be quiet! Dark Base Pro 900: Midi-Gigant mit massig Extras

Jetzt aber: Nach den beiden kleineren und günstigeren Gehäusen Silent Base 800 und Silent Base 600 schöpft be quiet! aus den Vollen und präsentiert ein vielseitiges High-End-Gehäuse mit einer beeindruckend langen Ausstattungsliste.

Nachdem be quiet! Ende 2014 mit dem Silent Base 800 einen ziemlich überzeugenden und vor allem leisen Einstand auf dem Gehäusemarkt feiern konnte und zunächst einmal die 100-Euro-Mittelklasse bediente, folgt nun mit dem schallgedämmten Dark Base (Pro) 900 ein Gehäuse für betuchte High-End-Anwender, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat: Gerade die Pro-Version bietet eine gepfefferte Ausstattungsliste - und beide Ausstattungsvarianten verfügt über den modularsten Innenaufbau, den wir bislang antreffen konnten.

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Versetzen des Mainboard-Trays an die rechte oder linke Gehäuseseite, um entweder von rechts oder links in das Gehäuse schauen zu können? Kein Problem. Einzeln entnehmbare Festplattenschlitten ohne den Airflow störende Laufwerkskäfige? Kein Problem. Außerdem wurde so ziemlich alle Einzelbauteile entkoppelt montiert – einschließlich der drei neuen, 14 cm großen Silent-Wings-3 Lüfter.

Das be quiet! Dark Base Pro 900 ist ab sofort zu einer UVP von 199 Euro, das Dark Base Pro 900 für 249 Euro erhältlich. Beide Modelle bieten eine umfangreiche Ausstattung, bei der Pro-Version kommt RGB-Beleuchtung (5 darstellbare Farben, auf Knopfdruck wechselbar) im Innenraum, eine Lüftersteuerung mit mehr Anschlüssen, eine kabelloses, induktive Qi-Ladestation für entsprechende Mobilgeräte und ein Seitenteil aus gehärtetem und leicht getöntem Glas hinzu.

Dark Rock 900Dark Rock 900Dark Rock Pro 900Dark Rock Pro 900

Beide Modelle bieten ungewöhnlich viel Platz zur Unterbringung von Wasserkühlungskomponenten - und im Gegensatz zum deutlich günstigeren Silent Base 800 kommt nun Aluminum großflächigen zum Einsatz. Wie üblich erscheinen die Gehäuse in Schwarz-Orange, Schwarz-Silber und komplett in Schwarz.

Ausstattungsliste
Modularer Mainboard-Tray mit sechs Montagepositionenbeide Modelle
Einzelne HDD-Einschübe ohne Käfigbeide Modelle
Lüftersteuerungbeide Modelle (Dark Base 900 Pro: je ein zusätzlicher 3-Pin und 4-Pin-Anschluss und die Möglichkeit, alle Lüfter parallel über einen 4-Pin-Mainboardanschluss zu regeln)
Qi-LadestationDark Base Pro 900
Sichtfenster aus getöntem, gehärtetem GlasDark Base Pro 900
RGB-InnenraumbeleuchtungDark Base Pro 900

Verpackung und Lieferumfang

Be quiet! liefert das Dark Base Pro 900 in einer aufwändig gestalteten Umverpackung aus, die alle grundlegenden Features prominent darstellt. An Selbstbewusstsein fehlt es dem Hersteller dabei nicht. Ob Versprechen wie das "technische Meisterwerk" und "Glanzstück deutscher Produktkonzeption" gehalten werden können, muss sich im Test zeigen. 

Im Inneren wird das von Styroporelementen gehaltene Dark Base Pro von einer Gewebehülle geschützt, die sich exzellent zur Wiederverwendung eignet – beispielsweise, wenn das Gehäuse während des Urlaubs vor Staub geschützt werden soll.

Komplett in Schwarz gehalten wurde das Montagezubehör, allerdings ist die Anzahl an Schrauben zur Montage von 2,5-Zoll-Laufwerken mit acht Stück dann doch etwas knapp bemessen. Auch ein Piezo-Lautsprecher liegt nicht bei. Zusätzlich gibt es allerdings sechs stabile und wiederverwendbare Kabelbinder aus Klettband, eine Halterung für den Ausgleichsbehälter einer Wasserkühlung, eine zusätzliche Lüfterhalterung und eine orange-farbene Gummiabdeckung für einen Festplattenschacht.

Da es sich bei unserem Testmodell um die Pro-Version handelt, gibt es zusätzlich zwei 36 Zentimeter lange RGB-LED-Leisten, die im Inneren des Gehäuses verklebt werden können

Aufbau und Außenansicht

Der Hersteller selbst beschreibt das neue Gehäuse als Super-Midi-Tower und meint damit einen Midi-Tower mit Big-Tower-Features. Mit seinen Abmessungen von 58,55 x 24,27 x 57,26 cm fällt er dann auch sehr groß aus. Das Leergewicht von rund 15 kg ist im Midi-Tower-Bereich alles andere als alltäglich, lässt aber auch auf eine hohe Stabilität hoffen.

Diese ist auch gegeben: Für den Grundaufbau setzt be quiet! auf 0,8 bis ein Millimeter dicken SECC-Stahl. Hinzu gesellt sich 0,8 Millimeter dickes Aluminium in gebürsteter Optik für die Front-, Deckel- und sogar Bodenblende, ein wenig Kunststoff und zumindest bei der Pro-Ausstattungsvariante eine vier Millimeter dicke Seitenscheibe aus gehärtetem und getöntem Glas, die deutlich staubunempfindlicher und kratzresistenter ausfällt als die ansonsten zumeist verwendeten Kunststoffalternativen.

Trotz seiner Breite wirkt das Dark Base Pro 900 aber nicht bullig - dafür sorgen die seitlichen Schrägen an beiden Seiten der Front. Zusätzlich gibt es von der Front bis über die Seitenteile einen farbigen Zierstreifen – bei unserem Testexemplar ist dieser orange-farben, aber auch silberne oder schwarze Varianten wird es zum Marktstart geben.

Während das rechte Seitenteil klassisch mit Rändelschrauben von hinten arretiert wird, die nach dem Lösen am Seitenteil verbleiben (sehr praktisch!), wird das massive linke Seitenteil aus Glas etwas anders befestigt. Hier kommen Rändelmuttern zum Einsatz, die auf Gewindestiften stecken, auf die auch das gläserne Seitenteil aufgelegt wird. Das empfiehlt sich angesichts des nicht ganz unerheblichen Gewichts des gläsernen Seitenteils idealerweise bei liegendem Gehäuse. Sehr schön: Beide Seitenteile wurden entkoppelt.

Frontale Bedienelemente sind zuhauf vorhanden. Das Dark Base Pro 900 bietet jeweils zwei USB-3.0- und USB-2.0-Ports (beschriftet und beide in Schwarz), Power- und Reset-Taster und HD-Audio-Anschlüsse.

Für den Zugriff auf weitere Bedienelemente muss die stabile Fronttür geöffnet werden. Hier befindet sich ein Schieberegler, mit dem sich die im Gehäuse verbauten Lüfter stufenlos regeln lassen. Der Taster daneben dient dem Zu- und Abschalten der internen Gehäusebeleuchtung.

Ungewöhnlich, aber sehr sinnvoll für alle, die ein entsprechend ausgestattetes Smartphone ihr Eigen nennen: Im vorderen Bereich der Oberseite gibt es eine kabellose Qi-Lademöglichkeit.

An der Unterseite sorgen breitflächig gummierte Standfüße für einen rutschfesten Halt des Gehäuses.

Technische Spezifikationen

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9 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Zergoras
    Staut sich die Luft im Deckel?
  • Myrkvidr
    Nicht wirklich - es gibt am Ende der Top-Blende und über die ganzen seitlichen Bereiche von Top- und Frontblende (rechts und links) Öffnungen, über die die warme Luft entweichen kann. Ansonsten kannst du den Abtransport der warmen Luft durch einen Zusatzlüfter beschleunigen.
    Wenn man das Mainboard wie bei uns im Test um 180 Grad dreht, kann ein Top-Lüfter mehr Sinn machen als im Auslieferungszustand, weil dann auch der Hecklüfter unten sitzt.
  • Zergoras
    Ich würde dann einen Lüfter einsetzen. In meinem HAF X merke ich, dass viel Abwärme durch den 200er Lüfter abgeführt wird. Wenn sich die Luft da staut, wäre das ein absolutes KO Kriterium für das Gehäuse.
  • Rolly
    Auch hier der selbe Hinweis wie bei den Tests bei den Mitbewerbern (Computerbase, HW Luxx): Warum merkt in dieser Preisklasse niemand an dass ein GehäuseLS fehlt? Das ist ein 5€ Teil, was bei der Fehlersuche einfach unverzichtbar ist. Das kann z.B. LianLi besser (dafür sind deren Gehäuse nicht wirklich leise). Der inzwischen dritte Test macht mich aber durchaus schwach. Und ich habe doch gerade in meinem Nanoxia DS1 die Gehäuselüfter ausgetauscht (einmal dürft ihr raten durch welche :-)).
  • alterSack66
    Ist das USB 3.0 Kabel flach oder täuscht das? Kann mal wer die Dinger dünn und flexibel entwickeln?
  • Myrkvidr
    Anonymous sagte:
    Auch hier der selbe Hinweis wie bei den Tests bei den Mitbewerbern (Computerbase, HW Luxx): Warum merkt in dieser Preisklasse niemand an dass ein GehäuseLS fehlt?


    Man nennt das Betriebsblindheit ;) Ich schreib es nochmal eben in den Test mit rein. Bei dem Gehäuse gab es so unfassbar viel zu entdecken, auszuprobieren und umzubauen, dass die Zeit bis zum Test-Release sehr eng geworden ist. Da versteht sich eine eingeschobene Nachtschicht mal wieder von selbst xD

    Anonymous sagte:
    Ist das USB 3.0 Kabel flach oder täuscht das? Kann mal wer die Dinger dünn und flexibel entwickeln?


    Da kann ich leider Entwarnung geben, es ist ein ganz normales, rundes Kabel. Andere hab ich auch bei noch keinem Hersteller gesehen. Ich hab mir mit den Dingern privat auch schon Pins in den Buchsen auf dem Mainboard abgebrochen. Das ist genau so eine Verschlimmbesserung wie SATA-Stromstecker. Das ist nichts für gestresste Leute, bricht alles viel zu leicht ;)
  • Scarecrow1976
    Ich habe ein Silent Base 800. Hätte ich gewusst das es noch eine Nummer größer geht hätte ich gewartet :)
  • Tesetilaro
    Ich hatte letztens bei meinem B85 die Umrandung des USB 3.0 Steckers auf dem board mit in der hand als ich das kabel wegen umzug in fractal R5 abgezogen hatte...
    zum glück konnte ich das vorsichtig wieder aufsetzen, ohne das Pins abgehauen wären...
  • Myrkvidr
    Anonymous sagte:
    Ich habe ein Silent Base 800. Hätte ich gewusst das es noch eine Nummer größer geht hätte ich gewartet :)


    Man kann Gehäuse auch tauschen ;) Ich bleib aber auch immer lange an einem einmal genutzten Case hängen.

    Anonymous sagte:
    Ich hatte letztens bei meinem B85 die Umrandung des USB 3.0 Steckers auf dem board mit in der hand als ich das kabel wegen umzug in fractal R5 abgezogen hatte...
    zum glück konnte ich das vorsichtig wieder aufsetzen, ohne das Pins abgehauen wären...


    Ahhh, das habe ich ganz vergessen, das hab ich auch schon geschafft - bei der Storage-Teststaation xD