[CES] Intel Broadwell-U: Erste Benchmarks der neuen Prozessoren-Generation

Auf die Broadwell-U-Prozessoren musste lange gewartet werden. Aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Fertigungsprozess musste Intel den Marktstart der fünften Core-Generation immer wieder verschoben werden. Doch nach dem bereits seit vergangenem Jahr der Core M in ersten Tablets bzw. Hybridgeräten angeboten wird, hatte Intel zur CES auch die ersten der lang erwarteten Ultrabook-Prozessoren der U-Serie im Gepäck. Wir hatten in Las Vegas die Möglichkeit kurz einige erste Performance-Tests mit zwei Lenovo-Ultrabooks durchzuführen, die mit dem Core i5-5200U und dem Core i7-5600U bestückt waren.

Der Core i5-5200U ist der Nachfolger des weitverbreiteten Core i5-4200U, der in der Mehrheit der sich im Umlauf befindlichen Ultrabooks steckt. Er wird unter anderem in einem Lenovo Thinkpad X250 verbaut, das mit einem 12,5" großen Bildschirm aufwartet und gerade mal 850 g wiegt. Der Core i7-5600U wird in einem leistungsstärkeren W550s verbaut, das mit einer Nvidia Quadro K620M und einem 15,5" großen 2K-Display als veritable mobile Workstation dienen soll.

Wenngleich Core i5-5200U und der Core i7-5600U für unterschiedliche Leistungsklassen bestimmt sind, sind sie sich doch nicht unähnlich: Beide Chips besitzen das gleiche Die zwei CPU-Kerne sowie einer GT2-GPU (eine Intel HD 5500), die 24 unified Grafikeinheiten bereithält. Die wird im übrigens auch beim Core M, alias Broadwell Y, verwendet. Allerdings ist das System-on-a-Chip auf einen Stromverbrauch von 4,5 W beschränkt, während der Broadwell U bis zu 15 W verbraten kann.

Als Referenzwerte dienen die Ergebnisse eines Lenovo Yoga 2 Pro (Core i5-4200U, Haswell) und Microsoft Surface Pro (Core i5-3317U, Ivy Bridge) aufgeführt.

Im 3D Mark Ice Storm Unlimited fällt das ThinkPad W550s aus dieser Wertung heraus, denn der erreichte Punktwert von 68.913 ist vermutlich weniger das Ergebnis der Leistung der Intel HD 5500 als vielmehr der zusätzlich verbauten Quadro-K620M-Grafikkarte geschuldet. Somit kann an dieser Stelle keine Aussage zur eigentlichen Performance des kräftigsten Intel-SoCs getroffen werden.

Die Leistung des Core i5-5200U steigt im Vergleich zum Vorgänger um rund sechs Prozent bei den Grafik- und etwa 17 Prozent bei den CPU-Tests.

Im Cinebench R11.5, der die Performance der CPU bemisst, lässt sich eine nahezu lineare Steigerung nachvollziehen, wobei der Broadwell-Y durch die niedrige TDP ausgebremst wird. Umso deutlich wird dafür der Abstand, der zwischen dem Core i5-5200U und Core i7-5600U besteht - und der zu den Vorgängern.

Im JavaScript-Benchmark Sunspider fällt der i5-5200U aus der Wertung. Er erreicht einen Wert von 218 ms und liegt damit deutlich hinter dem Core M-5Y70, aber auch seinem direkten Vorgänger, dem i5-4200U. Diese Verzerrung geht vermutlich auf das Konto des Vorserienstatus des Testgeräts, das zumindest an dieser Stelle noch nicht ganz fehlerfrei arbeitete.

Insgesamt scheint aber die Effektivität im Umgang mit JavaScript bei der Broadwell-Generation noch einmal deutlich erhöht worden zu sein. Selbst der leistungsbeschränkte Core M schiebt sich hinsichtlich der Performance noch vor den i5-4200U, der auf der vorangegangenen Haswell-Architektur basiert. Der Core i7-5600U liegt deutlich vor den anderen Modellen.

Abzuwarten bleibt, ob sich die Ergebnisse noch weiter verschieben, wenn die Testläufe mit wirklichen Serien-Notebooks durchgeführt werden. Außerdem bleibt noch die Frage offen, welchen Leistungszuwachs jene Modelle liefern, die mit einer HD-6000- oder einer Iris-6100-GPU ausgestattet sind.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar