Intel: Cannon-Lake-Prozessoren erst Ende 2018?

Intel galt über viele Jahre als federführend, wenn es darum ging die Strukturbreite eines Chips zu verringern. Doch bereits bei der Broadwell-Architektur, bei der von einem 22-nm- auf einen 14-nm-Fertigungsprozess gewechselt wurde, kam es zu erheblichen Problemen: Letztlich kam die Architektur lediglich bei den für mobile Rechner gedachten Chips sowie den leistungsstarken Broawell-E-Modellen zum Einsatz, für Desktops wurden die Haswell-Prozessoren in einer etwas verbesserten Form neuaufgelegt. Nun scheint der Hersteller mit ähnlichen Schwierigkeiten bei der nächsten Verkleinerungsstufe zu kämpfen.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass noch in diesem Jahr die Cannon-Lake-Architektur, die zu einer neuen Generation von Notebook-Prozessoren führen sollte, die mit einer Strukturbreite von zehn Nanometern gefertigt werden sollen, noch im Laufe dieses Jahres vorgestellt wird. Noch im Juni ließ Intel per Twitter wissen, dass man bei der Entwicklung im Zeitplan sei. Doch entweder wurden der Öffentlichkeit andere Entwicklungspläne kommuniziert oder aber man wurde bei der Fertigung von neuen Schwierigkeiten überrascht, denn Digitimes vermeldet unter Berufung auf Zuliefererkreise, dass der Launch der Chips wohl auf Ende 2018 verschoben wurde.

Details wurden nicht bekannt, doch dem Bericht zufolge erwägen bereits eine Reihe von Notebook-Fabrikanten auf Cannon Lake zu verzichten und stattdessen auf den Nachfolger Ice Lake zu warten. Sie hatten eigentlich auf die neuen Chips gesetzt, die die Leistung der Kaby-Lake-Vorgänger um bis zu 25 Prozent steigern und den Energiebedarf gleichzeitig um bis zu 45 Prozent reduzieren sollen, um die aktuelle Kauffreude bei Klapprechnern noch etwas anheizen zu können.

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1 Kommentar
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  • bigreval
    Ich denke mal das der Fahrplan funktioniert hätte, die aktuellen CPU´s was optimieren und für den Shrink vorbereiten... Dann sehen was rauskommt und optimieren und wieder, bis alles passt...

    Dumm das AMD die Latte an Kernen mal richtig hoch gelegt hat und je komplizierter ein Die, umso mehr Schwierigkeiten beim Shrink...

    Die Kommentare gegen AMD wegen Single-Core-Performance kann man sich schenken, DAS wissen wir alle. Geht ja um die Gesamtperformance. Und wenn Intel a) neue Fertigungsverfahren b) Kompliziertere Chips und c) die (den) Mitbewerber im Nacken hat so sind das drei Baustellen auf einmal anstatt nur einer, dem Shrink...

    Hätte Intel uns mal nicht alle an der kurzen Leine (wenig Cores) gehalten und das nicht über Jahre, dann hätten Sie jetzt doch effektiv weniger Probleme. So ist das halt wenn das Marketing das Sagen hat...
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