Battlefield 1 im Test: Grafisch überzeugender WK-1-Shooter

Die Serien Battlefield und Call of Duty beherrschen den Shooter-Markt. Das allein ist Grund genug, einen genaueren Blick auf Battlefield 1 zu werfen - aber sicherlich nicht der einzige.

Von 1942 bis zum ersten Weltkrieg

Das Battlefield-Franchise umfasst inzwischen 12 Spiele und jeder neue Teil entfacht einen neuen Glaubenskrieg zwischen Jüngern von Battlefield und Call of Duty.

Während CoD eher arcademäßig daherkommt, legt Battlefield den Fokus stärker auf Realitätsnähe - das äußert sich sowohl durch die Spielmechanismen als auch das Setting: CoD schreitet immer weiter in die Zukunft. Battlefield 1 hingegen geht einen großen Schritt zurück und versetzt den Spieler in den Ersten Weltkrieg und damit auch in die deutsche Geschichte.

Noch werden Wetten angenommen, in welcher Periode der nächste Teil spielen wird.

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Die jüngere Geschichte des Franchises war problembehaftet: Battlefield 3 wurde in einem nahezu unspielbaren Zustand veröffentlicht und Entwickler Dice gelobte Besserung. Battlefield 4 war deutlich ausgereifter, krankte allerdings lange Zeit am verschlimmbesserten Netcode, der häufig zu sonderbaren Geschehnissen in Mehrspielerpartien führte.

Schleichen wie SnakeSchleichen wie Snake

Als Ende August die offene Beta zu Battlefield 1 erschien, war kaum vorstellbar, dass innerhalb von knapp anderthalb Monaten daraus ein vollständiges Spiel entstehen könne. Zu karg waren die Inhalte und zu problembehaftet das gesamte Spiel. Dennoch halten sich die Probleme in Grenzen und die größten Probleme der Beta gehören der Vergangenheit an.

Solo-Kampagne

Ein wichtiger, wenn auch nicht zentraler Bestandteil von Battlefield ist die Einzelspielerkampagne. Wie schon in BF4 gibt es leider keine Mehrspielerkampagne mehr, in der die Spieler kooperativ zu Werke gehen können. In Battlefield 1 gibt es eigentlich mehrere Kampagnen, die den Spieler unterschiedliche Protagonisten verschiedenster Nationen spielen lassen. Das erschwert naturgemäß die Identifikation mit den Figuren.

Diese sogenannten "Kriegsgeschichten" dauern in der Summe ungefähr so lange wie die komplette Kampagne von BF4 und sind dennoch gänzlich anders. Während in Battlefield 4 die Geschichte nur so vor amerikanischem Patriotismus und Klischees troff, gingen die schwedischen Entwickler dieses Mal mit deutlich mehr Fingerspitzengefühl an die Sache. Die fünf Kriegsgeschichten sind eigentlich eher Anti-Kriegsgeschichten - doch dazu später mehr.

Übersicht über die KriegsgeschichtenÜbersicht über die Kriegsgeschichten

Inhaltlich sind die Geschichten/Kampagnen sehr abwechslungsreich. Egal ob man in der Kampagne "Durch Morast und Matsch" als britischer Panzerfahrer kämpft, als hochstapelndes Fliegerass durch die Lüfte fliegt, als italienischer Arditi in den Alpen mit einer Art Ritterrüstung Gegner durchsiebt, im türkischen Gallipolli als australischer Meldeläufer herumschleicht oder in der letzten Kampagne Lawrence von Arabien zur Hand geht - stets sind die Geschichten bewegend und detailliert dargestellt.

Sehr verwunderlich hierbei ist, dass just das Deutsche Reich als zentral beteiligte Nation nicht in den Kampagnen spielbar ist. Die Franzosen sucht man sogar im gesamten Spiel vergeblich; sie sollen wohl in einem Add-On nachgereicht werden.

Insbesondere die Grafik und die Präsentation von Battlefield 1 wissen zu überzeugen. Einzig die Identifikation mit den fünf verschiedenen Protagonisten fällt aufgrund der Kürze der Episoden schwer.

Jede Kriegsgeschichte lässt sich in drei Schwierigkeitsstufen spielen. Innerhalb der Kampagnen kann der Spieler Kodexeinträge erfüllen und Feldhandbücher sammeln. Somit ist also ein gewisser Wiederspielwert gegeben.

Mehrspielerschlachten und Operationen

Nachdem Battlefield 3 und Battlefield 4 gereift waren, boten sie schon viel Mehrspielergemetzel pro Euro. In Battlefield 1 sind derzeit neun Karten spielbar. Auf jeder der Karten lassen sich fünf verschiedene Spielmodi spielen: Eroberung, Rush, Team-Deatchmatch und Vorherrschaft sind alte Bekannte.

Neu hingegen ist der Spielmodus Kriegstauben. In diesem muss man Brieftauben finden, eine Nachricht schreiben und dann hoffen, dass Taube und Nachricht ans Ziel kommen. Gegnerische Tauben hingegen sollte man tunlichst ins digitale Nirwana befördern. Am leichtesten geht dies natürlich mit einer Schrotflinte. Übrigens kamen beim Schreiben dieses Tests keine echten Tauben zu Schaden.

Täubchen flieg!Täubchen flieg!

Die eigentliche Neuerung im Mehrspielerbereich sind allerdings die Operationen - eine Abfolge von zwei oder drei unterschiedlichen Schlachten mit gleichen Teams.

Im Basisspiel gibt es insgesamt vier dieser Operationen. Um diese zu spielen, muss man sich sich als Gruppe einer solchen Operation anschließen. Scheitert der Angreifer, kann er es erneut versuchen und erhält als Hilfe einen Behemoth zur Seite gestellt. das kann entweder ein Schlachtschiff, ein Panzerzug oder ein Zeppelin sein. Dieser soll der bisher unterlegenen Seite auf die Sprünge helfen und gleichzeitig für etwas Abwechslung sorgen.

Ein großes Manko ist allerdings, dass es für Operationen keinen Server-Browser gibt. Stattdessen wird man als Gruppe einem zufälligen Spiel zugelost.

Leider kann man nicht mehr wie bisher bei Drittanbietern Server mieten - das geht nur noch direkt über EA. So sichert sich Electronic Arts zusätzliche Einnahmen und verhindert Verbesserungen durch Dritte an der Server-Software. Aber selbst wer willig ist, EA das Geld in den Rachen zu werfen, muss sich bis Anfang November gedulden. Hinzu kommt, dass momentan keine Hardcore-Server verfügbar sind. Dies soll sich aber bald ändern.

Operationen sind vermutlich das Highlight von Battlefield 1 und bringen frischen Wind in ein Spiel, das sich ansonsten bezüglich der Spielmechanik kaum von den Vorgängern abhebt. Gleichzeitig sind die Mehrspielerkämpfe wie schon zuvor Fokus des Spiels. Auch wenn die Solo-Kampagnen Spaß machen und sehr schön erzählt sind, wird der Mehrspielerpart der größte Motivator zum Kauf des Spiels sein.

Von Nationen, Fahrzeugen und dem ganzen Rest

Der Schritt von der Neuzeit zum - mehr oder weniger - Anfang des vorigen Jahrhunderts ist in zweierlei Hinsicht ein mutiger Schritt: Einerseits gab es viele kritische Stimmen, die den Ersten Weltkrieg als makabres Szenario für einen Shooter betrachten, und andererseits merkt der Spieler schnell, dass die Technik Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts noch nicht so weit fortgeschritten war, wie manch einer sich das vorgestellt: Die frühen (schweren) Panzer sind schneckenlangsam und automatische Waffen eher die Ausnahme denn die Regel.

Der Spieler muss sich also mit den Gegebenheiten abfinden und das Beste aus dem seinerzeit verfügbaren Material machen. Hilfreich ist hierbei, dass Dice es mit der zeitlichen Einordnung der Waffen nicht immer allzu genau genommen hat. Für Fans akkurater historischer Fakten mag das sehr ärgerlich sein, aber wer flotte Action sucht, den freuen solche Aspekte womöglich.

Aufgrund des gewählten Settings treten einige Fortbewegungsmittel und Waffen in den Vordergrund, die in moderneren Szenarien nicht an der Tagesordnung waren. So kann man an einigen Gewehren ein Bajonett befestigen, schnell auf Gegner zurennen und selbigen Löcher in den Pelz bohren.

Wer noch schneller unterwegs sein will, der steigt aufs Pferd. Auf diesem wiederum verfügt man über einen Säbel, mit dem man Gegner kurzerhand im Vorbeireiten zum nächsten Respawn zwingt. Ebenso schnell sind Motorräder mit Beiwagen - aber die lassen sich ungefähr so gut steuern wie ein Tropfen auf einer heißen Herdplatte.

Wer es gerne größer mag, hat die Wahl zwischen mehreren Panzern. Dies beginnt mit einem kleinen und leichten Panzer mit begrenzter Feuerkraft und geht bis zu fahrenden Festungen, die auch nicht sonderlich schneller sind als eine echte Festung. Die Panzer dominieren häufig das Schlachtfeld und sind nur schwer zu knacken.

Wird Zeit für eine PanzerwäscheWird Zeit für eine Panzerwäsche

Wer hoch hinaus will, der wird sich womöglich in einen Jäger oder Bomber setzen und den Panzern oder Infanteristen von oben zusetzen. Wer es am Himmel eher gemütlich angehen will, kann mit dem Zeppelin träge am Himmel entlang schweben und entweder mit Bomben in das Geschehen eingreifen oder seine Mitfahrer mittels Maschinengewehren das Schlachtgeschehen beeinflussen lassen.

Je nach Karte gibt es auch noch Schlachtschiffe, Boote und Züge, die entweder als Kampfgefährt oder Fortbewegungsmittel verwendbar sind.

Auch die Auszeichnungen wurden verändertAuch die Auszeichnungen wurden verändert

Auch bei den Soldatenklassen gibt es Änderungen und Neuerungen. Die Klasse des Mechanikers wurde völlig entfernt. Dafür wurden die Fähigkeiten der anderen Klassen wild durcheinandergewürfelt. Und wem die bestehenden Klassen nicht reichen, der kann eines der Waffensets sammeln und temporär quasi eine der Spezialklassen mit besonderer Ausrüstung übernehmen - nur so kann man zum Beispiel mit einem Flammenwerfer herumlaufen.

Um die Dominanz der Scharfschützen zu verringern, haben Scharfschützengewehre in Battlefield 1 eine Optimaldistanz. Unterschreitet (oder überschreitet) die Entfernung zum Gegner diese Distanz signifikant, verringert sich der verursachte Schaden. Das ergibt zwar (nach unten hin) in der realen Welt keinen Sinn (hier müsste man eher mit erschwertem Zielen arbeiten), hilft aber natürlich beim Balancing der Waffen.

Die Karte zoomt bis in EgoperspektiveDie Karte zoomt bis in Egoperspektive

Sehr schön gelungen ist die neue Darstellung der Gefechtskarte bzw. der Zoom in die Karte hinein. Dieser geschieht auf eine Weise, die die Orientierung nach dem Spawnen deutlich vereinfacht.

Ein paar Worte zur Moral

Schon beim kürzlich getesteten Mafia III sah ich ungewohnterweise die Notwendigkeit, mich zum Thema Moral zu äußern - und auch bei Battlefield 1 verspüre ich diesen Drang - ich hoffe, das wird nicht zu einer schlechten Angewohnheit. Allerdings geschieht dies dieses Mal eher aus positiver Überraschung.

Wenn sie den Beghriff "Battlefield" hören, setzt bei vielen Kritikern direkt der Instinkt ein, das böse K-Wort zu verwenden. Ob das Spielen von Battlefield einen Spieler zum "Killer" macht, kann ich nicht abschließend beurteilen, halte es aber für unwahrscheinlich. Aber meiner Ansicht nach wird Battlefield 1 kaum jemanden zum Liebhaber von Kriegen machen - dafür sprechen insbesondere die Kriegsgeschichten (Solokampagnen) eine zu klare Sprache.

Zu deutlich zeigen die äußerst realistischen Bilder den Irrsinn und die Schrecken des Krieges. Zu nah kommt man den persönlichen Schicksalen und den Menschen hinter diesen Schicksalen.

Das (gut getarnte) Tutorial steuert seinen Teil dazu bei. Es begrüßt einen quasi mit den Worten:

Du wirst vermutlich nicht überleben.

...und das meint das Spiel im Tutorial völlig ernst. Denn in allen Teilen des Tutorials stirbt der Spieler - früher oder einfach nur früh. Ein "später" gibt es nicht.

Zuvor heißt es:

Mehr als 60 Millionen Soldaten kämpften in diesem "Krieg, um alle Kriege zu beenden".

Er beendete rein gar nichts.

Die USK scheint diese Töne gewürdigt zu haben und hat eine - für einen Shooter äußerst gnädige - Einstufung ab 16 Jahren gewährt.

Abseits des Tutorials hingegen gibt es das ganz normale Schlachten und Morden, wie es in diesem Genre üblich ist. Eine besonders bittere Note erhält es in meinen Augen aber durch den Einsatz von Giftgas. Zwar mag es grausam sein, egal ob man von einer Granate zerrissen oder einem MG durchsiebt wird, aber nicht umsonst wurde das Genfer Protokoll nach den Gräueln des ersten Weltkriegs und deren Giftgasangriffen unterzeichnet.

Grün, giftig und unmoralischGrün, giftig und unmoralisch

Zwar mag der Einsatz dieser Waffen im Spiel historisch akkurat sein, aber dennoch möchte ich persönlich diese Waffen nicht verwenden. Ebenso wenig habe ich mir bei Civilization V das Achievement für den Einsatz von Nuklearwaffen geholt. Vielleicht sollte es vielmehr ein Achievement geben, keine solche Waffe je eingesetzt zu haben.

Grafik-Performance

Trotz der Grafikopulenz sind die Systemanforderungen bezüglich der Grafikkarte mit einer GTX 660 bzw. Radeon HD 7850 noch recht sparsam.

Weniger sparsam geht das Spiel bei maximalen Einstellungen mit den vorhandenen Ressourcen um: Die im Testsystem verbaute GeForce GTX 980 Ti schafft im Multiplayer zwischen 100 und 140 Bildern pro Sekunde bei knapp über Full-HD-Auflösung (1920 x 1200 Pixel). Das bedeutet für Besitzer von Gaming-Monitoren mit 144 Hertz oder von 4K-Displays, dass sie die Geschwindigkeit ihres Monitors bei voller Bildqualität nur mit einer GTX 1080 schaffen - wenn eine Single-GPU bezüglich 4K denn überhaupt ausreicht.

Beim Prozessor hingegen sind die Systemanforderungen mit einem i5-6600K recht hoch angesiedelt. Zum einen dürften Klassiker wie ein 2500K der Sandy-Bridge-Generation ebenso gut damit zurechtkommen und zum anderen ist der Prozessor nicht so stark ausgelastet, dass nicht auch etliche andere Vierkerner eine gute Figur machen dürften. Stellt sich also die Frage, warum die Minimalanforderungen hier so hoch angesetzt wurden.

Leichter PanzerLeichter Panzer

Battlefield 1 unterstützt auch DirectX 12. Dies dürfte aber erfahrungsgemäß eher Grafikkarten von AMD zugute kommen.

Fazit

Mit Battlefield 1 ist die Serie technisch gereift. Theoretisch hätte man dies auch schon über Battlefield 4 sagen können, wenn nicht beinahe ein Jahr lang massive Probleme mit dem Netcode die Mehrspielererfahrung gestört hätten, bis diese endlich beseitigt waren (die Probleme - nicht die Mehrspielererfahrung).

Natürlich wird ein Spiel dieser Komplexität nie völlig fehlerfrei sein und es gibt hier und da Berichte über Abstürze bzw. Lag-Probleme. Ersteres trat während meiner Partien nie auf, zweiteres genau einmal. Ärgerlich ist allerdings die (zumindest hier) nicht funktionierende Unterstützung von Joysticks. Speziell beim Fliegen wäre dies ein echter Mehrwert.

Auch das Gameplay ist erprobt und die Änderungen durch Dice sind letztlich marginal. Wer wirkliche Innovation sucht, sollte lieber ein Indie-Spiel kaufen. Bei einer solchen Multimillionen-Dollar-Produktion hingegen sind Experimente sehr unwahrscheinlich.

Hier sah es schon vor dem Kampf so ausHier sah es schon vor dem Kampf so aus

Vorhandene Änderungen sind meist zwiespältig: So kann der Panzerfahrer inzwischen innerhalb des Fahrzeugs seinen Panzer reparieren. Gut für den Fahrer, schlecht für das Teamplay. Denn jetzt kann auch der größte Egomane mit seinem Panzer ohne störende Mitmenschen vor sich hin brettern. Aber wie das so ist: Dem einen gefällt es und die anderen können hoffentlich damit leben.

Bei der Grafik hingegen zahlen sich die vielen Millionen Dollar Entwicklungsbudget aus. Insbesondere die Grafik der Kampagnen sieht unglaublich realistisch aus - beinahe schmerzhaft realistisch. Wer sich von einem solchen Realitätsgrad nicht in das Geschehen ziehen lässt, der sollte vielleicht lieber Sudokus lösen.

Eine harte NussEine harte Nuss

Wer hingegen zart besaitet ist (oder unter 16 Jahren), der sollte schon aus Selbstschutz einen Bogen um Spiele dieser Art machen. Schließlich gilt hier: "Du wirst vermutlich nicht überleben."


Mindestvoraussetzung
Empfohlen
Testsystem
Betriebssystem:Windows 7 / 8.1 / 10 (64 Bit)
Windows 7 / 8.1 / 10 (64 Bit)Windows 10
Prozessor:
Intel Core i5-6600K / AMD FX6350
Intel Core i7 4790 / AMD FX 8350
Intel Core i7-6700K, 4x 4,0 GHz
Speicher:
8 GByte
16 GByte
16 GByte DDR4-2666 MHz
Festplattenplatz:
50 GByte50 GByteSamsung SSD 850 Evo, 250 GByte
Grafikkarte:
Geforce GTX 660 / Radeon HD 7850
Geforce GTX 1060 / Radeon RX 480
Gainward GeForce GTX 980 Ti Phoenix Golden Sample, 6 GByte
Weitere Informationen zum Testsystem findet ihr in Kais Testbericht über die verwendete KCSGaming BattleBox Earthquake, die uns freundlicherweise für unsere Spieletests zur Verfügung gestellt wird.
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5 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Behrli
    Das Spiel ist echt gut, das Setting perfekt umgesetzt. Trotzdem, irgendwie gefällt mir WK1 nicht, war meiner Meinung nach auch der grausamste Krieg den wir bis jetzt gesehen haben. Ich würde mir ein Battlefield zur Zeit des Vietnamkriegs wünschen, wie CoD Blackops I oder ganz klassich im hier und jetzt
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  • Mr. J
    Und Vietnam war mit Napalm und Agent Orange weniger grausam?
    Heutzutage haben wir solche Häßlichkeiten wie Clusterbomben und Minen, grausam ist Krieg immer, völlig unabhängig von der Zeit.

    MfG
    Mr. J
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  • Jolly91
    Krieg ist nun mal Krieg. Da sind wir keine Freund mehr.
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  • Bassgubbel
    @Behrli und zu Zeiten des 30jährigen Krieges ? So einen Schwedentrunk (Menschliche und Tierische Exkremente gemischt) eingetrichtert zu bekommen, ist nicht grausam, um nicht zu sagen abartig? Von den Foltermethoden ganz abgesehen......Oder um in die nahe Zeit zu gehen EX-Jugoslavien? Dort wurde Völkermord mit den abartigsten Methoden begangen, Kinder vor den Augen ihrer Väter geschändet.

    Das ist nur ein klitzekleiner Auszug aus "Unserer" Deutschen und Europäischen nahen Zeitgeschichte. Wenn man nur über solche Dinge sinnieren Würde könnte man verzweifeln ;-)
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  • fffcmad
    Das Spiel scheint ja nicht schlecht zu sein, aber die Abzockfalle tut sich bereits auf:

    http://www.playstationlifestyle.net/2016/10/19/battlefield-1-server-player-count-reportedly-nearing-100k-on-ps4-rental-prices-revealed/

    Nicht nur, das man nur Gameserver bei "EA" bekommt, nein. PC-Nutzer werden mit 30% hoeheren Preisen als Konsolenspieler abgezockt. Diese Wegelagerei und kuenstlichen Paywalls gehoeren boykottiert. leider werden sich wieder viele Dumme finden, die das mit Kusshand bezahlen. Genauso wie die Konsoleros, die fuer ihren "VIP-Service" bezahlen. Service, der keiner ist. Nur damit man eine gegebene Funktion nutzen kann: Das Internet. Wer solch miese Business-Praktiken unterstuetzt muss echt nicht bei Trost sein.
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