[CES] Zotac: PCIe-SSD, neue Zbox-Modelle, Wasserkühlung und Smart-Home

Zuerst stellte uns der Hersteller eine PCIe-SSD im schick designten Gewand mit 480 Gigabyte MLC-Speicher vor. Nach dem erfolgreichen Launch der regulären, 2,5 Zoll großen SATA-SSDs im letzten Jahr scheint die Einführung eines entsprechenden High-End-Produktes für Enthusiasten und Gamer ein logischer nächster Schritt zu sein.

Das für Februar geplante Storage-Flaggschiff verfügt über 512 Megabyte DDR3-Cache und soll sequenzielle Datentransferraten von 2500 MByte/s (Lesen) bzw. 1200 MByte/s (Schreiben) bieten. Die Haltbarkeit wird mit 480 TBW angegeben, zudem soll der Speicher im Steckkartenformat End-to-End Data-Protection, dynamisches Wear-Leveling und einen Stromausfallschutz bieten.

Des Weiteren gab es eine neue Wasserkühlungslösung zu sehen, bei der ebenfalls viel Wert auf das Design gelegt wurde. Zotac stattet bereits aktuelle High-End-Grafikkarten mit einer ArcticStorm genannten Hybrid-Kühllösung aus, die Kühlung per Luft und Wasser ermöglicht. Aktuell erwägt der Hersteller nun, die vorgestellte Wasserkühlung entweder als Standalone-Lösung oder aber im Bundle mit einer Grafikkarte anzubieten.

Mit der C-Serie wird zudem das ZBox-Portfolio um ein lautloses, passiv gekühltes Modell mit Skylake-CPU (Core i5-6300U) erweitert, wobei auf die integrierte HD520-Grafik gesetzt wird. Im Barebone können eine 2,5-zöllige SATA-SSD sowie zwei DDR3-SODIMM-Module verbaut werden. Neben USB 3.1 gibt es einen DisplayPort- und HDMI-Anschluss, zwei mal Gigabit-LAN, ac-WLAN und Bluetooth 4.0.

Die Zbox MA761 dagegen verfügt über den Dual-Core-Prozessor Core i3-6100T, wird aber mit einer AMD Radeon R9 M365X gepaart. Hier stehen für Speicherlaufwerke ein 2,5-Zoll- sowie ein M.2-Einschub zur Verfügung und die Zbox bietet USB 3.0 Typ-C, ein Kartenlesegerät, Dual Gigabit-LAN, ac-WLAN, Bluetooth 4.0, zwei DDR3-SODIMM-Steckplätze und als besonderes Highlight ganze sechs (!) DisplayPort Anschlüsse, um eine entsprechende Anzahl an Monitoren befeuern zu können.

Mit der Zbox EA740 wird schließlich ein fast baugleiches Modell angeboten werden, dass allerdings "nur" mit drei DisplayPort-Anschlüssen aufwartet.

Für die kleinen und portablen Zbox-Pico-Modelle im Handy-Format gibt es ein Update auf leistungsstärkere Cherry Trail T3- und Cherry Trail T4-Plattformen mit Quad-Core-CPUs aus Intels Atom-Familie (Atom X7-Z8700 und Atom X5-Z8300). Ansonsten bieten beide Pico-Versionen zwei Gigabyte RAM und ein 32 Gigabyte großes eMMC-Speichermodul. Neu ist, dass nun ein vollständiges Windows 10 Home vorinstalliert ist, woraus sich ein kompletter Mini-PC ergibt, die einfach angeschlossen und genutzt werden kann.

Ebenfalls neu: Zotac stellt einen eigenen PC-Stick vor, der über eine ähnliche Konfiguration wie die neue Zbox Pico verfügt, dafür aber noch einmal eine Nummer kleiner ausfällt – notgedrungen müssen dadurch natürlich auch einige Schnittstellen entfallen. Unklar ist derzeit noch, ob der Stick in Weiß oder einer anderen Farbe erscheinen wird.

Abschließend präsentierte Zotac uns noch zwei für diesen Hersteller eher ungewöhnliche Produkte: Zunächst ein schmales System im 19-Zoll-Einschubrackformat für professionelle Anwendungszwecke, das gleich mit ganzen 12 HDMI-Anschlüssen überrascht, um entsprechend viele Monitore mit Bildmaterial versorgen zu können. Das Barebone fasst einen Sockel-1151-Prozessor und vier DDR4-Module, bietet 4x SATA, PCIe x4, 2x M.2 (Key E und Key M), Mini-PCIe, Dual-Gigabit-LAN und setzt auf eine AMD Radeon R9 M365X im MXM-Steckkartenformat: Aufrüstung oder Tausch ist also möglich.

Mit einer ersten eigenen Smarthome-Produktlinie namens Cozee gab es dann noch eine völlig neue Produktklasse von Zotac zu sehen. Die Modelle sind noch nicht ganz final, aber es gibt immerhin schon eine funktionierende, übersichtliche Steuerungs-App für Android und iOS. Mit marktreifen Modellen ist gegen Ende des ersten Halbjahres zu rechnen. Das Starterkit umfasst Gateway, Umgebungssensor, IP-Kamera und Smartplug.

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2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • echoez
    An dem Compute Stick fehlt noch der 3.5" HDD Einschub. So'n HDMI Anschluß hält doch massig was aus!
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  • ShieTar
    Wozu 3.5", massig Speicher gibts doch längst auch in SDCX-Bauform. Die Zukunft ist Fingernagel-Groß.
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