Anmelden / Registrieren

Cliqz: Deutscher Browser soll Privatsphäre schützen

Von - Quelle: Cliqz | B 3 kommentare

Ein Browser aus Deutschland ist angetreten, um die Sammelwut im Internet einzudämmen: Cliqz soll die Privatsphäre seiner Nutzer mit Anti-Tracking-Algorithmen schützen und den Sammlern beliebige Daten unterschieben.

Internetanbieter wie Google, Facebook und Amazon sind nach Ansicht der Initiatioren von Cliqz ein "immanentes Privatsphärerisiko": Sie sammeln Daten aller Art – und geben sie an jeden weiter, der dafür zahlt. Oder werten die Daten statistisch aus und verkaufen Werbung, die angeblich "punktgenau" an die vermeintliche Zielgruppe ausgeliefert wird.

CliqzCliqz

Das spielt sich für den Einzelnen im Verborgenen ab – und nicht zu knapp: Eine Analyse von Cliqz ergab, dass bei 21 Millionen Aufrufen von fünf Millionen Webseiten bei etwa drei Vierteln der Webseiten Informationen an Dritte weitergegeben wurden. Und die größte Datenkrake ist Google: Bei 40 Prozent der Aufrufe wurden Daten an Tracker aus Mountain View verschickt.

Cliqz will diesem Gebaren einen Riegel vorschieben. Fordert eine Webseite Informationen an, werden Privatphäre-relevante Daten wie IP-Adressen und ähnliches mit Standardzeichenketten ersetzt, die keine Rückschlüsse auf den Nutzer zulassen. Darüber hinaus sind Informationen darüber, welche Daten an wen bzw. welche Drittpartei verschickt werden sollen, mit einem Klick einsehbar.

Cliqz Untersuchung über Tracking im WebCliqz Untersuchung über Tracking im Web

Für die Messbarkeit von Werbung erforderliche Informationen will Cliqz damit aber nicht kompromittieren, damit der Browser Geschäftsmodelle für kostenlose Web-Angebote nicht ad absurdum führen oder seine Nutzer von der Nutzung werbender Webseiten aussperren könnte.

Darüber hinaus will der Browser auch noch eine auf einem Web-Index namens "Human Web" basierende Suchmaschine sein: Auf Basis der eingegebenen Begriffe bietet Cliqz die ersten für die Technologie relevanten Suchergebnisse an. Erst in dem Fall, dass der Nutzer diese Ergebnisse als nicht hilfreich definiert, gibt er die Anfrage an eine vordefinierte externe Suchmaschine weiter.

Cliqz für Desktop mit SuchfunktionCliqz für Desktop mit SuchfunktionCliqz für Smartphone (Android und iOS)Cliqz für Smartphone (Android und iOS)Cliqz Erweiterung FirefoxCliqz Erweiterung Firefox

Neben der Anti-Tracking-Funktion will Cliqz auch ein Anti-Phishing-Werkzeug sein, das potenziell gefährliche Webseiten sicher erkennen kann. Alle beim Surfen anfallenden Daten sollen auf dem eigenen Rechner verbleiben, da das Unternehmen Cliqz - eine mehrheitliche Tochter des Burda-Konzerns - keine Daten seiner Nutzer sammeln will.

Cliqz basiert auf Firefox 44.0.2 und soll sich ähnlich bedienen lassen. Es gibt den Browser für Windows ab XP, MacOS ab OS X 10.6, Android ab Version 5.0 Lollipop und iOS ab 8.0. Darüber hinaus bietet Cliqz ein Plug-in für Firefox an, die den Suchalgorithmus auch in einem Standard-Browser erlebbar machen soll.

Kommentarbereich
Kommentar abgeben
Experten im Forum befragen
Ihre Reaktion auf diesen Artikel

Zu diesem Thema einen neuen Thread im Forum News erstellen.

Beispiel: Notebook, Festplatte, Speicher

Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • MBaumi , 10. März 2016 09:17
    AHAHAHAHAAHAHAHAHAHAHAH!!
    Mit anderen Worten: Ein Brauser schützt vor Doofheit nicht. Mag ja sein, dass die Regierung in manchen Sachen ganz intelligent ist, digital und Neuland kann se aber ned. Ich bin mal gespannt, wie viel das bringen wird. Prognose: wenig.
  • Brow Chakra , 10. März 2016 10:05
    >"Ein Brauser schützt vor Doofheit nicht."
    Da Du offenbar von Dir ausgehst, formuliere bitte Deine Prognose auch korrekt:
    Prognose: Mir bringt das wenig.
    Pauschale Ansagen sind wertlos und bringen niemanden weiter!
  • Brow Chakra , 10. März 2016 10:06
    "Ein Brauser schützt vor Doofheit nicht." - Da Du offensichtlich von Dir ausgehst, dann schreib Deine Prognose bitte auch korrekt: "Mir bring das wenig". Ansonsten ist dein ganzer Post nur eine pauschale und wertlose Aussage.
  • Kommentieren 3 kommentare
Ihre Reaktion auf diesen Artikel