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Besser als sein Ruf? Intel Atom

von

Atom 230

Der Atom 230 stammt aus der erster Generation an Atom-Prozessoren die auch unter dem Namen Diamondville bekannt sind. Der Prozessor bietet Taktraten von bis zu 1,6 GHz und eine Front Side Bus-Geschwindigkeit von 133 MHz. Ebenso wie der Pentium 4 unterstützt auch dieses Produkt Hyper-Threading und ist ebenfalls mit 512KB L2 Cache ausgerüstet – allerdings hören die Gemeinsamkeiten hier schon auf. Während die von uns getesteten Pentium 4Prozessoren zu den 130-nm-Produkten zählen, wird der Atom mit dem 45-nm-Prozess von Intel gefertigt. Die eingeschränkte Taktrate in Kombination mit dem modernen Herstellungsprozess hilft dem Single-Core dabei, dass die TDP sehr niedrige 4 W nicht überschreitet. Leider ist die Plattform nicht gerade sehr energiesparen, da der Atom 230 mit dem 945GC einen modifizierten Mainstream-Chipsatz verwendet. Dennoch: Wirft man den Blick lediglich auf die Leistungsaufnahme, dann schlägt sich der Atom recht gut.

Bei einem direkten Vergleich der Pentium 4-Prozessoren und dem Atom 230 mit 1,6 GHz wird deutlich, dass beide tatsächlich ziemlich schwer zu vergleichen sind: Der Atom 230 fällt in einigen Tests deutlich hinter die Pentium 4-Modelle zurück, liegt allerdings in anderen Tests gar nicht so weit vom Pentium 4 mit 2,2 GHz entfernt. Der MP3-Encoder Lame läuft auf Pentium 4-Systemen deutlich schneller, ebenso wie Adobe Acrobat, iTunes und WinZip. Der Atom 230 mit 1,6 GHz schneidet hingegen bei 7-Zip und Adobe Photoshop CS4 besser ab als der Pentium 4 mit 2,2 GHz und liegt auch bei Handbrake und Mainconcept nicht allzu weit hinter dem Pentium-Prozessor. Allerdings muss man sagen, dass die Gesamtergebnisse des Atom alles in allem schon fürchterlich langsam sind. Immerhin unterstützt der Atom fortschrittlichere SSE-Instructions, was ein paar Teilbereiche der Ergebnisse erklären könnte.

Atom D510

Der Atom D510 ist ein Dual-Core-Modell auf Grundlage des Pineville-Cores und gehört zur zweiten Atom-Generation. Dieses Modell basiert auch weiterhin auf dem gleichen Execution-Core des Atoms erster Generation, weshalb auch dieses Modell nicht mehr Performance pro Takt bietet als der Diamondville. Der neue Prozessor bietet eine TDP von 13 W, was angesichts der 4 W der ersten Generation doch recht üppig erscheint. Allerdings ist beim Atom D510 neben einer fortschrittlicheren Grafikeinheit auch ein Speicher-Controller mit dabei – dadurch wird die Chipsatz-Northbridge natürlich hinfällig. Der jüngste Atom-Prozessor ist eindeutig ein Vorbild in Sachen Integration, da dieses Modell die Gesamtleistungsaufnahme der Plattform senkt, indem von drei auf zwei Chips umgestellt wurde. Der Chip läuft mit ähnlichen Taktraten wie zuvor – 1,66 GHz bei einem Quad-Pumped-FSB von 133 MHz. Die beiden Kerne unterstützen auch weiterhin einen 64-bit Betrieb und Hyper-Threading, wodurch das System jetzt auf vier logische Prozessorkerne zugreifen kann.

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fffcmad 08/06/2010 08:25
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-2+

Ich wuerde, wenn moeglich, den P4 per Adapter gegen einen Pentium M austauschen. Wer bereits so ein Sysgtem bestitzt, kann sich, wenn die Rechenleistung reicht, auch darauf ausruhen.

crazymath 08/06/2010 08:32
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-0+

Hm, also mich verwundert es NICHT, wenn der P4 mit der x800 soviel verbraucht (Auch wenn es bishin zu dieser Zeit ähnlich konfigurierte Systeme gab und es immer noch realistisch ist...). Dennoch könnte es passen, da bei solch alten Systemen ja meisten kein so aktuelles Netzteil wie bei euch verbaut ist. Der DDRI arbeitet ebenfalls mit höherer Spannung als neuere Modelle und trägt zum negativen Ergebnis bei (Was aber völlig realistisch ist)

Auf jedenfall ein interessanter Test. Und man sieht auch gleich wieder, wer bei der Softwareprogrammierung geschlafen hat oder nicht: Wenn mehrere Kerne unterstützt werden, haben SC keine Chance mehr. Gleichzeitig sieht man auch, was für ein Schrotthaufen der erste SC Atom war...der DC ist da deutlich flotter....und immer noch langsamer als fast alles im Moment erhältliche:-)

PS: Den Prescott gab es im G1 Stepping mit ebenfalls einer TDP von 89W und bis 3.4GHz. Die Spannung lässt sich beim 3.4er auf minimal über 1.05V setzen. Beim 2.8er habe ich schon Werte unter 0.9V gesehen. Da dürfte der Verbrauch dann doch in die Tiefe gehen. Ob er inzwischen schneller ist (Cache und neuere Befehle) als der Nordi, weiss ich nicht. Für Dragon Age beispielsweise reicht der Prozessor völlig aus.

corristo123 08/06/2010 10:03
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-1+

Ein Vorteil des P4 wurde unterschlagen. Als Server könnte er noch zum Senken der Heizkosten beitragen ^^

fffcmad 08/06/2010 10:14
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-0+

Man darf einfach nicht vergessen, das der P4 nie das Wahre war. Der Pentium 3 war anfangs bei gleichem Takt schneller und konnte, wenn man die Pentium 3 S Tualatins besaß, auch schnell und guenstig ein Multi-CPU System betreiben. Der Nachfolger des P3 und der Vorfahre des Core Duo, der Pentium M, ist im Vergleich zum P4 wesentlich effizienter und verbraucht je nach Takt um die 20Watt.

Der P4 war nur mit Taktraten um die 3,2 GHz und hoeher wirklich zu gebrauchen, da er sich hier vom Athlon XP absetzen konnte.

ladykiller 08/06/2010 10:19
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-0+

schöner test aber wie ffcmad schon sagte nicht ganz passend.
ich nutze auch einen pentium4 noch als htpc, allerdings auch eine notebookversion. Den pentium4 mobile 3,06ghz mit 1mb cache auif einem asus p4p800 diese boards konnten auch pentium M mit adapter und sind da weit besser was strom leistung und vergleichbarkeit angeht. Und mal ehrlich die atom onboard grafik mit einer x800 zu vergleichen ist auch naja. WENN ihr sowas schon vergleicht dann bitte sinnvoll.
heisst pentium M oder pentium4 mobile MIT Onboard grafik oder kleinerer. DAS wäre mal wissnewert.

checkmate 08/06/2010 10:37
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-0+

Zitat :Die insgesamt aufgenommene Leistung ist beim Dual-Core Atom D510 am niedrigsten, ...


Wh (Wattstunden) ist eine (nicht mal SI-)Einheit (nicht mal SI-) der Enrgie, nicht der Leistung. Nachhilfe: Leistung * Zeit = Energie (W*h=Wh)

Zitat :Wenn man jetzt einen Blick auf die Performance im Verhältnis zu den Watt-Stunden wirft, wird klar, dass die Atom-Lösungen eine vielfach bessere Leistungseffizienz bieten.


Kann man das auch anders ausdrücken, das sogar ich es verstehe?

Zitat :Dabei sollten Sie allerdings bedenken, dass alle relevanten Aspekte wie Performance, Geräusche, Leistung und Effizienz für heutige Verhältnisse miserabel sind.


Was ist in diesem Zusammenhang eigentlich der Unterschied zwischen Performance und Leistung?

ontopic

Der Test zeigt, wer noch ein P4 System oder das Athlon Äquivalent zuhaus hat (in meinem Bekanntenkreis ca. 30% der PC-Nutzer), der kann das ruhig weiter nutzen. WIN XP ist ebenfalls noch modern genug. Wer auf einem P4 mehr als MSN oder THG macht, Photoshop bsw., der muss eben Zeit mitbringen, klar oder?

Wer "was neues" will oder braucht, der kann gleich noch 100€ drauf legen und einen Phenom oder i3/i5 wählen.

An einer P4 Plattform würde ich keinen Finger mehr rühren um zu modernisieren. Bestenfalls eine USB2.0 Karte oder Gigabit LAN nachrüsten.

Kurzum einen Atom Nettop braucht keine Sau, jedenfalls keine private. :ouch:

ata2core 08/06/2010 11:02
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-0+

Eins fehlt in der Darstellung, der Energiepreis Preis wenn die Systeme 365 Tgae und 24 h/d durchläuft. Habe es mal im Idle berechnet, bei 0,22€/kWh.

Attom = 27 W/h = 236 kW/a = 52 €/a
P4 =74 W/h = 648 kW/a = 143 €/a

Da würde ich dar nicht lange nachdenken, der P4 gehört auf die Schrottkiste.

fffcmad 08/06/2010 11:06
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-0+

Zitat :

Eins fehlt in der Darstellung, der Energiepreis Preis wenn die Systeme 365 Tgae und 24 h/d durchläuft. Habe es mal im Idle berechnet, bei 0,22€/kWh.

Attom = 27 W/h = 236 kW/a = 52 €/a
P4 =74 W/h = 648 kW/a = 143 €/a

Da würde ich dar nicht lange nachdenken, der P4 gehört auf die Schrottkiste.




Milchmaedchenrechnung. Es lohnt nicht, den Pentium 4 durch einen Atom zu ersetzen. Ein Dualcore-Atom-System kostet um die 300 - 400€. Bis du das per Stromverbrauch zusammen hast, vergehen schon bei 24/7 356Tage mehr als 4 Jahre, bis sich das gerechnet hat. Bei dem Normalbetrieb eines solchen Rechners, also etwa 1 - 8 Stunden pro Tag, wird der Atom wohl nie zur Konkurrenz werden. Im Endeffekt hat sich der Pentium 4 dann schon eher gelohnt, weil er 6 - 7 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch seinen Job erledigt.

checkmate 08/06/2010 11:08
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-0+

Ja und wenns nicht 365 Tage und 24 h/d durchläuft? Rechne doch mal mit 10h/Woche! Solang man mit einem P4 WIN XP System noch arbeiten kann, warum nicht? Je länger man sein System behält, umso billiger wirds. Logisch oder?

jean luc bizarre 08/06/2010 11:22
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-0+

netter und interessanter Test. Aber wie fffcmad schon erwähnte, wäre es sehr interessant gewesen die Pentium M Variante auch noch zu testen. Mein 5 Jahre altes Notebook (das 24/7 als Server im Einsatz ist) mit einem Pentium M läuft irgendwie gefühlt schneller als mein Netbook. Es wäre echt toll, wenn ihr den Test noch um eine CPU erweitern könntet.

WildFire 08/06/2010 11:25
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-0+

Also ich finde, man hätte auch nicht den Northwood nehemen sollen, sondern eher Cedar Mill (P4 65nm) der hätte wohl ne ganze ecke weniger Saft gezogen und wäre auch deutlich kühler und damit auch leiser gewesen! und die ATi AGP Karte hat wohl keinen unerheblichen Teil zum Verbrauch beigetragen... ich hätte da lieber zum vergleich eine Radeon 3450 draufgeschnallt, die die GMA Einheit immernoch umrundet hätte und dabei wohll weniger als die hälfte der X800 verbraucht..... am besten irgend eine VIA UniChrome onBoard Einheit....dann hätte man vergleichen können...

fffcmad 08/06/2010 11:28
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-0+

Zumal man gebrauchte, gut erhaltene Subnotebooks mit Pentium M (z.B. Thinkpad x32) fuer den selben Preis bei Egay bekommt. Man muss nur noch in RAM und HDD investieren. Die 200€, die dann im Endeffekt mehr bei rauskommen, sind dann aber in eine Qualitativ hochwertige Hardware investiert, mit der man auch sinnvoll arbeiten kann.

Sic 08/06/2010 11:54
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-0+

Wie lustig. Wenn ich zu hause bin muss ich glatt mal mein AMD Athlon 64 3000+ und meine Readeon x800 GTO wieder aus dem Schrank holen.Mal sehen wie die abschneiden:D

fffcmad 08/06/2010 12:46
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-1+

Wenn das Atom-System schon da ist ists natuerlich egal. Das Ersetzen ist jedoch ein finanzielles Desaster. Den Pentium 4 kann man nur gegen ein leistungsstaerkeres System ersetzen, damit es sich lohnt. Oder wenn der P4 den Hintern hochreisst, dann kann man ihn durch einen Dualcore-Atom ersetzen. An Sonsten lohnt es nicht mal in 10 Jahren.

klomax 08/06/2010 12:46
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--2+

fffcmad :
Milchmaedchenrechnung. Es lohnt nicht, den Pentium 4 durch einen Atom zu ersetzen. Ein Dualcore-Atom-System kostet um die 300 - 400€. Bis du das per Stromverbrauch zusammen hast, vergehen schon bei 24/7 356Tage mehr als 4 Jahre, bis sich das gerechnet hat. Bei dem Normalbetrieb eines solchen Rechners, also etwa 1 - 8 Stunden pro Tag, wird der Atom wohl nie zur Konkurrenz werden. Im Endeffekt hat sich der Pentium 4 dann schon eher gelohnt, weil er 6 - 7 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch seinen Job erledigt.



Wenn das System aber schon da ist, seit einem Jahr Strom noch und nöcher spart, und dann einer in die WG kommt mit seinem Pentium 4 Heizkraftwerk mit Uralt-Nvidia-Graka und das Ding den ganzen Tag im Idle anlässt, dann wird aus der Milchmädchenrechnung eine satte Stromrechnung, die unsere Mamis und Papis schon langen nicht mehr bezahlen.

Für Konfliktstoff ist bei uns zuhause also gesorgt, da ich den Strom vorstrecke.:D

Da jetzt aber ein (weniger) verschwenderischer Athlon 2 X3 auch noch Einzug gehalten hat bei mir, halte ich die Bällchen etwas flacher als sonst.



Stefan0875 08/06/2010 14:03
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-0+

Am interessantesten finde ich an diesem Test, dasss er einmal verdeutlicht auf welchem Niveau sich ein Atom Prozessor bewegt.
Dass er recht langsam ist war mir bewußt, mich hat aber immer interessiert mit welchem "normalen" Prozessor ich ihn vergleichen kann und da ist "P4 3,2Ghz" doch schonmal ein Anhaltspunkt.

Danke für den Test!

fffcmad 08/06/2010 14:07
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-0+

Ja, aber nur der Dual-Core Atom und dann auch nur in den Faellen, wo mehrere CPUs genutzt werden koennen. An Sonsten wirds nahezu unertraeglich langsam, wenn man Pech hat.

Mein Toshiba Magnia Server Z310 mit zwei betagten 1,4GHz PIIIs und 3Gbyte SDRAM, wird mit dem Zweikerner-Atom ebenso in den meisten Bereichen gleichziehen oder gar deutlich schneller sein (SSE2 etc wuerde dem P3 natuerlich das Genick brechen)

anonymous 08/06/2010 16:15
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-0+

Ich würde gerne mal den Handbrake Test durchlaufen lassen, aber finde keine genauen Infos zum Ausgangsvideo und den Einstellungen. Kann da jemand etwas genaueres dazu sagen?

Gandalf2210 08/06/2010 16:48
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-1+

na ja, aber eine Eindeutige Empfehlung für dual cores auszusprechen...
Wo es doch schon Athlons mit 4 Kernen für unter 100 € gibt

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