Blackberry erwägt Einstellung der Smartphone-Produktion

Blackberry gehört zwar zu den Pionieren unter den Smartphone-Herstellern, doch die glorreichen Zeiten, in denen ein Blackberry zur Grundausstattung des Geschäftsmannes von Welt gehörte, sind längst vorbei.

Der in früheren Tagen noch als RIM bekannte Fabrikant hatte den Trend hin zu Geräten, die auch bzw. vor allem bei einer privaten Nutzung überzeugen sollen, schlicht verpennt und wurde von der Welle aus Apple- und Android-Smartphones erdrückt.

Immerhin können nach langen Krisenjahren und einer Fast-Pleite wieder Gewinne ausgewiesen werden. Selbst die Übernahme von Good Technology für 425 Millionen Dollar war in diesem Jahr wieder möglich. Allerdings werden die Einnahmen nicht über die Geräte realisiert - vielmehr fand eine Wandlung vom Geräteproduzent hin zur Softwareschmiede statt.

Mit den Blackberry-Diensten können Unternehmen ihre mobile Kommunikation inzwischen auch unter Android sicherer gestalten und den Gerätebestand leichter verwalten. Zudem wird das Betriebssystem QNX von Automobilherstellern für deren Infotainmentsysteme stark nachgefragt und bildet auch den Unterbau für Apples CarPlay.

Angesichts dieser Verlagerung stellt sich schon länger die Frage, wie lange die Fertigung von Blackberry-Smartphones noch aufrechterhalten werden soll - denn nach wie vor ist der Marktanteil gering.

Um diesen zu steigern, hatte der Hersteller zuletzt das Priv vorgestellt, ein Smartphone mit einer Slider-Tastatur, das erstmals nicht mit dem hauseigenen Blackberry-Betriebssystem ausgeliefert wird, sondern eine Android-Installation mitbringt. Auf diesem Weg sollen die Verkaufszahlen der Blackberrys endlich wieder nach oben getrieben werden.

Auf der Code/Mobile-Konferenz deutete der Blackberry-CEO John S. Chen an, dass mindestens fünf Millionen Blackberry-Smartphones im Jahr verkauft werden müssten, damit die Sparte eine Zukunft hat. Und Chen zeigte sich nicht sonderlich geduldig: Die Marke müsse in einem spätestens in zwei Jahren geknackt werden, ansonsten werde die Produktion eingestellt.

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2 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • geist4711
    oh wer hätte das gedacht, das windows den pc-bereich nicht ankurbeln kann.....

    wundert mich garnicht, vor allem nicht wenn man sieht das M$ einerseits zwar win10 rausgebracht hat, aber smartphones und tablets ebenfalls forciert, so mit office auf'm handy usw.

    wobei, wer würde ernsthaft briefe schreiben oder wirklich bilder bearbeiten wollen, auf so nem guckloch von smartphone? ich jedenfalls nicht, dafür hab ich nenn PC, der hat auch dann entsprechend leistungsfähige hardware drin.

    grundsätzlich hat der pc-bereich aber das problem das sich alle auf diese smartphones und tablets stürzen, egal ob anwender oder hersteller und zb letztere nicht die vorzüge eines anständigen rechners zeigen sondern ehr noch darstellen 'wie toll' sowas sei....
    natürlich sind smartphones unterwegs ganz nett und tabletts statt pc's zum surfen auf der couch auch brauchbar, aber für mehr nimmt man auch 'mehr', eben nenn pc.

    mfg
    robert
    0
  • Perfect_day
    ich nutze beruflich blackberry z 10:
    menüführung finde ich eigentlich sehr gut, ABER systemstabilität( am tag 3 neustarts), schlechter epmfang,teilweise keinen empfang,anrufe gehen überhaupt nicht durch, und und und, support äh da findet man keine nummer.
    modelle die funktioniert haben gibt es nicht mehr und die anderen sind grottenhässlich

    da ist blackberry selber schuld
    0