Kooperation: Blackberry wird Amazons Appstore nutzen

In der Vergangenheit haben sich immer wieder Blackberry-Nutzer über das Fehlen eines vernünftigen und reichhaltigen Appstores für ihr Business-Smartphone beschwert. Als Reaktion haben die Kanadier schon kurz nach der Veröffentlichung von Blackberry 10 die Portierung von Android-Apps erlaubt. Bisher mit wenig Erfolg: Es konnten nur wenige erstklassige Android-Anwendungen für Blackberry gewonnen werden.

Da dem kanadischen Smartphone-Hersteller Zeit, Geld und Energie für die Weiterentwicklung des Appstores fehlt, verbündet sich Blackberry nun mit Amazon und will so den eigenen Appstore ausbauen. Mit dem Update des BlackberyOS auf Version 10.3 im Herbst wird der Amazon-Appstore dann für die Blackberry-Geräte eingeführt.

Der Amazon-Appstore hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt und kann mittlerweile rund 240.000 Apps vorweisen. Die Anzahl der Apps verdreifachte sich von Jahr zur Jahr; überdies steht das Angebot in fast 200 Ländern zur Verfügung.

Für Blackberry wäre die Integration des Amazon-Angebot eine einfache Möglichkeit, die Attraktivität des eigenen Betriebssystems zu steigern. Zwar ist der Amazon-Appstore noch von weit von seinen Gegenspielern wie Google oder Apple entfernt, aber immerhin noch größer als der von Blackberry.

Amazon schafft durch die Veröffentlichung des ersten eigenen Smartphone und die strategische Partnerschaft mit Blackberry nun neue Anreize für Entwickler. Für Blackberry bietet das Auslagern des eigenen Appstores die Möglichkeit, sich zukünftig auf die Weiterentwicklung von Soft- und Hardware im Enterprise-Sektor konzentrieren

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