[CES] eBlocker: Anonymes Surfen für alle Geräte im Haushalt

Hardware-seitig fußt der eBlocker auf einem Banana Pi, deshalb erlaubt der Hamburger Hersteller es den potenziellen Nutzern auch, die komplette Software einfach über die Homepage herunterzuladen, wenn sie selbst bereits über ein Banana oder Raspberry Pi verfügen sollten. Kostenpflichtig sind im Anschluss nur die nötigen Software-Updates, um die Blocking-Blacklists aktuell halten zu können.

Das Gerät wird in zwei unterschiedlichen Versionen - Pro und Family - angeboten. Der eBlocker Pro blockiert das Ausspionieren sowie die Profilbildung durch Tracking- und Werbedienste, anonymisiert die IP über eine direkte Anbindung an das Tor-Netzwerk und soll für alle mit dem heimischen Netzwerk verbundenen Geräte unkompliziert nach dem Plug&Play-Prinzip funktionieren.

Die Ausstattungsvariante eBlocker Family bietet zudem die Möglichkeit, für verschiedene Nutzer im Netzwerk gesonderte Einstellungen vorzunehmen - beispielsweise, um Minderjährige vor pornografischen oder gewalthaltigen Inhalten zu schützen.

Wer selbst kein Banana oder Raspberry Pi besitzt, muss für den eBlocker 199 (Pro) bzw. 249 (Family) Euro investieren. Bis zum 20. Januar gibt es die Geräte allerdings noch zum halben Preis über Kickstarter. Die Updates der ersten 12 Monate sind beim Kauf eines der Geräte kostenlos, anschließend fallen jährliche Kosten von 59 (Pro) bzw. 99 (Family) Euro an.

Selbst für Nutzer, die wenig Wert auf die eigentliche Anonymisierung legen, kann der eBlocker handfeste Vorteile bieten. Denn mittlerweile spionieren zahlreiche Online-Shops aus, mit welcher Art von Gerät auf sie zugegriffen wird - und die im Anschluss angezeigten Angebote richten sich nach der mutmaßlichen Kaufkraft des Zugreifenden. So kann ein und dasselbe Angebot für einen iOS-Nutzer teurer ausfallen als für einen Android-Nutzer. Auch damit soll durch die Verwendung des eBlockers Schluss sein.

Und auch der für viele zunächst kryptisch erscheinende Begriff der "Anonymisierung" (Stichwort: "Ich habe doch nichts zu verbergen.") erscheint spätestens dann um so wichtiger, wenn man bedenkt, dass oft versucht wird, vollständige Nutzerprofile mit so vielen gesammelten Informationen wie möglich zu erstellen – das wiederum kann letztlich die Kreditwürdigkeit oder andere Sphären des realen Lebens beeinflussen, auch wenn der deutsche Datenschutz hier im Vergleich zu einigen anderen Ländern zumindest noch einen teilweise Riegel vorschiebt.

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