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Top-Speed: 10 CompactFlash-Speicherkarten im Vergleichstest

Top-Speed: 10 CompactFlash-Speicherkarten im Vergleichstest
Von , Achim Roos

CompactFlash-Karten sind langsam und eigentlich schon ein Fall fürs Altenteil? Weit gefehlt: Im professionellen Fotobereich sind sie nach wie vor das Standard-Kartenformat. Und flink sind sie auch: Die besten CF-Karten lesen mit mehr als 150 MByte/s.

Fast jedes aktuelle Smartphone, Tablet, Notebook und Digitalkameramodell kommt mit SD-Karten oder ihren Varianten SDHC, SDXC, microSDHC und microSDXC zurecht. Bei der Unterstützung weiterer Speicherkarten sieht es dagegen fast immer finster aus. Es sei denn, wir reden über Digitalkameras oder Camcorder beziehungsweise über Notebooks oder Netbooks mit einem Multi-Cardreader, der auch mit anderen Kartenformaten wie Memory Stick, MultiMedia Card, Reduced Size Multimedia Card, xD-Picture Card oder CompactFlash zurechtkommt.

Besonders die CompactFlash-Karte (CF) wirkt aufgrund ihrer vergleichsweise klobigen Abmessungen wie ein Relikt aus einer vergangenen IT-Zeit. Mit einer Grundfläche von 4,3 x 3,6 Zentimetern und beachtlichen 5 Millimetern Bauhöhe (CF Typ 2) ist die CompactFlash-Karte das mit Abstand größte und dickste Kartenformat. Bereits mit großen Abstand folgen der Typ 1 der CF-Karte mit 3,3 Millimetern Bauhöhe, der Memory Stick Standard und Memory Stick PRO mit jeweils 2,8 Millimetern und schließlich die SD/SDHC/SDXC-Card, die 2,1 Millimeter in die Höhe ragt.

Bestmarken: 150 MByte/s Lesen, 125 MByte/s Schreiben

Schon äußerlich kann man sehen, dass CF-Karten aufgrund ihrer Ausmaße nicht zu Smartphones oder Tablets passen – hier ist alles, was über eine microSD-Karte hinausgeht, schlichtweg zu groß. Das Zielpublikum ist aber ohnehin ein anderes.

Die CF-Karte richtet sich vielmehr an Nutzer professioneller Digitalkameras und Camcorder, bei denen hohe kontinuierliche Schreibgeschwindigkeiten gefordert sind. Sei es, um hochauflösende Serienbildaufnahmen in zweistelliger Megapixelgröße so schnell speichern zu können, dass es dabei zu keinem Datenstau kommt, oder um Full-HD- oder sogar 4K-Videoaufnahmen ruckelfrei auf den Speicherchip zu bannen.

Für diese Aufgaben sind CF-Karten bestens geeignet. Denn auch wenn man es bei ihrem scheinbar anachronistischen Äußeren nicht vermutet: Moderne UDMA-Mode-6- und UDMA-Mode-7-Karten sind extrem schnell. Die besten unter ihnen übertreffen mit Leichtigkeit selbst die flottesten microSD-Karten, die es immerhin auf sequenzielle Lese- und Schreibraten von knapp 100 bzw. 90 MByte/s bringen. Deshalb: Vorhang auf für die gestetesten CF-Karten mit Kapazitäten zwischen 16 und 128 GByte, die teilweise mit mehr als 150 MByte/s lesen und mit über 125 MByte/s schreiben.

Moderne CF-Karten arbeiten zwar mit der gleichen physikalischen Schnittstelle wie die Urahnen aus dem Jahr 1994, doch Speicherkapazität und Bandbreite haben durch das stetig weiterentwickelte Schnittstellenprotokoll gewaltig zugelegt. Während die ersten CF-Karten im PIO-Mode 2 gemütliche sequenzielle Transferraten von 8,3 MB/s zustandebrachten, erreichen aktuelle Karten mit UDMA-7-Schnittstelle theoretisch bis zu 167 MB/s. In der Praxis sind sie gar nicht weit davon entfernt, denn immerhin schaffen sieben der zehn Testkandidaten mehr als 150 MB/s beim Lesen. Theoretisch passen inzwischen bis zu 128 PB auf eine Karte. Die derzeit erhältlichen Modelle sind aber maximal 256 GB groß.

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  • derGhostrider , 24. Februar 2014 23:05
    Das nennt man dann wohl "Glück gehabt" - habe mich bei der Wahl der SanDisk nicht falsch entschieden. :o )BTW: Rezensionen behaupten, dass die "auffällig günstige" 32GB Transcend im Gebrauch, also in einer Kamera, erstaunlich langsam sein soll.Manchmal helfen eben auch schon Kundenrezensionen, sofern sich ein einheitliches Bild abzeichnet.Danke für den Test!
  • Tesetilaro , 10. März 2014 13:23
    wenn du natürlich lieber auf qualifizierte Rezessionen wie "gefühlt langsamer" hörst als einen Test zu lesen - herzlichen Glückwunsch...

    Ich habe von beiden Firmen Produkte im Einsatz und kann mich nicht beschweren - beide Firmen halten was Sie versprechen... Und daß sich durch ständig andere Chips mal ne Geschwindigkeit bei einer kartentype ändert, im Vergleich zum vorgänger mit dem selben label, ist vollkommen normal... inzwischen haben die flashchips ein lifecycle von weniger als einem halben jahr -.-
  • derGhostrider , 10. März 2014 18:15
    Zitat :
    Und daß sich durch ständig andere Chips mal ne Geschwindigkeit bei einer kartentype ändert, im Vergleich zum vorgänger mit dem selben label, ist vollkommen normal.
    Ja, "rein zufällig" sind die ersten Revisionen, also wenn primär Testsamples gekauft werden, schnell und "rein zufällig" wird das dann ein paar Monate später geändert.
  • Tesetilaro , 11. März 2014 08:48
    das ist eine vollkommen haltlose, substanzlose unterstellung und zeugt von mangelhafter marktkenntnis...

    Jede neue Chipgeneration die durch Die-shrinking entsteht ist erst mal langsamer bis entsprechende optimierungen greifen...
    wenn jetzt Samsung (beispielhaft) von 21nm auf 19 nm umsteigt... das Testprodukt aber 21 nm war werden die ersten Karten
    mit 19 nm dann geringfügig langsamer sein, bis eben die 19 nm nicht mehr als A-Die sondern als B-Die / C-Die kommen....

    So wenn der Kartenhersteller also keine 21 nm mehr bekommt, was soll er machen? richtig schaun ob die Karte immernoch
    mindestens so schnell ist wie angegeben sonst muß er anpassen... und wenn wir jetzt das Sample der 400x von Transcend
    aus dem Test betrachten -> die lag bei über 150 MB/s lesen... weit über zugesichert - wo liegt dein Problem? einfach mal
    einen Hersteller schlecht machen?

    Alle hier getesteten sind zumindest qualitativ unzweifelhaft -.-
  • derGhostrider , 11. März 2014 12:51
    Bei inzwischen über 22 Jahren Erfahrung mit PC-Hardware und entsprechenden Erfahrungen bei Hardware, erlaube ich mir einfach mal die empirischen Beobachtungen zu äußern.
    Es war schon früher keine Seltenheit bei Mainboards (Beispiel ASUS bei 486er Boards, als sie anfingen zu sparen), dass in den ersten Revisionen (ja, für Tests) z.B. die Halteclips für Speicherbausteine noch aus Metall waren, in "Revision b" des gleichen Boards dann nur noch Plastik verbaut wurde. Die Rahmen um IDE- und Floppy-Ports wurden gestrichen.
    Auch heute gibt es noch Mainboards oder sonstige Karten, bei denen plötzlich in der zweiten oder dritten Revision ein paar Kondensatoren eingespart werden.
    Geschwindigkeit: Fujitsu MPG-3409AH-EF: Die letzten Revisionen waren einige MB/s langsamer als die ersten. Dafür sind die ersten zwar super schnell gewesen, allerdings haben sich die Controller-Chips nach grob 1,5 Jahren regelrecht aufgelöst: Angeblich ein falsches Flammschutzmittel im Chip. Nur komisch, dass die Chips mit haltbarem Flammschutzmittel dann auch deutlich langsamer waren.

    Zudem halte ich es für nicht nachvollziehbar, dass Chips durch einen Shrink prinzipiell langsamer werden. Hast Du dafür irgendeinen Beleg? Also bei RAMs und CPUs ist dem nicht so. Womit begründest Du also Deine Aussage?

    Falls aber die "aktuelle" CF-Karten in einer Alltagsanwendung plötzlich hinter alte CF-Karten (namentlich: SanDisk Extreme III) zurückfallen, die nicht einmal annähernd die Spezifikationen der neuen erreichen kann (Aufdruck der alten Karte: 30MB/s), dann ist da etwas faul. Vor allem, wenn es nicht als Einzelfall auftritt, sondern reihenweise bei den Usern.
    Wie gesagt, es ging hier nicht darum, dass homöopatische Unterschiede in Benchmarks gemessen wurden.

    Da stelle ich die Frage: Woher kommen die Testsamples? Wie üblich von einer PR-Agentur bereitgestellt, oder selbst bei irgendwelchen Händlern bestellt? Vielleicht war ja auch nur eine schlechte Charge im Umlauf, was sich inzwischen wieder gelegt hat.
    Dein erster Satz ist hingegen eine Frechheit. Es gibt mehr als genügend Beispiele, die soetwas zumindest plausibel erscheinen lassen. Aber vielleicht ist die Marktkenntnis auf Deiner Seite dann nicht hinreichend, um diese Beispiele zu kennen? Ich habe nun ein paar der Beispiele genannt und mir fallen weitere ein (z.B. ein Netgear-Wireless Gerät, an dem plötzlich ein Schalter und damit auch wichtige Funktionen weggefallen sind, ein Subwoofer (nicht für PCs), der ursprünglich 112dB Schalldruck hatte und in späteren Versionen kaum noch 100, dafür eine miserable Klangcharakteristik...).
    Dies ist alles keine Seltenheit.
  • Tesetilaro , 11. März 2014 13:28
    es kann ja sein, daß es bei anderen Produktbereichen diese benchmarkmogeleien gibt...

    Bei Flash ist das Thema längst durch, schon weil sich die Produkte ständig ändern - weder Kingston, noch Sandisk oder Transcend haben Zeit und Nerv sich für einen mediatest spezielle "Pressemuster" bauen zu lassen...

    Das Flash immer einen ticken langsamer wird liegt an der Art und weise wie dort geschrieben wird... MLC und TLC sind auf hochexakte Schreibspannungen angewiesen... je kleiner die Zelle umso genauer muß ich treffen - damit die richtige Anzahl elektronen "hängen bleibt" - je kleiner die Zelle umso komplizierter die notwendige Steuerung... darüber hinaus baut man bei Flash ja ECC nicht per se ein weil es so toll ist, sondern weil es notwendig ist... in zeiten von 65 nm SLC flash gabs sogar noch chips ohne - das kannst bei 19 nm MLC oder TLC mal direkt knicken... da reden wir von immer komplizierteren, aufwendigeren und auch zeitintensiveren Berechnungen.
    Flash ist in der Hinsicht schlicht nicht mit DRAM und CPUs vergleichbar -.-

    Was die Nutzererfahrungen angeht bin ich immer extrem vorsichtig - es gibt klare regularien für die Bestimmung von Geschwindigkeiten - Beispielsweise die Class 10 Spec der SD-Card org... der Witz ist das wird auf genormten profigeräten mit genormter Software gemacht - da sind wir direkt mal bei 10 k $ für so eine Teststation -der Kunde testet dann mit einem windigen benschmark und am besten noch mit einem mistigen Kartenleser und pöbelt erst mal bei Amazon rum...
    Ganz zu schweigen von der Tatsache daß ich auch größere Datenmengen für meine Transcend Karte im Handy per Kartenleser schreibe mit USB 3.0 und UHS-I support - weil die Karte dann irgendwas um und bei 35 MB/s schreiben schafft - im Handy sind es nicht mal 10 MB/s lesen...
  • derGhostrider , 11. März 2014 13:37
    Ich habe nirgends gesagt, dass Pressemustere gebaut werden, lediglich, dass die erste(n) Revision(en) leider oftmals höhere Qualitätsstandards erfüllen.
    Aber nun reicht es wohl. Habe weder Lust noch Zeit alles dreimal zu schreiben.
  • Tesetilaro , 11. März 2014 13:53
    Und ich sage Dir die extreme 3 kommt amtlich gemessen auch mit der neuen Revision mit 30 MB/s daher - zumindest wenn es auf dem Sticker steht...
    und zwar vollkommen egal was irgendwelche Nutzer mit irgendwelchen nicht belegbaren tests ermittelt haben...

    Was durchaus sein kann, ist das die neue karte eben nur noch 35 MB/s schafft statt 45 wie die alte, weil eben die Chips von 24 auf 19 nm gegangen sind - und wir wären immernoch oberhalb der zugesicherten Geschwindigkeiten - was auch der Test von Toms gezeigt hat - und selbst dieser ist bestenfalls ein Anhalt weil eben nicht mit einem Testmetrix system gemessen wurde ;) 

    Aber wir wissen bereits daß Du gerne eine Diskussion anfängst und nicht gewillt bist eine selbst angezettelte Konfrontation durch Beweise oder eine Entschuldigung sauber zu beenden...
  • derGhostrider , 11. März 2014 14:10
    Pffff... Du liest nichtmal, was ich schreibe und verlangst eine Entschuldigung?
    Die Extreme III ist diejenige, die mehr liefert, als die wesentlich neuere Transcend bei vielen geleistet hat. So habe ich es auch oben geschrieben.

    Wenn sich hier jemand entschuldigen müsste, dann wohl eher Du.