bq Aquaris M5: Snapdragon 615 und FHD-Display für unter 300 Euro

Kamera & Fazit

Solide, aber keineswegs überragende Kameraleistung

Auch wenn die Spanier einen Kamerasensor verbauen, der von seinen Eckdaten her denen der meisten Konkurrenten gleicht, ist das kein Garant dafür, dass auch die Leistung der Kamera mit der anderer Smartphones gleichziehen kann. Dieses generelle Prinzip bestätigt sich leider auch beim bq Aquaris M5.

Bei Standardaufnahmen sind die Farben brauchbar, die Kontraste dagegen nicht - und auch der Umgang mit dem vorhandenen Umgebungslicht ist nicht der allerbeste. Beim Vergrößern des Motivs verschwimmen die Details zwar zusehends, doch selbst bei vierfachem Zoom ist der Grund für das Foto noch in seinen Details erkennbar; zudem halten sich digitale Artefakte zurück.

Wer keine allzu großen Ansprüche an die Qualität einer Videoaufnahme stellt und sich als Hobbyfilmer gern auf ein Smartphone verlässt, kann mit dem Aquaris M5 Bewegtbilder erstellen, deren Qualität sich äquivalent zu den Fotoaufnahmen verhält. Hobbyfilmer können also durchaus das eine oder andere brauchbare Filmchen erstellen, doch der Zoom verlangt nach einem geschickten Händchen, damit die Aufnahmen nicht durch die üblichen Sprünge zerhackt werden.

bq Aquaris M5 Testvideo

Für Eigenfotografie und Videotelefonat setzt der Hersteller auf einen mit fünf Megapixeln auflösenden Sensor und liefert damit Ergebnisse ab, die den Gesamteindruck der Kameratechnik nicht herunterziehen, aber ebenso wenig aus dem Feld der Konkurrenten herausstechen.

Fazit: Konkurrenz für die etablierten Platzhirsche

Die Mittelklasse sägt am bequemen Sitz des Oberhauses: Das aktuelle Nexus 6 liegt wie Blei in Lagerregalen, HTCs Verkaufszahlen lagen zuletzt noch hinter denen von Wiko und auch Samsung ist mit dem Absatz seines Galaxy S6 nicht vollends zufrieden. Und einer der Gründe für diese Entwicklung sind Smartphones, die zwar nicht in der selben Liga spielen, aber ein insgesamt schlüssiges Gesamtkonzept bieten.

Das gilt auch für das Aquaris M5 von bq, das seine Nutzer mit einem - allerdings sehr spiegelndem - Full-HD-Display verwöhnen will und mit dem Snapdragon 615 ein SoC mitbringt, das eine ordentliche Performance abliefert. Speicherausstattung und Kamera bewegen sich auf einem Niveau, das auch die Konkurrenz im Preisbereich von 200 bis 300 Euro bietet. Wer den Bedarf nach mehr sieht, kann zudem auf besser ausgestattete Modelle zurückgreifen: Die Basis-Version des M5 kostet 269 Euro; für 299 Euro wird der Arbeitsspeicher um ein Gigabyte aufgestockt und wer sich das Smartphone 319 Euro kosten lässt, bekommt einen 32 Gigabyte großen Datenspeicher.

Ein echtes Schnäppchen ist das bq-Smartphone damit zwar nicht mehr, doch der Preis ist angemessen. Günstigere Konkurrenten sind im Bereich der Exoten angesiedelt und machen schnell Abstriche bei der Ausstattung. Ein Beispiel dafür ist das ZTE Blade S6, bei dem auf die Full-HD-Auflösung beim Display verzichtet werden muss.

Angebote von etablierten Herstellern sind schnell teurer: So kostet etwa das HTC Desire 820 bereits mehr als 300 Euro, gleiches gilt für das kürzlich vorgestellte LG G4s. Beide haben zwar etwas größere Bildschirme, können aber an anderen Stellen - etwa bei der Kamera (HTC Desire 820) oder bei der Speicherausstattung (LG G4s) nicht mithalten. Das Moto G(3), eine Art Referenz in der Klasse, ist zwar deutlich günstiger, kann aber beim Speicher und Prozessor nicht mithalten

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1 Kommentar
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  • Headyman
    Das Design erinnert doch arg an einen Backstein und ohne Lesen hätte ich auf 100€ Klasse vom Design her getippt.
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