Cascade Lake X: Intels Nachfolger der Skylake-X-Architektur

Schon in den vergangenen Jahren ist der Druck auf Intel immer stärker gewachsen. Führte einst kaum ein Weg an x86-Prozessoren und damit an Intel vorbei, sorgen leistungsstarke ARM-SoCs bei einer ganzen Reihe von Nutzern, dass der klassische PC bzw. das Notebook auf ein Abstellgleis geschoben wurden. Und auch bei den handelsüblichen PC-Systemen hat ein fast in Vergessenheit geratener Konkurrent plötzlich zu neuer Stärke gefunden. Die Ryzen-Prozessoren sind Intel in diesem Jahr gehörig auf den Magen geschlagen. Mit ihrer neuen Leistungsstärke empfehlen sie sich als echte Alternative zu den Core-Prozessoren.

Dieser Druck ließ sich schon an einien Stellen erkennen. Seit Jahren wurden die Intel-Prozessoren für PCs und Notebooks mit maximal vier CPU-Kernen bestückt: Mit der Coffee-Lake-S-Serie zogen in diesem Jahr erstmals sechs Kerne in Mainstream-Chips ein. Die leistungsstarken Chips der Skylake-X-Serie werden mit bis zu 18 Kernen ausgestattet, bei der vorangegangenen Broadwell-E-Reihe galten noch zehn CPU-Kerne als das höchste der Gefühle. Auch die Vorstellung der Chips wurde öfters nach vorne gelegt, was ebenfalls insbesondere bei den leistungsstarken Skylake-X-Prozessoren offenkundig wurde, denn hier wurden nicht schnell genug alle Bugs beseitigt.

An den schnelleren Veröffentlichungszyklen will Intel allem Anschein nach festhalten. Denn auf einer Roadmap, die nun auf der chinesischen SeiteMy Drivers veröffentlicht wurde, steht im kommenden Jahr die Aktualisierung von Skylake X an: Im vierten Quartal 2018 will der Hersteller demnach mit Cascade Lake X eine neue bzw. aufgefrischte Architektur vorstellen, bei der sich der Hersteller von einem Grundmuster scheinbar verabschiedet hat. Denn bisher wurde für die Highend-Chips im Prinzip auf den Bauplan einer Mainstream-Serie zurückgegriffen (Broadwell, Skylake usw.), bei der neuen Architektur scheint es sich dagegen um eine sehr spezielle Auffrischung der bestehenden zu handeln, die ausschließlich für Chips mit gehobenem Leistungspotential handelt. Ansonsten hätte die Architektur als Coffee Lake X o.ä. bezeichnet werden müssen.

Zu den technischen Details wurden keine Informationen bekannt, wenn man davon absieht, dass die neuen Chips zwar nach wie vor mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden. Es soll jedoch ein moderneres Verfahren genutzt werden.

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3 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Trokarr
    Bitte nochmal Korrektur lesen, danke.
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  • drno
    Wurscht, was die Dinger leisten, wo ein Großteil der Mehrleistung den gewöhnlich bescheidenen SW Programmierungen zum Opfer fällt, muß die HW immer mehr leisten um die adipöse Bloatware durchzuschleppen.
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  • bigreval
    Jepp, als ich mit dem Kram angefangen hab war es noch genau umgekehrt! Da musste man noch um jede Codezeile kämpfen, da die Hardware nicht genug leistete oder der Speicher zu klein war...
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