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Tom's Timeline: Vor 5 und 10 Jahren - Full-HD-Projektoren, geringe Batterielaufzeit, schwache WLAN-Verschlüsselung und Videoschnitt

Von , Benjamin Kraft - Quelle: Tom's Hardware DE | B 1 kommentare

Auch diese Woche haben wir tief in unserem Archiv gewühlt und Denkwürdiges sowie Erinnerungswertes ausgegraben.

Vor 5 Jahren

2007 konkurrierten noch zwei verschiedene Formate um die Gunst der Kunden: HD-DVD und Blu-ray. Vorteil beider Silberlinge gegenüber herkömmlichen DVDs war und ist die um ein Vielfaches höhere Speicherkapazität. Welches Format sich als Trägermedium für hochauflösende Filme im Heimkino durchgesetzt hat, ist hinlänglich bekannt. Im Gegensatz zur Blu-ray konnten sich die für ein Heimkino standesgemäßen Projektoren mit Full-HD-Auflösung bis heute nicht zum Mainstream-Artikel entwickeln und sind sogar bei Enthusiasten eher selten anzutreffen. Dies dürfte jedoch eher auf den Preis und das für einen Projektor notwendige Raumangebot zurückzuführen sein als auf die Qualität der Technik. Denn die war bereits 2007 im gehobenen Preissegment kein echter Kritikpunkt. Ein Teil unseres Fazits damals:

Bedenkt man den Betrag, den man ausgeben muss, um sich diese kleinen Schmuckstücke zu gönnen, ist es völlig logisch, dass keines dieser Modelle vollständig enttäuschen kann. Jedoch hat jedes von ihnen kleine Vorteile, die ausschlaggebend sein können. In dieses Fazit werden auch die zwei Modelle einbezogen, die vor einigen Monaten getestet wurden. Sie waren damals die beiden ersten verfügbaren Full-HD-Projektoren.

Weitere Details sowie unsere komplette Bewertung der damals getesteten Projektoren finden Sie im Artikel: Prüfstand Projektoren: Volle HD-Auflösung 1080p.

Unterwegs zu wenig Speicher: OTG-Geräte im Vergleich

Ebenfalls sehr selten (wenn überhaupt noch?) anzutreffen, sind sogenannte OTG-Geräte. Sinn und Zweck dieser Speichergeräte ist es z.B. Fotografen unterwegs die Möglichkeit zu geben, den Inhalt der Flash-Speicherkarte der Kamera auf ein anderes Speichermedium zu übertragen - und das ohne erstmal ein Notebook auspacken zu müssen. 2007 mag das Konzept auf Grund hoher Preise bei Flash-Speichern noch relativ sinnig gewesen sein. Aber heutzutage gehen SD-Speicherkarten für wenige Euro beim Discounter über den Ladentisch - und damit ist dieser damalige Ansatz weitestgehend obsolet. Aber so richtig glücklich waren wir auch 2007 nicht mit den Geräten. Unser damaliges Fazit lautete:

Die OTG-Geräte hinterlassen einen guten Eindruck, wenngleich leistungsbewusste Anwender nicht unbedingt immer glücklich werden. Als am PC angeschlossene, externe Festplatten funktionieren die Geräte von Startech und Thecus wie erwartet problemlos. Allein die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung trübt dieses Bild ein wenig. 30 MByte/s sind per USB 2.0 möglich - nur Thecus erreicht dies knapp beim Lesen; beide Geräte begnügen sich mit maximal 23 MB/s beim Schreiben.

Der angepeilte Einsatzzweck - die direkte Datenübertragung von einem USB-fähigen Gerät auf das OTG-Gerät - kann aber noch nicht gänzlich überzeugen. Dies liegt allerdings nicht an der Funktionalität oder der Geschwindigkeit der Geräte (beides funktionierte tadellos und zu unserer Zufriedenheit), sondern an der halbherzigen Energieversorgung beider OTG-Geräte. Diese ist unserer Ansicht nach schlicht unterdimensioniert und keinesfalls hinreichend.

Vor 10 Jahren

Die Themen Sicherheit und WLAN waren bereits vor 10 Jahren aktuell. Nach der stark zunehmenden Verbreitung von WLANs wurde relativ schnell klar, dass das Verschlüsselungsprotokoll WEP recht anfällig für Angriffe und dadurch letztendlich einfach auszuhebeln war. Zwischenzeitlich ist man einige Schritte weiter und setzt mindestens auf das sicherere Protokoll WPA2. Dieses ist heutzutage bei der Mehrzahl der aktuellen WLAN-Router und Access-Points bereits ab Werk aktiviert - nicht zuletzt deshalb, weil sich auch die deutsche Justiz bereits das ein oder andere Mal mit der Sicherheit von WLANs und dem unbefugten Zugriff beschäftigt hat (Stichwort: Abmahnung bei Urheberrechtsverletzungen). Doch warum war WEP so anfällig für Angriffe? Deswegen:

Schwachpunkt Initialisierungsvektor

Die Schwäche der WEP-Verschlüsselung ist die schlechte Implementierung des IVs. Verknüpft ein Hacker beispielsweise zwei Pakete einer Sitzung, die mit den gleichen IVs, also identischen RC4-Schlüsseln bearbeitet sind, mathematisch mit einer XOR-Funktion, kann er so den Schlüssel errechnen.

Da der Initialisierungsvektor 24 Bit lang ist, wiederholt er sich in einem ausgelasteten Netz bei einer Paketlänge von 1500 Byte und einer Transferrate von 11 MBit pro Sekunde nach spätestens fünf Stunden. In dieser Zeit werden höchstens 24 GByte übertragen. Es ist also realistisch, den Datenverkehr über mehrere Stunden mit einem Notebook mitzuschneiden, um so Pakete mit gleichem IV und damit identischem RC4-Schlüssel zu erhalten.

Wer sein Gedächtnis ein wenig auffrischen und wissen will, wie WEP funktioniert, findet die diesbezüglichen Informationen im Artikel Sicherheit im WLAN: Offen wie ein Scheunentor.

Wollte man vor 10 Jahren Videoschnitt betreiben, musste man nicht nur ambitioniert sein, sondern auch "ein wenig" Kleingeld für das passende Equipment übrig haben. Neben einer einigermaßen potenten CPU sowie schnellen Festplatten musste auch eine entsprechende Videokarte vorhanden sein, die das analoge bzw. digitale Bildmaterial einer DV-Kamera  entsprechend verarbeiten konnte. Diese Lösungen waren meist alles andere als günstig und oftmals klappte das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Komponenten nicht zu einhundert Prozent. Der Grund waren meist irgendwelche Treiberprobleme. Dennoch war dies die einzige Möglichkeit, einigermaßen flott alte VHS-Filme zu digitalisieren oder Urlaubsvideos per Videoschnitt publikumstauglich zu machen. Ein Vertreter dieser Hardwarekategorie war die Canopus DV Storm SE. Unser damaliges Fazit zur Karte:

Die DVStrom SE kostet mit der hauseigenen Schnittsoftware Stormedit circa €1.450, mit dem komfortablen Adobe Premiere 6.0 €1.650. Die Karte verfügt über digitale und analoge AV-Anschlüsse. Zum Vergleich: Die DVRaptor-RT (lediglich digitaler Eingang) ist für €879 erhältlich.

Im Test fiel die hohe Stabilität der DVStorm SE positiv auf. Jedoch benötigte Canopus einige Zeit, bis Treiber und Plugins stabil liefen. Auch die Mitbewerber Matrox, Dazzle und Pinnacle haben in Sachen Zuverlässigkeit keine reine Weste. Bei Videoschnittlösungen dauert der Reifeprozess länger als bei klassischen PC-Komponenten.

Die mitgelieferte Schnittsoftware Stormedit reicht für die meisten alltäglichen Aufgaben. Für Anwender, die Wert auf das Detail legen, ist dennoch das Adobe Premiere Upgrade eine sinnvolle Investition.

Den kompletten Testbericht zur Karte finden Sie hier: Und Action! Videoschnitt mit der Canopus DVStorm SE

1 Kommentar anzeigen.
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  • 123mdk123kd@guest , 11. Juni 2012 15:47
    >Bedenkt man den Betrag,... ist es völlig logisch, dass keines dieser Modelle vollständig enttäuschen
    >kann.

    alles was teuer ist, ist auch gut..

    THG lesen kostet nix...

    logisch ;-)