Intel Atom: Rangeley-Generation mit bis zu acht Kernen

Ursprünglich war der Intel Atom ein wenig leistungsfähiger Prozessor, der für den Einsatz in ebenso schwachbrüstigen Geräten wie Netbooks und Nettops verbaut wurde. Doch mehr und mehr entwickelt sich der Chip zu einem der Innovationsträger des Herstellers. So wurde der Atom mittlerweile zu einem SoC entwickelt, der in leistungsstarken Smartphones und Tablets verbaut wird und soll in Zukunft auch verstärkt im professionellen Umfeld zum Einsatz kommen.

Dazu erfährt die kommende Atom-Generation eine deutliche Weiterentwicklung. So werden die CPU-Kerne der kommenden Rangeley-Baureihe die eingehenden Befehle nicht mehr In-Order, d.h. in der Reihenfolge, in der sie die Kerne erreichen, abarbeiten. Künftig werden die eingehenden Instruktionen Out of Order (OoO) verarbeitet, was zu einer besseren Auslastung der einzelnen Teile des Prozessors beitragen soll.

Außerdem wird der Atom AES-NI-Befehle unterstützen, die AES-Verschlüsselungen beschleunigen, kann mit VT-x (für Virtualisationen) umgehen und verfügt natürlich über eine 64-Bit x86-Architektur. Daneben integriert der Atom - wie es sich für einen echten SoC gehört - PCI Express 2.0, einen Ethernet-Controller, USB und SATA (zwei 6 Gb/s und vier 3 Gb/s schnelle Ports). Die Schnittstellen-Ausstattung entspricht der des aktuellen, für den Massenmarkt bestimmten, Atom Centerton, allerdings fehlen die Video-Controller.

Die Rangeley-Atom-Chips könnten im Wesentlichen in drei unterschiedlichen Versionen auf den Markt kommen: In einer ersten Variante werden zwei CPU-Kerne verbaut, die über einen Speicherkanal (DDR3-1600) verfügen und ein TDP von etwa 8 W besitzen. In einigen Fällen fehlt die AES-NI-Erweiterung. Das Vierkern-Modell mit einem TDP von 15 W hält zwei DDR3-Speicherkanäle bereit, das Topmodell verfügt über acht CPU-Kerne; das TDP liegt dann bei 20 W.

Zudem steigt die Taktgeschwindigkeit deutlich: Der maximale Takt soll bei 2,4 GHz liegen - deutlich mehr als die aktuellen Atom-Prozessoren.

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11 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • derGhostrider
    Der Atom mausert sich vom Wasserstoff zum Sauerstoff. Da wird aber doch die Luft für den "Pentium" verdammt dünn, oder nicht?
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  • Brat
    denk da mal eher an amd :P
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  • klomax
    Schon die ersten Atom-CPUs fand ich sehr spannend.

    Dank OoO schrumpft der Abstand, sparsam sind sie ohnehin.
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