Buffalo LinkStation 420 im Test: Preiswertes 2-Bay-NAS-System

Wer ein günstiges Einstiegs-NAS-System sucht und sich nicht mit Festplatten-Kompatibilitätslisten herumschlagen möchte, sollte einen Blick auf die LinkStation-Serie von Buffalo werfen. Wir schauen uns das 2-Bay-System LinkStation 420 einmal genauer an.

Buffalo Technology ist unter den NAS-Herstellern wahrlich kein Neuling. Da kann man als Einsteiger in die Welt der Netzwerkspeicher doch keinen Fehler machen, wenn man zu einem kleinen Schwarzen aus der LinkStation-Serie greift, oder?

Was Buffalo in der Linkstation 420 verbaut ist typisch für den Einstiegsmarkt der NAS-Geräte: Das Marvell-Armada-370-SoC beherberget einen 1,2 GHz schnellen ARMv7-Prozessor sowie 512 MByte Arbeitsspeicher. Diese oder eine sehr ähnliche Konfiguration kennen wir schon von den Einstiegsgeräten anderer Hersteller. Auch bei den Anschlüssen wurde nur das Nötigste verbaut. Ein Gigabit-Ethernet-Anschluss (RJ45) und ein USB-2.0-Port müssen ausreichen, USB 3.0 sucht man vergebens.

Buffalo liefert die LinkStation 420 mit zwei Festplatten aus und zwar wahlweise mit ein, zwei, drei oder vier TByte großen Modellen. Unser Testgerät wurde mit zwei Barracuda ST2000DM001-1CH1 aus dem Hause Seagate bestückt, die jeweils zwei TByte Speicherkapazität haben. So muss man sich als Kunde keinen Kopf machen, welche Festplatten wohl zu dem NAS passen.

An Applikationen hat der Hersteller dem NAS-System einen BitTorrent-Client, einen DLNA-Server, einen iTunes-Server, einen Print-Server und einen USB-Device-Server mit auf den Weg gegeben. Für die pasende Backup-Strategie kann die LinkStation auch als Backup-Ziel für die Time Machine eines Mac dienen. Ihre eigenen Daten kann die Linkstation auf angeschlossenen USB-Laufwerke oder anderen NAS-Systeme sichern.

Technische Daten: Buffalo LinkStation 420

Prozessor:
Marvell Armada 370 (SoC), ARMv7-basiert, 1,2 GHz
Arbeitsspeicher:512 MBB
Speicher:maximal 2x 3,5 Zoll SATA HDD (3 GBit/s)
maximal 8 TByte Bruttokapazität
Testgerät: 2x2TB Seagate Barracuda ST2000DB001-1CH1
Anschlüsse:1x Gigabit Ethernet RJ45
1x USB 2.0 Back
Art der Statusanzeige:
Status-LEDs
Abmessungen (HxBxT):12,8 x 8,7 x 20,5 cm
Gewicht:2,4 kg
Preis:ca. 280 EUR

Schnörkelloses Design: Schlicht, eckig, schwarz

Buffalo macht bei der Formgebung keine Experimente: Die LinkStation ist in schlichtem Schwarz gehalten und kommt recht kompakt daher. Lediglich zwei weiße Status-LEDs und ein Funktionsknopf brechnen die ansonsten homogene Front etwas auf. Der Funktionsknopf ist übrigens nicht der Einschaltknopf; den findet man an der Rückseite.

Hinter der Front befinden sich die beiden Festplatteneinschübe. 

Die Laufwerksschubladen sind nicht verriegelt und können einfach herausgezogen werden. 

In den schlichten, aber funktionellen Laufwerkschubladen sind die Festplatten schon vormontiert.

Auch auf der Rückseite des NAS geht es wie schon beschrieben recht übersichtlich zu: Gerade einmal ein Gigabit-Ethernet-Port (RJ45) und ein USB-2.0-Anschluss wurden verbaut. Da das Marvell-Armada-370-SoC von Haus aus kein USB 3.0 unterstützt, sucht man dieses Feature hier vergebens. Andere Hersteller sind an dieser Stelle etwas spendabler und setzen auf den neuesten USB-Standard oder multimediale Schnittstellen wie HDMI. 

Typisch für NAS-Systeme von Buffalo ist der On-/OFF-Schalter. Will man das NAS herunterfahren, wird der Schalter einfach auf OFF gelegt - voilá!

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5 Kommentare
    Dein Kommentar
  • diem_
    Dankeschön für diesen Test. Ich freue mich sehr, dass immer mal kleine NAS-Systeme geprüft werden, die besser sind als eine schnöde USB-Festplatte am Router, aber nicht unbedingt für den Profi gedacht sind.

    Was mir persönlich bei NAS-Tests fehlt, ist eine Leistungseinschätzung, sobald mehrere Anwender darauf zugreifen. Wir haben z.B. in unserem kleinen Büro eine Buffalo LinkStation Duo - und das ist die letzte Gurke bei unserem Nutzerprofil. Es werden fast nur Office-Dokumente gehandelt, aber sobald mehr als nur ein Nutzer darauf zugreift geht die Bandbreite pro Nutzer irre nach unten - mit steigender Tendenz bei mehr Nutzern. Wenn vier Leute ihre Texte und Tabellen bearbeiten ist es an der Tagesordnung, dass man mit Popups alá "Kann nicht geöffnet werden ... Netzwerkauslastung zu hoch ..." getröstet wird, wenn man mal schnell in eine PDF o.ä. gucken will.

    Solche Einbußen sollten bei NAS-Systemen nicht auftauchen. Selbst zu Hause kann ich mir viele Szenarien ausmalen, bei denen der Lieblingsfilm nicht anständig aufgenommen werden kann, weil irgend ein anderer NAS-Zugriff den Durchsatz einbrechen lässt.
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  • quixx
    Anonymous sagte:

    Solche Einbußen sollten bei NAS-Systemen nicht auftauchen. Selbst zu Hause kann ich mir viele Szenarien ausmalen, bei denen der Lieblingsfilm nicht anständig aufgenommen werden kann, weil irgend ein anderer NAS-Zugriff den Durchsatz einbrechen lässt.


    Damit solche Leistungseinbrüche nicht kommen, sollte man ein NAS mit einer schnellen CPU (>1,5GHz) nehmen. Die Performance liefert ein Einstiegssystem nicht.

    Davon abgesehen: Ein 2-Bay-NAS ist schon mehr als eine Familie braucht.

    Ich empfehle sowieso die zweite Platte in einem oft laufenden Client per automatischer Acronis-Task mit inkrementellen Backups zu beschicken.

    Oder ist "die Exceltabelle von vor 10 Tagen wiederherstellen" zu professionell?
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  • Tesetilaro
    Anonymous sagte:


    Davon abgesehen: Ein 2-Bay-NAS ist schon mehr als eine Familie braucht.


    sagt wer?

    Anonymous sagte:

    Ich empfehle sowieso die zweite Platte in einem oft laufenden Client per automatischer Acronis-Task mit inkrementellen Backups zu beschicken.

    Oder ist "die Exceltabelle von vor 10 Tagen wiederherstellen" zu professionell?


    Versuchs mal mit Baldrian, wenn das nicht hilft Valium... ;)

    Ich kann deinen Vorposter verstehen, zum er es wirklich nett fomruliert hat, was man von Dir jetzt nicht behaupten kann ;)
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  • gst
    Also für mich ist - auch im privaten Bereich - ein 2-Bay-NAS-System das Minimum. Denn wenn ich nicht zwei Platten habe, die ich spiegele, könnte ich auch gleich eine simple Netzwerkfestplatte oder eine 1-Bay-DAS-Lösung nutzen. Backups sind einfach nicht damit vergleichbar.Sicherlich sollte man auch wichtige Inhlate poer Backup auf externe Medien sichern, die auf einem gespiegelten RAID liegen, aber das ist wieder ein anderes Thema. ;)
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  • diem_
    Anonymous sagte:
    Damit solche Leistungseinbrüche nicht kommen, sollte man ein NAS mit einer schnellen CPU (>1,5GHz) nehmen. Die Performance liefert ein Einstiegssystem nicht.

    Ist das so? Dann wäre ja alles was leistungstechnisch darunter liegt völlig vorbei am angedachten Markt. Eines der Hauptargumente für ein NAS ist doch die gemeinsame Nutzung innerhalb eines Netzes. Wenn das nicht praktikabel ist sind die Mehrkosten gegenüber einer USB-Platte nur noch schwer begründbar.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es hersteller-/modellabhängig ist, wie die vorhandene Kapazität (an Datendurchsatz) aufgeteilt wird, sobald mehrere Clients zugreifen wollen. Dummerweise kann man diese Eigenschaft nicht am Datenblatt ableiten. In Tests finde ich dazu leider selten eine Information.
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