis du das per Stromverbrauch zusammen hast, vergehen schon bei 24/7 356Tage mehr als 4 Jahre, bis sich das gerechnet hat. Bei dem Normalbetrieb eines solchen Rechners, also etwa 1 - 8 Stunden pro Tag, wird der Atom wohl nie zur Konkurrenz werden. Im Endeffekt hat sich der Pentium 4 dann schon eher gelohnt, weil er 6 - 7 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch seinen Job erledigt.



Wenn das System aber schon da ist, seit einem Jahr Strom noch und nöcher spart, und dann einer in die WG kommt mit seinem Pentium 4 Heizkraftwerk mit Uralt-Nvidia-Graka und das Ding den ganzen Tag im Idle anlässt, dann wird aus der Milchmädchenrechnung eine satte Stromrechnung, die unsere Mamis und Papis schon langen nicht mehr bezahlen.

Für Konfliktstoff ist bei uns zuhause also gesorgt, da ich den Strom vorstrecke.:D

Da jetzt aber ein (weniger) verschwenderischer Athlon 2 X3 auch noch Einzug gehalten hat bei mir, halte ich die Bällchen etwas flacher als sonst.



Stefan0875 08/06/2010 14:03
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-0+

Am interessantesten finde ich an diesem Test, dasss er einmal verdeutlicht auf welchem Niveau sich ein Atom Prozessor bewegt.
Dass er recht langsam ist war mir bewußt, mich hat aber immer interessiert mit welchem "normalen" Prozessor ich ihn vergleichen kann und da ist "P4 3,2Ghz" doch schonmal ein Anhaltspunkt.

Danke für den Test!

fffcmad 08/06/2010 14:07
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-0+

Ja, aber nur der Dual-Core Atom und dann auch nur in den Faellen, wo mehrere CPUs genutzt werden koennen. An Sonsten wirds nahezu unertraeglich langsam, wenn man Pech hat.

Mein Toshiba Magnia Server Z310 mit zwei betagten 1,4GHz PIIIs und 3Gbyte SDRAM, wird mit dem Zweikerner-Atom ebenso in den meisten Bereichen gleichziehen oder gar deutlich schneller sein (SSE2 etc wuerde dem P3 natuerlich das Genick brechen)

anonymous 08/06/2010 16:15
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-0+

Ich würde gerne mal den Handbrake Test durchlaufen lassen, aber finde keine genauen Infos zum Ausgangsvideo und den Einstellungen. Kann da jemand etwas genaueres dazu sagen?

Gandalf2210 08/06/2010 16:48
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-1+

na ja, aber eine Eindeutige Empfehlung für dual cores auszusprechen...
Wo es doch schon Athlons mit 4 Kernen für unter 100 € gibt

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