Qualcomm reduziert Auftragsfertigung bei TSMC

In wenigen Monaten wollen die Hersteller mobiler Chips genauso wie die Grafikspezialisten AMD und Nvidia auf eine neue Strukturbreite bei ihren Prozessoren umschwenken und ihre kommenden Modelle verstärkt in 20 statt wie aktuell in 28 nm fertigen lassen. Die Serienproduktion des neuen Apple A8 soll bereits in dem neuen Verfahren angelaufen sein.

Doch offenbar sorgen sich die TSMC-Auftraggeber zunehmend. Ihnen sind die Schwierigkeiten, die der Zulieferer bei der letzten Umstellung auf das 28-nm-Verfahren hatte, gut in Erinnerung geblieben. So musste der Hersteller kurz nach Einführung des Fertigungsprozess die Produktion anhalten; die Ausbeute pro Wafer blieb über Monate hinter den Erwartungen zurück, was letztlich zu Lieferschwierigkeiten führte. Davon betroffen war nicht zuletzt Qualcomm.

Nun scheinen die Amerikaner Konsequenzen zu ziehen. Nach Informationen von Digitimes will der Prozessorenentwickler seine Produktion von 20-nm-Chips zumindest in größeren Teilen von TSMC zu anderen Auftragsfertigern - namentlich zu Samsung und Globalfoundries - verlagern. Dies soll vor allem für die 4G-Modems gelten. Offenbar befürchtet der größte TSMC-Kunde, dass die Umstellung auf das 20-nm-Verfahren zu vergleichbaren Problemen führen könnte. In der vergangenen Woche wurde deutlich, dass auch AMD seine Fertigungsaufträge deutlich breiter streut als zuvor und verstärkt mit Globalfoundries zusammenarbeitet.

TSMC dementiert entsprechende Gerüchte, muss diesen zufolge jedoch keine Auftragseinbrüche befürchten. Denn dem Anschein nach will Apple seine Produktion deutlich ausweiten - möglicherweise auch deshalb, um die Zusammenarbeit mit Samsung - bei Endgeräten immerhin einer der größten Konkurrenten - zu reduzieren.

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