TSMC hat bei 7 nm die Nase vorn, Samsung verliert Kunden

Unter den zwei großen Auftragsfertigern mobiler Prozessoren ist ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen ausgebrochen. Dabei geht es nicht nur um die schnelle Einführung eines neuen Fertigungsprozess - möglichst vor dem großen Konkurrenten -, sondern auch darum, wer möglichst lukrative Kunden an Land ziehen kann. Und hier scheint TSMC aktuell die Nase vorn zu haben. Insgesamt sollen bereits 40 Kunden für die Fertigung von Chips mit einer Strukturbreite gewonnen worden sein, darunter sollen sich auch eine Reihe renommierte Großkunden befinden: So wird Apple im kommenden Jahr sein A12-SoC von dem Samsung-Konkurrenten fertigen lassen und auch Qualcomm lässt den Nachfolger des Snapdragon 845 nicht mehr von den Koreaner produzieren.

Gleichermaßen will TSMC technologisch federführend bleiben. Mit der zweiten Generation des 7-nm-Fertigungsprozess wird das EUV-Verfahren in die Serienproduktion eingeführt, bei dem extreme ultra-violette Strahlung eingesetzt wird. Außerdem wird eine neue Fertigungsstätte errichtet in der ab 2019 die ersten Chips mit einer Strukturbreite von fünf Nanometern vom Band laufen sollen, ab 2020 soll die Strukturbreite auf drei Nanometer reduziert werden.

Samsung hat dagegen die Installation der Produktionsanlagen für die Serienfertigung von 7-nm-Chips noch nicht abgeschlossen, gleichzeitig versucht die geschäftlich eigenständige Samsung-Sparte neue Kunden in China und den USA nach neuen Kunden zu aquirieren - und hofft allem Anschein nach auf bessere Zeiten: 2018 soll auch bei dem koreanischen Auftragsfertiger die serienmäßige Produktion von 7-nm-Prozessoren anlaufen, 2019 sollen dann bereits Shrinks auf sechs bzw. fünf Nanometer folgen. Und wenn TSMC 2020 mit 5-nm-Chips beginnt, will Samsung seinen Kunden ein 4-nm-Herstellungsverfahren anbieten können.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • perusecreto2
    Woher wollt ihr das denn wissen?
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  • bigreval
    Wenn Samsung hinterherhinkt, werden die den DRAM Markt überschwemmen und dann damit den Verlust wieder reinholen...
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