Cooler Master Cosmos SE im Test: Luxusgehäuse für die breite Masse?

Kühlung und Staubschutz

Der Frontbereich punktet mit einem sehr leicht entfernbaren Bauteil zur Staubschutzfilterung, hinter dem sich zwei 12-cm-Lüfter ( Cooler Master A12025-12CB-3DN-F1) befinden, deren blaue LEDs optional hinzugeschaltet werden können. Bereits ab Werk verklebte Gummiringe sorgen für eine Entkopplung vom Gehäuse, die Lüfter wurden aus diesem Grund mit  speziellen, langen Schrauben angebracht. Bei den ersten, für die Presse bestimmten Exemplaren gab es bei einigen Gehäusen noch Probleme mit den Gewinden der Schrauben. Diese sind jedoch laut Cooler Master für die sich im Verkauf befindlichen Cosmos SE komplett behoben.

Wer möchte, kann nach demselben Prinzip zwei weitere 12-cm-Lüfter an den Festplattenkäfigen im Innenraum anbringen. Einzeln an den Lüftern verklebbare Gummiringe zur Entkopplung sowie zwei zusätzliche Sätze der erforderlichen Schrauben sind Teil des Lieferumfangs.

Die ebenfalls mit Filtermaterial versehene Deckelblende lässt sich nach dem Lösen einer rückseitigen Rändelschraube nach hinten hinausziehen. Darunter befindet sich ein 14-cm-Lüfter (Cooler Master A14025-12CB-3BN-F1). Maximal zwei Exemplare im 12- oder 14-cm-Format können hier unterkommen, dann wird allerdings der oberste 5,25“ Einschub blockiert und ist nur noch für Bauteile nutzbar, die nicht weit ins Gehäuse hineinreichen.

Vervollständigt wird die werksseitige Lüfterbestückung durch ein 12-cm-Modell an der Rückseite (Cooler Master A12025-12CB-3JN-F1) – alle Lüfter drehen mit 1200 U/min, eine Entkopplung wurde lediglich für die Frontlüfter realisiert. Der Anschluss erfolgt wahlweise per 4-Pin-Molexstecker in Reihe geschaltet oder einzeln über einen 3-Pin Lüfteranschluss an einer Lüftersteuerung oder direkt auf dem Mainboard. Leider wurde dem Cosmos SE keine eigene Lüftersteuerung spendiert.

Der Gehäuseboden wurde im Bereich des Netzteils sowie der Festplattenkäfige jeweils mit einem herausziehbaren Filterelement bestückt. Man beachte an dieser Stelle auch, dass die Gummistandfüße des Cosmos SE nicht nur verklebt, sondern verschraubt sind.

Die Festplattenkäfige sind zwar entfernbar (siehe unten), jedoch werden direkt an ihnen die Frontlüfter verschraubt. Es ist folglich nicht möglich, die einzelnen Elemente der entsprechenden Einschübe zur Verbesserung des Airflows herauszunehmen. Zu diesem Zweck wäre eine zusätzliche Lüftermontagemöglichkeit vielleicht sogar auf Basis der beiliegenden Schienen zur Anbringung von Radiatoren wünschenswert gewesen.

Wasserkühlung

Neben der üblichen Möglichkeit, einen kleinen 12-cm-Radiator an der Rückseite des Gehäuses anzubringen, sollen ein 28-cm- sowie 36-cm-Modell Platz an der Ober- beziehungsweise Vorderseite finden können.

Zusätzliche Lüfter können bei einer üblichen Rahmendicke von 2,5 cm direkt auf dem Gehäuse verschraubt werden und passen problemlos zwischen das obere Gehäuseblech und die Deckelblende. An Löcher zur Durchführung der Anschlusskabel wurde gedacht.

Die Anschraubpunkte für den Radiator hätte man allerdings etwas weiter nach außen setzen können, um Inkompatibilitäten zwischen hohen Kühlelementen auf dem Mainboard beim Einsatz dicker oder mit beidseitiger Lüfterbestückung versehenen Radiatoren aus dem Weg zu gehen. Auch hier gilt: Wird ein 24-cm-Radiator eingesetzt, blockiert dieser den obersten 5,25“ Einschub.

Die Radiatormontage an der Vorderseite geht mit Einschränkungen einher: Wird ein 24- oder 28-cm-Modell verwendet, so muss man entweder auf sämtliche Festplatteneinschübe verzichten oder entfernt den (verschraubten) 5,25“ Käfig und kann die untersten beiden HDD-Einschübe weiterhin nutzen. Zur Montage kommen die bereits eingangs erwähnten Halteschienen zum Einsatz. Verschraubt man Radiator samt Lüftern an der Vorderseite mit den Schienen, lassen sich auch Push/Pull-Konfigurationen realisieren.

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5 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Big-K
    Für Wasserkühlung und Netzteil unten. Kurzschluss im Primärkreislauf BÄM.
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  • Myrkvidr
    Also streng genommen bringt das Netzteil unten vor allem mehr Staub im Netzteil selbst - die Vorteile der vermeintlich besseren Kühlung haben sich mir im Praxiseinsatz auch noch nicht offenbart. Mit dem Netzteil oben wär zudem der CPU-Kühler bei vielen Sichtfenstern schöner im Blickfeld - aber unten wird wohl das sein, was sich einfach besser verkauft bzw. verlangt wird.
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  • Big-K
    Da es unten kalte Luft ansaugt wird das NT schon etwas kühler laufen. Aber tut dat not? Ich hab mein bq! schon bis zum OPP belastet und der Lüfter hat net aufgedreht.
    Kann es sein das Gehäuse in letzter Zeit immer teurer werden? Für den Preis gabs früher drei Mittelkasse Modelle und an ner Flut oder Erdbeben kanns ja wohl net liegen ;-(
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  • Derfnam
    Klar, Flut erzeugt Gegenflut :D Keine Gehäuseschwemme ergibt teurere Kisten, wobei ich den Preis für ein Cosmos noch als ziemlich moderat ansehe. Zudem bekommst du drei N400 dafür: http://geizhals.de/cooler-master-n400-mit-sichtfenster-nse-400-kwn1-a943151.html
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  • Myrkvidr
    Budget-Gehäuse gibt es immer noch genug, aber die Hersteller schicken halt eher die Flaggschiffe für Reviews raus. Das CM 690 III wär noch eine sehr gute Alternative zwischen N-Serie und Cosmos. Wobei der Aufpreis für das Cosmos schon die bessere/stabilere Qualität mit sich bringt, das fasst sich sehr gut an. Ich hätte mir da nur noch irgendein weiteres Feature gewünscht. Lüftersteuerung o.ä. sollte das schon an Bord sein. Dafür sind die Tragegriffe echt handlich, wenn man sie denn braucht.
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