Bluetooth-Grundlagen
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Frequenzbereich
- 3. Steuerung und Koordination
- 4. Netztopologie

Bluetooth-Tastaturen zählen neben Headsets zu den erfolgreichsten Bluetooth-Anwendungen der heutigen Zeit.
Vor knapp 1000 Jahren regierte in Skandinavien König Harald II. Ihm gelang es, Dänemark und Norwegen unter einer einheitlichen Führung zu vereinigen. Einer der Ehrennamen des nordeuropäischen Blaublütigen war Blauzahn - englisch: Bluetooth - und zu seiner posthumen Ehre benannte die schwedische Firma Ericsson ihre neue kabellose Übertragungstechnik nach ihm. Zwei Mitarbeitern der Firma Ericsson entwickelten das Funkverfahren bereits im Jahr 1984, aber erst 1998 gründete diese Hersteller von Handys und Handy-Netztechnologien zusammen mit IBM, Intel, Nokia und Toshiba die Bluetooth-Initiative.
Dieser Interessenverband hat sich mittlerweile zur Bluetooth Special Interest Group B.S.I.G. zusammengeschlossen - mit mehr als 2500 Unternehmen aus so unterschiedlichen Branchen wie der Telekommunikation, der Informationstechnik und dem Fahrzeugbau. Sogar das US-amerikanische IEEE hat mittlerweile die Vorzüge von Bluetooth erkannt und diese die Version 1.1 in den Standard 802.15.1 überführt.
Die IEEE-802.15-Arbeitsgruppen planen bereits, den europäischen Nahbereichsfunkstandard weiter zu verbessern. Sie stellten zwei Oberkategorien von 802.15 vor: Die mit niedriger Datenrate heißt 802.15.4 (TG4), die mit hoher Datenrate 802.15.3 (TG3). Die TG4-Version bietet Geschwindigkeiten von 20 kBit/s oder 250 kBit/s, niedrigen Energieverbrauch und geringe Kosten. Die TG3-Version unterstützt Datenraten im Bereich von 20 MBit/s und darüber und soll Multimedia-Applicationen dienen.
Man möchte glauben, alles sei ganz einfach. Kein Kabelverhau, man braucht bloß noch die Geräte nebeneinander zu stellen, und schon hat man das kleine Netzwerk zusammen. Außerdem muss man keine Kabel mehr zur Telefondose führen, wenn ein Wireless Access Point steht (ein Prototyp der Firma ADM braucht dafür nicht einmal eine externe Stromversorgung). Das so genannte Pico-Netz, in dem sich Bluetooth-Geräte organisieren, soll in erster Linie Endkunden das Leben leichter machen. Kabel ab - ganz leicht.

Bluetooth arbeitet mit drei Funktionsblöcken - dem Sender-/Empfänger (Radio), dem Link-Controller und dem Link-Manager.
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