Cooler Master Hyper 103 im Test: Eyecandy im Budget-Bereich

Testkonfiguration

Für den Einsatz auf stark übertakteten Prozessoren ist der Cooler Master Hyper 103 nicht gedacht – daher testen wir hier ausschließlich auf einem AMD FX-8350 bei Werkstakt und einer TDP von 125W. Die ungefähr 180W TDP unserer OC-Einstellungen sind dann für den kleinen Einstiegskühler doch etwas zu viel des Guten.

Teststation CPU-Kühlung - OC performance & normal performance settings 
ProzessorAMD FX-8350 @stock (normal)
MainboardGigabyte 990FXA-UD7
Bios F10
RAM1 x 4 GB G.Skill DDR3-1333 CL9
GrafikkarteXFX Radeon HD 5450 (passiv)
SSD60 GB Kingston SSDNow V+ 200
Netzteil1000W Xilence XQ Series Platinum R4 (semipassiv)
GehäuseCooler Master CM Storm Stryker
Gehäuselüfter frontal und rückseitig: @1000 U/min
Gehäuselüfter oben: 900 U/min
SonstigesAqua Computer Aquaero 5 LT (Firmware 1027)
ARCTIC MX-4 (Wärmeleitpaste)
BetriebssystemWindows 8 Pro 64-Bit  (Stand: Mai 2013)

Zur Messung der Temperatur wird der Prozessor zunächst 60 Minuten lang durch Prime95 mit benutzerdefinierten Einstellungen ausgelastet und ordentlich aufgeheizt. Anschließend werden für zusätzliche 10 Minuten die Temperaturwerte für die Prozessorkerne mitgeloggt und ein Mittelwert aus den während des Messintervalls festgehaltenen Werten gebildet. Auf diese Weise lassen sich etwas akkuratere Ergebnisse als bei rein zeitpunktabhängigen Messungen erreichen, wenngleich aufgrund der groben Werte, die durch die internen Sensoren im Prozessor wiedergegeben werden (diese arbeiten ohne Nachkommastelle) eine entsprechende Messtoleranz mit einkalkuliert werden muss. Alle unsere Messungen beruhen auf dem Einsatz von ARCTICs MX-4 Wärmeleitpaste, die sich durch ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis auszeichnet, ordentlich verteilt werden kann und zudem in angemessenen 20-Gramm-Rationen verfügbar ist.

Lautstärkemessungen erfolgen bei geöffneter Gehäuseseitenwand aus 30 cm Entfernung im 90° Winkel zum und auf Höhe der Mitte des Lüfters des Prozessorkühlers. Also nicht erschrecken: Bei geschlossener Seitenwand würden die Ergebnisse natürlich dementsprechend geringer und leiser ausfallen, wären jedoch aufgrund potentieller Umgebungsgeräusche auch einer höheren Anfälligkeit für Fehlmessungen unterworfen.

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3 Kommentare
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  • drno
    Gutes Review, lieber Kai. Ich möchte hier noch aus der Praxis etwas beitragen. Coolermaster bietet m. Ea. bei gemäßigten Preisen ordentliche Mid-Class-Quality. Die Leistungen sind für einen Kühltum mit 92 mm Lüfter sehr anständig.
    Coolermaster hat sich, wie auch schon bei diesem Test der Kollegen von Computerbase
    http://www.computerbase.de/artikel/gehaeuse-und-kuehlung/2009/test-cooler-master-hyper-212-plus-cpu-kuehler/
    dafür entschieden, seine Cooler nunmehr mit Lüfterklammern auszustatten. Das war nicht immer so. Unlängst hatte ich das zweifelhafte "Vergnügen", bei einem Hyper 212 (Rev1. ohne "plus") anläßlich eines lediglichen Lüfterwechsels das gesamte Mobo aus dem Gehäuse auszubauen, den Turm von der CPU abzubauen, den sowohl von unten als auch von oben an einer Montageplatte angeschraubten Lüfter loszudrehen, Tauschlüfter dran, dann das Ganze wieder vorwärts einzubauen. Klammern hätten's damals bei dem 212 auch getan und es wäre eine Sache von Minuten gewesen. Zur Rettung von Coolermaster möchte ich erwähnen, daß der 120er Serienlüfter allerdings 15Tsd Betriebstunden gehalten hatte. Fazit: Wenn man keinen = sprich nur geringen Platz hat, ist ein kleiner Turm eine durchaus annehmbare Lösung, wobei CPU-Cooler mit größeren Lüftern ab 120 mm, gern auch 140 mm zu bevorzugen wären.
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  • Myrkvidr
    Definitiv! Wenn man übnerlegt, dass der Thermalright True Spirit 120M zwischenzeitlich für 23,50€ erhältlich war, wären das gerade mal 4,50€ mehr für deutlich mehr Leistung, als bei einem winzigen 92-mm-Tower. Es gibt aber immer reichlich Leute, die sich Preisgrenzen wie "mehr als 20,-€ gebe ich nicht aus" setzen, für die ist der Kleine dann sicher auch einen Gedanken wert.
    Aus der aktuellen Serie habe ich derzeit noch den Hyper 212 Evo und den 412S hier, um sie für die kommenden Charts aufzunehmen - die setzen auf eine sehr ähnliche Montagelösung für den Lüfter.
    Das Vorgehen beim alten 212 Rev. 1 ist natürlich Terror pur für jeden Anwender (ich wechsle meine Kühlerlüfter selbst ganz gern mal, um sie farblich dem Grundthema des PCs anzupassen, Spielkindtrieb...),
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  • drno
    Die Backplate - Montagelösung von Cooler Master ist mir vertraut und findet meine Zustimmung. Ist einfach gehalten - aber sitzt ordentlich fest.

    Ich hatte für Kunden eine Desktop-Lösung im POS als Kassen PC's mit einem A+ oder baugleichem Superflower Gehäuse zu realisieren. Hier guck mal, so eins.

    http://www.joachim-wilke.de/vdr-bilder3.htm

    Da ging von der Höhe her nur der Gemini II Downblower rein,
    und trotz der beiden bestückten Seitenlüfterplätze links und rechts kamen die Gehäusedeckel noch für 2x120 mm Löcher in die hiesige Blechstanze.
    Warum läßt sich denken. Die Kisten wurden die Abluft sonst einfach nicht los.
    Nach 3 Stunden Betrieb Stauhitze unterm Blechdeckel.
    Lösung war rechts ein Einlaßfilter zur Direktbeatmung vom Gemini Cooler drauf
    links permante Abluft nach oben raus mit einem Enermay Wharp..
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