bq Aquaris M5: Snapdragon 615 und FHD-Display für unter 300 Euro

Gehäuse, Display & Ton

bq ist seiner typischen optischen Gestaltung auch bei der Neuauflage der Aquaris-Reihe treu geblieben. Nach wie vor sitzen Hardware und Display in einem schlichten Kunststoffquader, der mit abgerundeten Ecken aufwartet. Die Längsseiten sind an der Gehäuserückseite minimal abgerundet, wobei sich bq bei der Farbgebung für ein mattes Schwarz entschieden hat.

Mit einer Grundfläche von 14,3 x 6,9 cm ist das Smartphone etwas schmaler als viele vergleichbare Kollegen, was vor allem kleineren Händen bei der Bedienung entgegenkommt. Allerdings ist die untere rechte Ecke - bei Linkshändern ists anders herum - schwerer zu erreichen, weil die jeweiligen Symbole natürlich auch näher an den Handballen heranrücken. Die Bauhöhe von etwas mehr als acht Millimetern lässt die Außenhaut schon etwas mächtig erscheinen, bietet aber auch den Platz, der für den 3120 mAh großen Akku nötig ist.

Die Verarbeitung bewegt sich insgesamt auf einem guten Niveau. Unter Druck verwindet sich das Smartphone bei leiser Geräuschkulisse zwar etwas, doch bleiben alle Teile fest im Gehäuse sitzen. Die beiden Hardware-Tasten sind gut verarbeiten, klappern nicht und reagieren präzise auf Eingaben. Manch einer würde sich jedoch eine etwas höhere Positionierung wünschen, denn die Power-Taste sitzt fast mittig in der rechten Seite und lässt sich größeren Händen nicht mehr ganz so gut erreichen.

Display: Knackige Farben hinter spiegelndem Glas

Der Bildschirm des bq-Smartphones entspricht hinsichtlich der Diagonale von fünf Zoll dem Klassenstandard, allerdings hat sich eine Full-HD-Auflösung in diesem Preissegment noch nicht durchgesetzt. Damit punktet das M5 mit hoher Bildqualität, zumal die Farben stark und die Kontraste hoch sind.

Ein Kritikpunkt lässt sich dennoch ausmachen: Die Bildschirmoberfläche reflektiert ihre Umgebung recht stark. Dies wird vor allem im prallen Sonnenschein zum Problem, weil die Ablesbarkeit des Bildschirms dadurch spürbar beeinträchtigt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die maximale Helligkeit zwar ordentlich, aber nicht überragend ist: Im Testlabor notieren wir eine durchschnittliche Leuchtdichte von 308 cd/m², wobei das Panel mit einem Maximalwert von 325 cd/m² und einem Minimalwert mit 294 cd/m² eine sehr gleichmäßige Auflösung aufweist.

Zwei Lautsprecher machen noch keinen Mediaplayer

Vieltelefonierer können ruhigen Gewissens zu dem Aquaris M5 greifen - aber nur so lange sie die Lautsprecher und das Mikrofon nicht als Freisprechanlage nutzen wollen. Denn in diesem Nutzungsszenario bleibt die Tonwiedergabe recht leise und ist zudem höhenlastig. Außerdem lässt sich ein leichtes Grundrauschen feststellen.

Auch die klanglichen Fähigkeiten bei der Wiedergabe von medialen Inhalten können nicht vollends überzeugen. Zwar verbaut der Hersteller links und rechts des USB-Anschlusses jeweils eine Box, die einen wesentlich volleren Klang als eine Mono-Box bewerkstelligt, doch der Ton ist insgesamt sehr höhenlastig; selbst die Mitten sind nicht sonderlich aussagekräftig. Immerhin scheppern die Lautsprecher nicht und verkneifen sich auch bei maximaler Lautstärke Kratzgeräusche.

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1 Kommentar
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  • Headyman
    Das Design erinnert doch arg an einen Backstein und ohne Lesen hätte ich auf 100€ Klasse vom Design her getippt.
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