Cooler Master Cosmos SE im Test: Luxusgehäuse für die breite Masse?

Temperaturen und Lautstärkeentwicklung

Temperaturentwicklung

Angesichts der bereits ab Werk vergleichsweise üppigen Lüfterausstattung in Form von drei Exemplaren mit 12 sowie einem mit 14 cm Rahmenbreite fallen Luftzirkulation sowie die dementsprechenden Temperaturwerte trotz der aus optischen Gründen vollkommen geschlossenen Seitenwand sehr gut aus (wer eine noch bessere Belüftung Wert legt, kann die alternative Variante mit Mesh-Einsatz im Seitenteil erwerben). Ein hitzköpfiger Haswell-Prozessor sowie die verbaute HIS HD 7970 stellen auch in Kombination keinerlei Probleme dar. Da Cooler Master dem Cosmos SE keine integrierte Lüftersteuerung spendiert haben, beschränken wir uns auf eine einzige Messreihe. Die Temperaturwerte zeigen jedoch, dass auch deutlich geringere Drehzahlen immer noch problemlos umsetzbar sein sollten:

Temperaturen unter Volllast: Cooler Master Cosmos SE
Raumtemperatur19.3°C
CPU (i5-4670K) TCore 60.9°C
GPU (HD 7970)70-71°C
(Lüfter 37% = 2122 U/min)
HDD22°C

Eine durchschnittliche Kerntemperatur von 60,9°C unter Volllast, die wir während der letzten zehn Minuten des Tests erzielten, stellt einen ordentlichen Wert dar. Mit dem Thermalright True Spirit 140 BW kommt ein leistungsstarker und leiser Kühler zum Einsatz – genug „Luft nach oben“ für eine Übertaktung innerhalb der üblichen Grenzen der Haswell-Generation besteht somit in jedem Fall. Die stromhungrige AMD Radeon HD 7970 erreicht 70-71°C. Hier ist jedoch bereits bei 37% der maximalen Lüfterdrehzahl respektive 2122 U/min Schluss – ein sehr guter Wert! Die Festplattenschächte sitzen direkt hinter den beiden Frontlüftern, so dass auch hier nur ein Wert von 22°C erreicht wird. Dabei ist anzumerken, dass alle Messwerte bei einer sehr moderaten Raumtemperatur von 19,3°C erhoben wurden.

Lautstärkeentwicklung

Das Cosmos SE ist ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse mit schnittiger Formensprache und sehr guten Kühleigenschaften. Es ist allerdings mitnichten ein Silent-Gehäuse! Ungeachtet der nur der Vollständigkeit halber aufgeführten und je nach verbauten Komponenten im Einzelfall stark abweichenden Geräuschkulisse, die das komplette System liefert, liegen komponentenbereinigt 38,9 bis 39,1 dB(A) vor. Das ist der Grundlautstärkepegel, der allein seitens der verbauten Lüfter bei jeweils vollen 1200 U/min aus einem halben Meter Abstand messbar ist. Schade, dass Cooler Master dem Cosmos SE keine intergierte Lüftersteuerung spendiert haben – eine reduzierte Lüfterdrehzahl hätte zur Kühlung nicht übertakteter Komponenten immer noch mehr als ausgereicht.

Geräuschentwicklung: Cooler Master Cosmos SE
 nur Gehäuselüfterkomplettes System, Leerlaufkomplettes System, Volllast
frontal (50 cm)39.1 dB(A)41.9 dB(A)44.4 dB(A)
diagonal links oben (50 cm)38.9 dB(A)40.2 dB(A)43.1 dB(A)
diagonal rechts oben (50 cm)39.1 dB(A)39.5 dB(A)42.1 dB(A)

Die werksseitig verbauten Lüfter lassen zwar allesamt ein leichtes Grundrattern vernehmen, das jedoch im Betrieb mit der vorgesehenen Nenndrehzahl fast nicht auszumachen ist und nur dann hervortritt, wenn selbige signifikant herunterregelt werden – wer unter Einsatz einer zusätzlichen Lüftersteuerung an dem Umbau zum Silent-System denkt, bestellt also am besten auch einige Zusatzlüfter mit. Wen die 1200 U/min nicht stören oder wer auf den sehr ordentlichen Luftdurchsatz im Auslieferungszustand zurückgreifen möchte, erhält demgegenüber eine durchaus zufriedenstellende Lösung.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
5 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Big-K
    Für Wasserkühlung und Netzteil unten. Kurzschluss im Primärkreislauf BÄM.
    0
  • Myrkvidr
    Also streng genommen bringt das Netzteil unten vor allem mehr Staub im Netzteil selbst - die Vorteile der vermeintlich besseren Kühlung haben sich mir im Praxiseinsatz auch noch nicht offenbart. Mit dem Netzteil oben wär zudem der CPU-Kühler bei vielen Sichtfenstern schöner im Blickfeld - aber unten wird wohl das sein, was sich einfach besser verkauft bzw. verlangt wird.
    0
  • Big-K
    Da es unten kalte Luft ansaugt wird das NT schon etwas kühler laufen. Aber tut dat not? Ich hab mein bq! schon bis zum OPP belastet und der Lüfter hat net aufgedreht.
    Kann es sein das Gehäuse in letzter Zeit immer teurer werden? Für den Preis gabs früher drei Mittelkasse Modelle und an ner Flut oder Erdbeben kanns ja wohl net liegen ;-(
    0
  • Derfnam
    Klar, Flut erzeugt Gegenflut :D Keine Gehäuseschwemme ergibt teurere Kisten, wobei ich den Preis für ein Cosmos noch als ziemlich moderat ansehe. Zudem bekommst du drei N400 dafür: http://geizhals.de/cooler-master-n400-mit-sichtfenster-nse-400-kwn1-a943151.html
    0
  • Myrkvidr
    Budget-Gehäuse gibt es immer noch genug, aber die Hersteller schicken halt eher die Flaggschiffe für Reviews raus. Das CM 690 III wär noch eine sehr gute Alternative zwischen N-Serie und Cosmos. Wobei der Aufpreis für das Cosmos schon die bessere/stabilere Qualität mit sich bringt, das fasst sich sehr gut an. Ich hätte mir da nur noch irgendein weiteres Feature gewünscht. Lüftersteuerung o.ä. sollte das schon an Bord sein. Dafür sind die Tragegriffe echt handlich, wenn man sie denn braucht.
    0