Blackberry Leap: Business-Smartphone zum Mittelklassepreis

Verarbeitung und Ausstattung

Dicker Brocken mit hochwertiger Verarbeitung

Blackberry-Smartphones galten einst als Inbegriff für den mobilen Begleiter des Geschäftsmanns von Welt - und dies spiegelte sich immer auch in der äußeren Gestaltung wieder, woran sich bis heute nichts geändert hat.

Das Blackberry Leap versucht gar nicht erst, modischen Trends etwa hin zu fröhlich-farbigen Gehäusen zu folgen. Die Außenschale besitzt zwei abgeundete Längsseiten, während die Ober- und Unterseite gerade abfallen. Die Rückseite ist mit einer gummierten und strukturierten Kunststoffoberfäche überzogen. Die Einschübe für die SIM- und die microSD-Karte liegen hinter eine Klappe verborgen in der Seite.

Das Gesamtkonzept des Leaps wirkt nicht nur durchdacht: Die verwendeten Materialien hinterlassen insbesondere im Hinblick auf die Preisklasse einen hochwertigen Eindruck und dürften auch bei robusterer Behandlung im Alltag lange die Haltung wahren. Dazu passt auch die Verarbeitung insgesamt: An dem Smartphone klappert nichts, Verwindungen sind ein Fremdwort.

Punktabzug gibt es jedoch an anderer Stelle. Denn mit einem Gewicht von 170 g liegt das Smartphone nicht nur schwer in der Hand, sondern fühlt sich mit einer Grundfläche von 14,4 x 7,3 cm auch recht groß an. Dieser Eindruck wird von einer Bauhöhe von fast einem Zentimeter verstärkt. Aktuelle schlanke Android-Geräte wirken selbst bei gleicher Displaygröße fast eine ganze Nummer kleiner.

Bildschirm mit Standarddisplay

Beim Bildschirm serviert das Blackberry Leap Hausmannskost. Das in der Bildschirmdiagonale fünf Zoll messende Display löst mit 1280 x 720 Pixeln auf, sodass die Pixeldichte bei 294 ppi liegt. Das spricht schon formal für eine brauchbare Bildqualität, denn die Pixeldichte ist letztlich hoch genug, um auch feine Details mit der ihnen gebührenden Schärfe darzustellen. Auch die Farben und Kontraste sind gut.

Hinsichtlich der Helligkeit ist das Display nur mit Abstrichen tauglich für den Außeneinsatz: Die maximale Leuchtdichte wurde zwar mit guten 388 cd/m² gemessen, durchschnittlich konnten jedoch nur 336 cd/m² ermittelt werden. Denn der gemessene Minimalwert von 292 cd/m² zeigt, dass die Ausleuchtung des Panels sehr ungleichmäßig ist - dem menschlichen Auge bleibt dies jedoch glücklicherweise größtenteils verborgen.

Kräftiger Klang aus einer Box

Das Blackberry Leap versucht seinen Nutzer auch dann nicht vollends vor den Kopf zu stoßen, wenn ein medialer Begleiter benötigt wird. Dabei steht es sich aber selbst etwas im Weg: Denn das Smartphone muss mit einem einzelnen Lautsprecher auskommen, der auch noch auf der Rückseite untergebracht ist und so schnell in Richtung Tischkante strahlt.

Der Sound, den die Box liefert, kann aber durchaus überzeugen. Die Lautstärke ist kräftig und die Höhenlastigkeit hält sich selbst im voll aufgedrehten Zustand in Grenzen.

Wird das Smartphone klassisch ans Ohr gehalten, gefällt das Smartphone ohne wenn und aber mit einer angenehmen Lautstärke und einer Sprachübertragung ohne jedwede Verzerrung oder Rauschen. Werden internes Mikrofon und der Lautsprecher fürs Freisprechen genutzt, kann die Tonqualität aber nicht wirklich begeistern. Das Gespräch wird zwar ebenfalls ohne Rauschen und Verzerrungen übertragen, allerdings ist der Ton nicht besonders laut und vergleichsweise höhenlastig, sodass die Nutzung in lauteren Umgebungen eingeschränkt ist.

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