Aufholjagd: Zehn DDR333-Boards mit SiS645

Silicon Integrated Systems, kurz SiS, holt auf. Der 735-Chipsatz für Athlon-Systeme konnte sich trotz guter Leistungen nicht so recht durchsetzen, doch nun soll alles anders werden. Rennomierte Hersteller wie Asus, Gigabyte, MSI und Soyo setzen Hoffnungen in den aktuellen Sproß. Ist dieser Chipsatz also die Alternative für den Pentium 4?

Mit der Unterstützung von DDR-Speicher mit einer Taktfrequenz von 166 statt 133 MHz greift SiS den etablierten Chipsatz-Herstellern Intel und VIA voraus. Der dazu passende Speicherstandard nennt sich PC2700 oder DDR333 - je nachdem, ob man die maximale Bandbreite (2,7 GB/s) oder die resultierende Taktfrequenz zugrunde legt (166 MHz mit Double Data Rate ergibt marketingtechnisch 333 MHz).

Nachdem der Pentium 4 mit hohen Taktraten geradezu protzt, geht es nun darum, die verfügbare Speicherbandbreite zu erhöhen. Wie unsere Tests bei 133 MHz Front Side Bus (FSB) bereits ergaben, ermöglicht die Steigerung des FSB größere Leistungszuwächse als die Erhöhung des Prozessortakts. In den Genuss des beschleunigten Prozessorbusses von 133 MHz kommen jedoch erst die nächsten Pentium-4-CPUs mit 2,53 GHz und mehr. Im Rahmen der Overclocking-Fähigkeiten der aktuellen Motherboards ist dies teilweise schon möglich, doch eine Funktionsgarantie dafür übernimmt derzeit niemand.

Um aus den verfügbaren Pentium-4-Modellen ein Maximum an Leistung herauszukitzeln, ist entweder Rambus DRAM (RDRAM) in Verbindung mit dem 850-Chipsatz von Intel notwendig, oder ein Motherboard mit SiS645 und DDR333-Speicher. Wie unser Chipsatz-Vergleich vom Dezember 2001 zeigt, ist der SiS-Chipsatz im Funktionsumfang mit dem i850 gleichzusetzen. Dieser Artikel nimmt die Performance und die Praxistauglichkeit der aktuellen Motherboards unter die Lupe.

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