Blackberry will BB10 als Lizenz anbieten

Rund um Blackberry ranken sich die Gerüchte. Der Smartphone-Pionier, der den Anschluss an die Entwicklung verpasst hatte, hat bei der Vorstellung seiner neusten Geschäftszahlen verkündet, keine eigenen Smartphones mehr entwickeln zu wollen. Schon die letzte Vorstellung des Herstellers, das DTEK 50 war bereits keine eigene Entwicklung mehr, sondern ist baugleich mit dem Alcatel Idol 4S. Von Smartphones mit dem eigenen Betriebssystem BB10 ist längst nicht mehr die Rede.

Allerdings wird der Hersteller nicht müde zu betonen, dass die Entwicklung nicht eingestellt wurde. Im Gegenteil. Ein Update auf die Version 10.3.3 soll in Kürze zur Verfügung stehen.

Auch über die weitere Zukunft ihres Betriebssystems haben sich die Kanadier Gedanken gemacht: Allem Anschein nach besteht Interesse von anderen Herstellern, BB 10 für eigene Geräte bzw. Anwendungen zu lizensieren, wie Alex Thurber, der sich an hoher Stelle für das Marketing der Mobilsparte mitverantwortlich zeigt, in einem Interview mit The Register erklärt. Die Aussage bleibt allerdings vage, konkrete Details werden nicht genannt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass noch keine fertigen Kontrakte mit neuen Partnern in der Schublade liegen.

Möglicherweise gibt es Entwickler im Bereich des Internets der Dinge, die auf das Betriebssystem setzen könnten, weil es von Haus aus eine Reihe von Sicherheitsdiensten mitbringt, die das smarte Häuschen vor böswilligem Zugriff besser schützen könnten.

Gleichermaßen klärt Thurber zur Zukunft der Blackberry-Smartphones auf: Die für Android angebotenen Sicherheitslösungen, die erstmals mit dem Blackberry Priv vorgestellt wurden, erfreuen sich im Unternehmenseinsatz den Ausführungen zufolge größerer Beliebtheit. Sie wurden mittlerweile - zusammengefasst unter dem Schlagwort Hub+, mehr als 100.000 Mal im Google Play Store heruntergeladen. Eine Reihe von Unternehmen zeigen Interesse an einer Lizensierung für ihre Mitarbeiter. Um diesen Weg weiter erfolgreich beschreiten zu können, gibt sich Thurber überzeugt, werden weiterhin Blackberry-Smartphones benötigt. Sowohl an der zusammen mit Alcatel (TCL) aufgelegte DTEK-Serie als auch an Smartphones mit Hardware-Tastaturen wird demnach festgehalten.

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