Centriq 2400: Qualcomm verkauft ARM-SoCs für Server

Mit seinen Centriq-2400-SoC hofft Qualcomm sich abseits der Smartphones ein Standbein aufbauen zu können, denn die Chips sind für den Einsatz in Servern bestimmt.

Die Centriq-SoCs werden in einer Strukturbreite von zehn Nanometern gefertigt und verfügen über 18 Milliarden Transistoren, die auf einer Fläche von 398 mm² verteilt werden. Sie bieten 48 CPU-Kerne, die auf dem 64 Bit breiten ARMv8-Befehlssatz basieren, darüber hinaus jedoch von Qualcomm in Eigenregie unter dem Codenamen Falkor entwickelt wurden. Sie leisten Taktgeschwindigkeiten zwischen 2,2 und 2,6 GHz.

Jedem der 48 Kerne stehen ein L1-Cache mit einer Größe von 64 Kilobyte sowie ein 512 L2-Cache Kilobyte großer L2-Cache zur Seite. Außerdem wird für die gemeinsame Nutzung ein 60 Megabyte großer L3-Cache integriert. Angeboten werden mit dem Centriq 2460, Centriq 2452 und dem Centriq 2434 drei unterschiedliche Versionen, die sich im wesentlichen durch die Anzahl der CPU-Kerne voneinander unterscheiden - was natürlich auch Einfluss auf die L3-Chache-Größe sowie die TDP hat. Während die beiden erstgenannten Versionen eine thermische Verlustleistung von 120 Watt aufweisen, beträgt diese beim Centriq 2434 noch 110 Watt.

Unklar ist bisher jedoch noch in welchen Systemen die Centriq-Chips genutzt werden. Zum Marktstart konnte Qualcomm keine Partnerschaft mit einem der großen Serverhersteller bekanntgegeben, die die Chips in einem ihrer Systeme nutzen würden.

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1 Kommentar
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  • Tesetilaro
    Die Frage ist doch, welches OS kommt mit dem Befehlssatz klar und was bringt der Umstieg... Mal davon abgesehen, welche Schnittstellen stehen zur Verfügung, wieviel RAM kann ich anbinden, etc.

    Für mich siehst das auch wie 32 PCIe Lanes und 6 Ram Channels, was irgendwie nicht optimal klingt...