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Canonical will Linux auf Smartphones und Tablets bringen

Von , Wolfgang Gruener - Quelle: ZDNet | B 5 kommentare

Nach wie vor träumen die Linux-Entwickler davon, dass sich das System stärker bei privaten Anwender durchsetzt - dies soll nun mit einem Ubuntu für Smartphones und Tablets gelingen

Mark Shutterworth, Kopf der populären Linux-Distribution Ubuntu, hat auf der derzeit stattfindenden Ubuntu Developer Summit angekündigt, dass das hinter Ubuntu stehende Unternehmen Canonical darüber nachdenkt, seine Linux-Variante nicht nur für Desktop-PCs, sondern auch für Smartphones und Tablet-PCs zu öffnen.Die zukünftigen Anwendungsbereiche für Ubuntu werden verschiedene Gesichter haben. Auf einem Desktop-PC wird Ubuntu anders aussehen als auf einem Tablet, so Shutterworth.

Inwieweit der Vorstoß von Canonical von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt indes abzuwarten, denn Ubuntu muss sich auf den Smartphones und Tablets gegen eine große Konkurrenz durchsetzen, an der schon einige andere mit ihren Systemen gescheitert sind: WebOS scheint von der Bildfläche zu verschwinden, Windows Phone konnte bisher nur wenige Nutzer überzeugen und dümpelt hierzulande bei einem Marktanteil von etwa 7%. Selbst die einst so erfolgreichen Blackberry-Smartphones verlieren immer mehr an Popularität.

Shuttleworth sieht allerdings einen der wesentlichen Vorteile von Ubuntu, dass es ein plattformübergreifendes System ist, bei dem Entwickler leicht für verschiedenste Geräte Anwendungen erstellen können, schließlich ist die Codebasis immer die gleiche. Dies gilt auch für die optische Erscheinung. Ubuntus Unity Oberfläche garantiert für ein ähnliches Aussehen des Systems, ganz egal auf welchem Gerät es zum Einsatz kommt.

Die große Hürde bleibt jedoch ein System zu entwickeln, dass in den Augen der Anwender mindestens die gleichen Qualitäten wie Android besitzt, aber sich dennoch soweit von diesem unterscheidet, dass es einen eigenen Reiz besitzt.

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  • Hempel@guest , 2. November 2011 10:28
    Neu? Mit MeeGo gibt es bereits ein funktionierendes, vollwertiges Linux auf Tablets (WeTab) und Smartphones (Nokia N9). Jetzt geht die Zerfaserung der Linux-Systeme auch bei den Mobilgeräten los. Und wie sollen Apps auf das Tablet gelangen? Für jede Destri ein eigenes Paketformat? Oder auf dem Tablet erstmal entpacken und kompilieren? So wird das nichts!
    Liebe Linuxer, macht euch mal Gedanken, warum der Marktanteil an Desktop-PCs seit Jahrzehnten vor sich hin dümpelt. Ein neues Linux-Derivat für Tablets ist die falsche Lösung!
  • Hempel@guest , 2. November 2011 10:29
    Neu? Mit MeeGo gibt es bereits ein funktionierendes, vollwertiges Linux auf Tablets (WeTab) und Smartphones (Nokia N9). Jetzt geht die Zerfaserung der Linux-Systeme auch bei den Mobilgeräten los. Und wie sollen Apps auf das Tablet gelangen? Für jede Destri ein eigenes Paketformat? Oder auf dem Tablet erstmal entpacken und kompilieren? So wird das nichts!
    Liebe Linuxer, macht euch mal Gedanken, warum der Marktanteil an Desktop-PCs seit Jahrzehnten vor sich hin dümpelt. Ein neues Linux-Derivat für Tablets ist die falsche Lösung!
  • Derpet , 2. November 2011 12:17
    MeeGo ist nicht vollwertig.
  • testian@guest , 3. November 2011 13:35
    Ubuntu hat einen Unterbau, welchem kein Betriebssystem (ausser andere GNU/Linux Distributionen) etwas entgegensetzen kann. Android, Windows 7/8, iOS, Windows Phone bieten eine Softwareverwaltung nur auf der Oberfläche ohne durchdachtes und gereiftes Abhängigkeitssystem. Diese recht markante Architektur-Schwäche hat auch dazu geführt, dass viele Android-Phones lange kein OTA beherrschten, weil es erst als Spezialfall implementiert werden musste (man kann den Linux-Kernel nicht im Market updaten - im Ubuntu-Pendant namens Software-Center geht das!).

    Ubuntu ist somit als einziges Smartphone-Betriebsystem in einem wichtigen Punkt, der darüber hinaus noch enormes Potenzial hat, allen anderen Herstellern voraus und NEIN die Manpower weder von Microsoft, Google oder Apple genügen, um diese Lücke in 2 Jahren zu beheben.

    Zweifellos hat Ubuntu die Qualitäten gegen Android.
  • Hempel@guest , 3. November 2011 16:19
    @Derpet: Und was fehlt bei MeeGo, das man auf einem Smartphone braucht? Es geht hier nicht darum, noch ein System für noch einen Benutzerwunsch zu entwickeln, sondern eins, das am Markt eine Chance hat und für das sich ein Ökosystem entwickeln kann. Und da es MeeGo schon gibt, wäre es vernünftig, darauf aufzubauen und nicht wieder bei Null anzufangen. Das gilt auch für die bekloppte Idee Tizen. Google und Apple lachen doch über diese Versuche.