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Auf Nummer Sicher: Backup mit Blu-Ray

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Die Blu-Ray-Disk eignet sich nicht nur als Speichermedium für hochauflösende Filme, sondern auch ideal für Backups. Dabei hängt sie die DVD sowohl beim Brenntempo als auch beim Preis ab.

Als beschreibbare CDs ab 1992 aufwärts auf dem Markt erschienen, boten sie mit anfangs 650 MB und später 700 MB Kapazität ein scheinbar unerschöpfliches Speichervolumen, insbesondere weil damalige Festplatten kaum über die 150-MB-Schwelle hinauskamen. Ging es um Backups von Anwendungssoftware, Spielen und Dokumenten, bot eine einzige CD-R und seit 1996 auch die CD-RW folglich mehr als ausreichend Platz für allerlei Daten. Wer es darauf anlegte, die Kapazität der Medien restlos auszunutzen, konnte das beispielsweise nur mit 1:1-Sicherungskopien von Audio-CDs hinbekommen, doch angesichts der damaligen Rohlingspreise war man mit dem Original in vielen Fällen schlichtweg günstiger bedient. Im Jahr 1993 sorgte passenderweise ein Spiel für steigende Verkäufe von CD-Laufwerken, dass großzügig von der Speicherkapazität der CD Gebrauch machte: Star Wars: Rebel Assault erschien ausschließlich auf CD statt Disketten und kombinierte für damalige Verhältnisse spektakuläre, weil gerenderte Zwischensequenzen mit Realfilm-Sequenzen.

Eine ähnliche Entwicklung setzte ab 1997 mit dem CD-R-Nachfolger DVD-R ein, nur eine Nummer größer und mit leicht veränderten Vorzeichen. Gegenüber den 700 MB Kapazität der CD, die sich mit Tricks auf bis zu 900 MB ausbauen ließ, erhöhte sich der Speicherplatz bei der beschreibbaren DVD zunächst auf 3,65 GB und wenig später auf nominell 4,7 GB (binär 4,38 GB). Lässt man die anfänglichen Formatstreitigkeiten um DVD-R und ihren Konkurrenten DVD+R samt ihrer wiederbeschreibbaren Varianten beiseite, war auch hier ein Einsatzzweck bald gefunden: Aufgrund stetig sinkender Rohlingpreise avancierte die DVD schnell zum beliebten Backupmedium, wobei sich hier insbesondere die DVD-RAM aufgrund ihrer speziellen Sektorierung und der damit verbundenen höheren Datensicherung gegenüber Standard-DVDs anbot. Beschreibbare DVDs erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit, was Backups in weiterem Sinne angeht, zum Beispiel bei Filmfans, die Video-DVDs preiswert sichern wollen.

Während die optischen Speichermedien zu CD-Zeiten ungleich mehr Speicherplatz als Festplatten boten, hat sich dieses Bild inzwischen komplett gedreht. Den Kapazitätsvergleich mit aktuellen 3-TB-Boliden verliert die beschreibbare DVD auch in ihrer doppellagigen Version DVD-R9 und DVD+R9 haushoch, ganz zu schweigen von der CD-R und der CD-RW. Backups landen dementsprechend in vielen Fällen nicht mehr auf den optischen Medien, sondern gleich auf Festplatten, da letztere nicht nur wesentlich mehr Speicherplatz bieten, sondern im Verhältnis auch ungleich preiswerter sind. Auch die geringere Übertragungsgeschwindigkeit der CD und DVD gilt es zu bedenken: Selbst die schnellsten DVD-Brenner mit 20x-Schreibtempo (Vielfaches von 1352,5 KB/s) kommen maximal auf etwa 26 MB/s und verlieren damit den Tempovergleich mit einer USB-2.0-Festplatte deutlich. Zudem tritt die maximale Übertragungsrate der CD oder DVD nur in den äußersten Bereichen des Datenträgers auf und ist bedingt durch den spiralförmigen Aufbau der Datenspur im Mittel daher wesentlich niedriger.

Komplett abschreiben sollte man die optischen Speichermedien jedoch ganz und gar nicht, denn wir haben die Rechnung bisher ohne die Blu-ray Disc gemacht, die einige Argumente zugunsten von Backups in die Waagschale wirft und damit dem Schneller, Besser und Günstiger der Festplattenfraktion einiges entgegenzusetzen hat. Wie sich im Folgenden zeigt, eignen sich Blu-ray-Brenner auch in Zeiten von Terabyte-Festplatten und Übertragungsgeschwindigkeiten jenseits der 100 MB/s bestens dafür, um Daten dauerhaft und zuverlässig zu speichern. Festplatten, SSDs und optische Medien lassen sich ohnehin nur bedingt miteinander vergleichen lassen, denn sie bedienen sehr unterschiedliche Einsatzgebiete.

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Derfnam 16/11/2011 08:24
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Moinsen.
Ich bin selber ein Verfechter der Speicherung auf optischen Datenträgern, aber: wo kauft ihr bitte welche Rohlinge?

plastefuchs 16/11/2011 08:42
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ich habe schon lange nichts mehr auf DVD gebrannt, sondern mir immer weiter HDDs zum Sichern gekauft. Über die Preise hab ich mich auch gerade gewundert, weil die das letzte Mal als ich mir Blu-ray-Brenner/-Rohlinge angeschaut hab bei ~20.- für einen 50GB-Rohling lagen.
Mittlerweile bezahlt man für einen 10er-Pack nur noch 35.- (http://geizhals.at/deutschland/669175)
eigentlich klar, dass so ein Artikel nur jetzt bei den hohen Preisen für HDDs erscheinen kann. Während man jetzt für eine Samsung F4 mit 2TB 130.- bezahlt waren es vor ein paar Wochen noch 55.-
Trotzdem ist das P/L-Verhältnis bei Festplatten noch besser und für mich überwiegt der Vorteil, dass ich die Daten auf Platte einfach Updaten kann und nicht ein Bündel BR-Disks in den Müll schmeißen muss, wenn die Daten darauf veraltet sind.

Derfnam 16/11/2011 08:57
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Nein, sind sie nicht, waren sie auch nie. Es kommt schlicht darauf an, was du tatsächlich für nen Rohling bezahlst, plastefuchs.
Ich kauf mir immer 100er Pakete Maxell DVD-R/+R, die kosten mich knapp 16 Euro. Alle 3 Pakete kommt eine Archivtasche für eben 300 DVDs dazu für weitere 10.50 Euro.
Rechnung für 300 Stück also: 58,50 Euro. Das sind 19,5 Cent pro Rohling und somit weniger als 5 Cent pro GB.

Dazu kommt noch was: wenn die Festplatte mal nen Defekt hat, sind schlimmstenfalls die ganzen Daten futsch, bei optischer Sicherung nur so viel, wie auf dem defekten Medium gebrannt worden sind.

flashtu 16/11/2011 10:15
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Naja inzwischen sind NAS Geräte ja auch für den "normalen" Verbraucher erschwinglich und ich denke mal so eins mit Raid 01 ist für Backups gerade wenn man das öffter machen muss in der Woche praktischer als BluRay und co. Wenn man spezielle Daten sichern will und das auchnur selten stimmt es aber da würde ich auch zur Blu Ray greifen^^

doll-by-doll 16/11/2011 10:41
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Für das tägliche Backup ist Blu-ray wohl eher nicht geeignet!
Allerdings können wichtige Daten so bequem und sicher über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden!

aconst 16/11/2011 13:11
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Ich nutze nur DVD-RAMs.

garius99 16/11/2011 13:38
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Ich bin gespannt auf die M-Disc Laufwerke und Rohlinge, dann wird Datensicherung auf optischen Medien selbst die größten Kritiker verstummen lassen.

mbinder 16/11/2011 13:56
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@flashtu
NAS-Geräte sind in erster Linie dazu da, mehreren Rechnern einen Datenbestand über ein Netzwerk (zur Bearbeitung) zur Verfügung zu stellen und RAID-Arrays haben hauptsächlich die Aufgabe, Daten auch beim Ausfall einer Festplatte zu erhalten. Ein Backup dient hauptsächlich dazu einem Datenverlust vorzubeugen. Zwar könnte man nun Argumentieren, dass durch den Erhalt der Daten in einem RAID-Array ja auch einem Datenverlust vorgebeugt wird, allerdings sind die auf einem NAS/RAID gespeicherten Daten nicht vor Veränderungen geschützt. Auch eine Änderung von Daten kann ein Datenverlust bedeuten, weshalb der Datenerhalt (von veränderten Daten) durch ein RAID-System z. B. in einem NAS-Gerät nicht mit einem Backup gleichgesetzt werden kann.

Daher ist ein Backup nur dann ein Backup, wenn die Daten auch unveränderlich gespeichert werden, womit wir wieder unter anderem bei den im Artikel genannten optischen Datenträgern sind (neben Festplatten, LTO oder gar WORM-Tapes zur Archvierung). Sie haben zudem den Vorteil, dass die Backup-Medien vom zu sichernden Datenbestand örtlich getrennt aufbewahrt werden können und sogar sollten, z.B. im Bankschließfach, in der Wohnung der Freundin / des Freundes, im Elternhaus, beim Nachbarn, etc., um so einem Datenverlust auch auf einer anderen Ebene entgegenzuwirken. Wer kauft sich schon ein NAS-Gerät um es dann bei den Eltern in den Schrank zu stellen? :)

@doll-by-doll
Warum sollten Blu-rays nicht für ein tägliches Backup geeignet sein?

anonymous 16/11/2011 15:16
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Zitat :Damit empfehlen sie sich zum Beispiel für die Sicherung des Mailordners, der ohne weiteres die Kapazität einer DVD übersteigen kann.


http://en.wikipedia.org/wiki/FreeArc

*gähn* habe erst neulich 29 GB auf 11 GB gepackt. FreeArc+SREP-Chain sei dank... In parts kann man das natürlich auch unterteilen.

doll-by-doll 16/11/2011 15:25
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Zitat :

@flashtu
NAS-Geräte sind in erster Linie dazu da, mehreren Rechnern einen Datenbestand über ein Netzwerk (zur Bearbeitung) zur Verfügung zu stellen und RAID-Arrays haben hauptsächlich die Aufgabe, Daten auch beim Ausfall einer Festplatte zu erhalten. Ein Backup dient hauptsächlich dazu einem Datenverlust vorzubeugen. Zwar könnte man nun Argumentieren, dass durch den Erhalt der Daten in einem RAID-Array ja auch einem Datenverlust vorgebeugt wird, allerdings sind die auf einem NAS/RAID gespeicherten Daten nicht vor Veränderungen geschützt. Auch eine Änderung von Daten kann ein Datenverlust bedeuten, weshalb der Datenerhalt (von veränderten Daten) durch ein RAID-System z. B. in einem NAS-Gerät nicht mit einem Backup gleichgesetzt werden kann.

Daher ist ein Backup nur dann ein Backup, wenn die Daten auch unveränderlich gespeichert werden, womit wir wieder unter anderem bei den im Artikel genannten optischen Datenträgern sind (neben Festplatten, LTO oder gar WORM-Tapes zur Archvierung). Sie haben zudem den Vorteil, dass die Backup-Medien vom zu sichernden Datenbestand örtlich getrennt aufbewahrt werden können und sogar sollten, z.B. im Bankschließfach, in der Wohnung der Freundin / des Freundes, im Elternhaus, beim Nachbarn, etc., um so einem Datenverlust auch auf einer anderen Ebene entgegenzuwirken. Wer kauft sich schon ein NAS-Gerät um es dann bei den Eltern in den Schrank zu stellen? :)

@doll-by-doll
Warum sollten Blu-rays nicht für ein tägliches Backup geeignet sein?




Das dauert mir zu lange!
Für eine Videoüberwachung mit löschbaren Blu-ray ist das wohl richtig!
Das muss jeder für sich selber entscheiden!

toudoku 16/11/2011 15:50
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Wenn solch exotische Formate wie DVD-18 mit aufgefuehrt sind, gehoert auch BDXL mit wenigstens 100GB Speicherkapazitaet in die Vergleichstabelle. Im Text wird die Erweiterung zwar erwaehnt, aber nicht als tatsaechlich existierende Option. Neben mehreren DVD-Heimrecordern gibt es z.B. mit dem Pioneer BDR-206MBK aber auch PC-kompatible Brenner und auch die Medien sind schon seit ueber einem Jahr auf dem Markt.

a97584 16/11/2011 18:36
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alte Festplatten (160, 250, 320 GB usw) habe ich noch rumliegen. Dazu ein externes SATA-USB3.0-Gehäuse mit werkzeugloser Montage und das Backup könnte nicht schneller und einfacher laufen.

plastefuchs 18/11/2011 09:06
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-0+

@Derfnam: das mit dem Preis für DVD-Rohlinge stimmt schon, aber bei den Preisen hab ich mich auf die Bluray bezogen und da ists immer noch teurer als Platten. DVDs hab ich komplett ausgeklammert, weil da jeweils nur ca.8GB draufgehn und werd ich ja im Leben nicht fertig das alles zu brennen. Mir sind bis jetzt nur 2 HDDs gestorben und wenn man sein Zeugs immer auf verschiedene Rechner verteilt, passt das schon. Meine 400CD/DVD-Tasche (vor ca. 10Jahren gekauft, einige der CDs bringen ständig CRC-Fehler) nervt mich nur noch und wird wohl bald entsorgt.

Krampflacher 18/11/2011 22:13
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@plastefuchs: Backups auf gehäuselose Scheiben kannst du vergessen.

In meinem Büro sichere ich derzeit auf DVD-Ram (noch der alte Standard im Cartridge) seit Jahren ohne CRC-Fehler. Da könnte eine normale DVD niemals mithalten.

Und bei Bluray, das zuerst zumindest für Filme im Cartridge ausgeliefert werden sollte, hat man sich dann auch aus Kostengründen (paar Cent halt) für "nackte" Medien entschieden.

Eigentlich Selbstmord der optischen Datenträger, da jetzt Festplatten und Speichersticks ihnen den Rang abkaufen.

Geyer@Guest 27/12/2011 23:36
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Wenn ich da an meine CD-Rohlinge denke, auf denen nach 3-4 Jahren die Inhalte nur noch mit viel Mühe vom Laufwerk gelesen werden (auf denen zum Glück keine wichtigen Daten gespeichert waren), dann kommen für mich optische Datenträger nicht mehr in Frage.

Ich sichere auch nur noch auf HDDs, die nur noch zum Backup in den PC geschoben werden und ansonsten sicher gelagert sind.

micha6767@Guest 30/01/2012 16:20
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Das sehe ich anders, aber nur meine persönliche MEinung:
ich nutze mein Blu-ray Laufwerk um meine HD Videos und Bilder die ich aufgenommen habe als Blu-ray Projekt zu brennen. So habe ich meine HD Videos und Bilder auf einer Blu-ray inkl. Menüs. Derzeit gibt es KEINEN Media Player ausser vielleicht der Popcorn Hour, der Blu-ray Menüs unterstützt. Und so kann ich auch eine selbst erstellte Blu-ray an die Oma und Opa verschenken, und sie können sich ihre Enkel auf Blu-ray anschauen.
Dann, ein Windows 7 Image hat bei mir um ca. 20 GB, das locker auf eine Blu-ray passt. Da kann ich im Fehlerfall direkt von der Blu-ray booten und das Systemabbild zurückspielen. Dann natürlich mache ich mir von meinen gekauften Blu-rays Kopien, falls diese mal zerkratzt werden.
Tja und wenn ich am PC eine Blu-ray schauen möchte auf meinem 27" Monitor? Da möchte ich nicht den Player durchs Haus tragen, sondern schmeisse meinen Rechner an und Power DVD und schon kann ich auch im Büro mal einen Film schauen.
Das reicht mir als Anwendung aus.

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