Cooler Master Hyper 103 im Test: Eyecandy im Budget-Bereich

Fazit

Der neue und zweitkleinste Spross aus Cooler Masters Hyper-Familie bietet unter dem Strich einen ordentlichen Gegenwert für seinen niedrigen Anschaffungspreis. Hier dürfen zwar keine (Kühl-)Leistungswunder erwartet werden, denn schließlich richtet sich der Hyper 103 vor allem an jene, die dem Boxed-Kühler ihres Prozessors unter Rückgriff auf eine höherwertige, wenngleich günstige Alternative den Rücken kehren wollen. Dafür bietet der kleine Tower-Kühler eine stabile Montagemöglichkeit auf Basis einer Universalbackplate und eine solide, entkoppelte Lüftermontage in einem gesonderten Halterahmen, der sich zum Zweck des Anbringens des eigentlichen Kühlkörpers auf dem Mainboard leicht entfernen und wieder anbringen lässt. Für eine schicke Modding-Optik sorgt die blaue LED-Beleuchtung des Lüfters.

Bei voller Lüfterdrehzahl ist der Cooler Master Hyper 103 in der Lage, einen Prozessor aus der 125-W-TDP-Klasse problemlos zu bändigen. Wer demgegenüber einen lautstärkeoptimierten Betrieb anstrebt und den verbauten Lüfter mit möglichst stark reduzierter Drehzahl laufen lassen möchte, sollte lieber auf CPUs im Bereich von 95 W oder weniger setzen, denn bei der von uns verwendeten, fixen Drehzahl von 1000 U/min bricht die Leistung des Kühlers auf dem Testsystem ein. Der Lüfter selbst gibt sich angesichts des günstigen Preises für den Kühler erfreulich nebengeräuschfrei und vibrationsarm. Bei 1000 U/min sticht er in dieser Disziplin positiv hervor.

Wer eine Mittelklasse-CPU mit einer TDP von maximal 95W sein Eigen nennt, erhält mit dem Cooler Master Hyper 103 einen ordentlichen Kühler mit der Möglichkeit zu einem gerade im Systemleerlauf extrem leisen Betrieb. Die Kühlung größerer Prozessoren ist bei maximaler Drehzahl ebenfalls problemlos möglich. Mit einer dezenten Modding-Optik dank blauer LED-Beleuchtung des Lüfters und der Möglichkeit zur stabilen Verschraubung mittels einer Universalbackplate kann man hier für unter 20 Euro wenig falsch machen.

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3 Kommentare
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  • drno
    Gutes Review, lieber Kai. Ich möchte hier noch aus der Praxis etwas beitragen. Coolermaster bietet m. Ea. bei gemäßigten Preisen ordentliche Mid-Class-Quality. Die Leistungen sind für einen Kühltum mit 92 mm Lüfter sehr anständig.
    Coolermaster hat sich, wie auch schon bei diesem Test der Kollegen von Computerbase
    http://www.computerbase.de/artikel/gehaeuse-und-kuehlung/2009/test-cooler-master-hyper-212-plus-cpu-kuehler/
    dafür entschieden, seine Cooler nunmehr mit Lüfterklammern auszustatten. Das war nicht immer so. Unlängst hatte ich das zweifelhafte "Vergnügen", bei einem Hyper 212 (Rev1. ohne "plus") anläßlich eines lediglichen Lüfterwechsels das gesamte Mobo aus dem Gehäuse auszubauen, den Turm von der CPU abzubauen, den sowohl von unten als auch von oben an einer Montageplatte angeschraubten Lüfter loszudrehen, Tauschlüfter dran, dann das Ganze wieder vorwärts einzubauen. Klammern hätten's damals bei dem 212 auch getan und es wäre eine Sache von Minuten gewesen. Zur Rettung von Coolermaster möchte ich erwähnen, daß der 120er Serienlüfter allerdings 15Tsd Betriebstunden gehalten hatte. Fazit: Wenn man keinen = sprich nur geringen Platz hat, ist ein kleiner Turm eine durchaus annehmbare Lösung, wobei CPU-Cooler mit größeren Lüftern ab 120 mm, gern auch 140 mm zu bevorzugen wären.
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  • Myrkvidr
    Definitiv! Wenn man übnerlegt, dass der Thermalright True Spirit 120M zwischenzeitlich für 23,50€ erhältlich war, wären das gerade mal 4,50€ mehr für deutlich mehr Leistung, als bei einem winzigen 92-mm-Tower. Es gibt aber immer reichlich Leute, die sich Preisgrenzen wie "mehr als 20,-€ gebe ich nicht aus" setzen, für die ist der Kleine dann sicher auch einen Gedanken wert.
    Aus der aktuellen Serie habe ich derzeit noch den Hyper 212 Evo und den 412S hier, um sie für die kommenden Charts aufzunehmen - die setzen auf eine sehr ähnliche Montagelösung für den Lüfter.
    Das Vorgehen beim alten 212 Rev. 1 ist natürlich Terror pur für jeden Anwender (ich wechsle meine Kühlerlüfter selbst ganz gern mal, um sie farblich dem Grundthema des PCs anzupassen, Spielkindtrieb...),
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  • drno
    Die Backplate - Montagelösung von Cooler Master ist mir vertraut und findet meine Zustimmung. Ist einfach gehalten - aber sitzt ordentlich fest.

    Ich hatte für Kunden eine Desktop-Lösung im POS als Kassen PC's mit einem A+ oder baugleichem Superflower Gehäuse zu realisieren. Hier guck mal, so eins.

    http://www.joachim-wilke.de/vdr-bilder3.htm

    Da ging von der Höhe her nur der Gemini II Downblower rein,
    und trotz der beiden bestückten Seitenlüfterplätze links und rechts kamen die Gehäusedeckel noch für 2x120 mm Löcher in die hiesige Blechstanze.
    Warum läßt sich denken. Die Kisten wurden die Abluft sonst einfach nicht los.
    Nach 3 Stunden Betrieb Stauhitze unterm Blechdeckel.
    Lösung war rechts ein Einlaßfilter zur Direktbeatmung vom Gemini Cooler drauf
    links permante Abluft nach oben raus mit einem Enermay Wharp..
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