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Effizienz

Ivy Bridge im Effizienzcheck: Core i5-3570K, -3550, -3550S und -3570T
Von , Chris Angelini

In unserem Launch-Artikel zur Ivy-Bridge-Architektur haben wir in einem Diagramm die Leistungsaufnahme über unseren Testparcours hinweg mitgeschnitten. Damit lagen uns ein Durchschnittswert und eine genaue Zeitmessung vor, woraus wir auch die verbrauchten Wattstunden ermitteln können.

Einziger Stolperstein ist, dass der ältere Core i7-2700K den Durchlauf schneller als der Core i7-2770K absolviert. Einfacher Grund: Der i7-2700K unterstützt kein DirectX 11 und lässt deshalb den 3DMark 11 aus. Dementsprechend lassen wir den Sandy-Bridge-Chip beim heutigen Vergleich aus.

Normalerweise ist es etwas umständlich, aus Verlaufsdiagrammen wie diesem schlau zu werden, zumal wenn man es mit Messwerten von fünf CPUs über einen Zeitraum von 30 bis 40 Minuten zu tun hat. Die Spitzen liefern jedoch schon eine Menge Informationen. So sehen wir, dass der Core i7-3770K (77 Watt) die höchsten Ausschläge verursacht, gefolgt von i5-3550, i5-3570K und i5-3550S, die alle recht dicht zusammen liegen. Die Linie des Core i5-3570T schießt am wenigsten in die Höhe.

Um die Informationen besser verständlich zu präsentieren, haben wir für jede CPU einen Durchschnittswert ermittelt. Das Ergebnis ist überraschend nuanciert.

Wie erwartet genehmigt sich der Core i7-3770K am meisten elektrische Energie, gefolgt von den anderen beiden 77-Watt-CPUs. Interessanterweise liegt der Core i5-3550S weniger als 1 Watt hinter dem Core i5-3570K. Am sparsamsten gibt sich der Core i5-3570T, der im Durchschnitt nur 82,9 Watt aus der Steckdose abruft.

Natürlich geht man einen Kompromiss ein, wenn man die Leistungsaufnahme beschränkt, und der äußert sich in einer geringeren Performance. Genau diese Abstufung erkennen wir in den Laufzeiten für die Benchmarksuite: Während der Core i7-3770K nach knapp 38 Minuten mit seinem Durchlauf fertig ist, braucht der Core i5-3570T immerhin knapp 47 Minuten.

Was auffällt: Allesamt liegen die Ergebnisse deutlich unter denen eines Core i7-3960X mit GeForce GTX 680, denn diese Kombination brauchte etwas über eine Stunde und neun Minuten für dieselben Aufgaben. Was ist hier also anders? Der Hauptunterschied zwischen der Sechskern-Plattform und den heutigen Kandidaten ist die integrierte Grafik, und wie wir inzwischen wissen, nutzt der PCMark 7 Quick Sync nicht nur, sondern lässt die schnellere Performance auch massiv in die Wertung einfließen. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Zeitersparnis komplett auf das Konto von Futuremarks synthetischem Benchmark geht.

Nehmen wir nun die durchschnittliche Leistungsaufnahme und multiplizieren sie mit der für einen Durchlauf benötigten Zeit, bekommen wir die aufgenommene Leistung in Wattstunden.

Das Ergebnis mag überraschen, den die beiden schnellsten CPUs, beides K-Modelle, nutzen ihre höhere Performance um die anstehenden Aufgaben schneller abzuarbeiten. Dabei nehmen sie zwar im Durchschnitt mehr Leistung als ihre beiden angeblichen Stromsparkollegen auf, können dafür aber auch früher wieder in den Leerlauf wechseln – und Strom sparen.

Der Core i5-3550 ist das am wenigsten effiziente Modell in diesem Feld, aber auch das T- und das S-Modell beeindrucken nicht gerade. Eigentlich gibt es nur einen Grund, sich für eins dieser beiden Modelle zu entscheiden, und darauf wollen wir im Fazit zu sprechen kommen. Also auf zur nächsten Seite!

Alle 13 Kommentare anzeigen.
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  • Brat , 9. August 2012 07:32
    wenn haswell auch so ein halber reinfall wird wie ivy, werden alle die sandy vermissen :) 
  • n4pst3r , 9. August 2012 07:58
    Ivy ein reinfall? Das musst du mir jetzt aber erklären, und es nicht einfach nur behaupten.
    Ich hab von nem E6600 aufgerüstet auf einen 3570K. Erkläre mir, warum ein 2500K besser sein soll als der Ivy?
    Ein wechsel von Sandy auf Ivy ist nicht sinnvoll, außer man hat zu viel Geld. Aber das war auch schon bei den C2D-Reihen und noch früher so...
  • Binsenmeier , 9. August 2012 08:54
    Also, okay. Zusammengefasst:
    1 - Es gibt wieder Stromsparmodelle.
    2 - Sie kosten nicht mehr als die Standardmodelle.
    3 - Sie laufen aber mit geringerem Takt (außer manche im 1-Core Turbo-Modus).
    4 - Sie sparen eigentlich nur im Idle etwas, weil sie unter Last weniger effizient weil langsamer sind.

    Sehe ich das richtig, dass die Dinger nur für Büronutzer in Frage kommen, die sich gerne und lange den Windows-Desktop anschauen? Und die Sparte wäre dann doch wieder besser mit einem Pentium oder Celeron bedient...
    Von der HD Graphics 2500 will ich gar nicht erst anfangen. Für mehr als den Windows-Desktop und vielleicht Flash-Videos ist die wohl nicht zu gebrauchen.
  • drno , 9. August 2012 17:11
    Zunächst kann ich nur für meine Kunden im Pharmasektor sprechen, die außer der normalen Anwendersoftware wie Warenwirtschaft noch den normalen Microschrott auf den Workstations haben. Im Officebereich ideal einzusetzen sind Prozzis mit hohem Multi. Die CPU idlet "den ganzen Tag so rum", doch immer wieder kommen zwischendurch gelegentliche Leistungsanfragen der Marke "hurtig"! Was man ebenfalls - nach meinen Erfahrungen nicht oder allenfalls nur ungern - will, das sind Boxed Lüfter, viel zu nervig im Chef- oder Schreibbüro. Die meisten Anwendungen unterstützen den 2Kern Modus, und je nach Budget und Philosophie des Kunden sind es angefangen von Celerons, Pentiums, aber auch i5 - i7 - also sind der Intel 2120/30 oder sogar auch mal der 2500 gern gesehene Ausstattung. Die eingebaute Grafix ist ausreichend, außer man hat noch "Multimedia", oder will die GPU rechnen lassen, dann kommt da noch ne kleine Karte rein. Das isses dann. Viel Interessanter hingegen sind Backuplösungen im Diskimage-Bereich oder darin integrierte Filebackups.
    Dafür wird auch gern Geld ausgegeben, wenn man welches ausgeben möchte.
  • Anonymous , 9. August 2012 17:16
    Zitat :
    (Die Stromsparchips ) sind immer dann erste Wahl, wenn man mit einer möglichst niedrigen TDP möglichst hohe Performance erreichen will – beispielsweise weil man den Chip in ein besonders kleines oder schlecht zu kühlendes System stecken möchte.

    Die meisten (hier relevanten) BIOS-Versionen und auch Windows und Linux bieten die Moeglichkeit, den Takt der CPU zu begrenzen. Vermutlich verbraucht ein 3570K dann auch unter Last nicht mehr als ein 45W-Modell. Hier arbeitet eine 3570K-CPU im HTPC im idle mit 1,6GHz@0,65V, die hauptsaechlich zur Videokonvertierung zeigen darf, was in ihr steckt. Mit einem T-Modell ist man bis auf den Turbo auf maximal 2,3-2,5GHz festgelegt, die K's laufen dagegen problemlos auch mit 4GHz auf Standardspannung, man hat also noch gut Luft nach oben, falls die Leistung doch irgendwann mal nicht mehr ausreichen sollte. Insofern ist die immer wieder mal herumgeisternde Idee einer konfigurierbaren TDP eben gar nicht so schlecht. Nur wird bzw. wuerde es eine Weile dauern, bis das beim bisher immer nach GHz-Zahlen kaufenden Kunden ankommt und der sich von seiner eindimensionalen Sichtweise loest.
  • drno , 9. August 2012 17:37
    Zitat :
    (Die Stromsparchips ) sind immer dann erste Wahl, wenn man mit einer möglichst niedrigen TDP möglichst hohe Performance erreichen will – beispielsweise weil man den Chip in ein besonders kleines oder schlecht zu kühlendes System stecken möchte.


    Hallo und Grüsse erstmal an den Vorposter Stromsparchips - Ich habe bei Kunden ein paar Intel e5200 Dual Core in der Warenwirtschaft als Worstation - Registrierkassen laufen, die auf 1700 Mhz runtergedreht sind, damit sie im relativ kleinen Gehäuse kühler bleiben können und den 24/7 Betrieb besser durchhalten. Der hohe verfügbare Multi dieser Prozzis machts möglich, in Ruhe vor sich hinzuidlen, andererseits aber auch noch ausreichend Daten im Netz hin-und-herzuschicken.
  • bobby64@guest , 11. August 2012 19:16
    Die Interpretation der ermittelten Daten lässt leider zu wünschen übrig und verrät m.E. eine Voreingenommenheit gegenüber den Stromsparmodellen. Beispiel: Winrar-Test. Der i5-3550s ist 6 Sekunden langsamer als Spitzenreiter i7-3770k. Originalkommentar: "... dennoch schneiden fünf der sechs CPUs in diesem Feld auch hier sehr ähnlich ab." Merkwürdig: Schlusslicht i5-3570T liegt auch nur 6 Sekunden hinter der i5-3550s, hier ist aber von einem ähnlichen Abschneiden nicht die Rede. Und das, obwohl die zeitliche Differenz prozentual sogar geringer ausfällt!
  • av2001 , 13. August 2012 09:17
    Leider wurde vergessen zu erwähnen, oder ich habe es nur überlesen, das die auf "K" endenden Prozessoren (Sandy- und Ivy-Bridge) kein vPro und kein VT-d unterstützen. vPro mag im Privatbereich kein Thema sein, aber auf VT-d würde ich nicht verzichten, sofern man sich mit dem Thema Virtualisierung beschäftigen möchte.
  • Brat , 13. August 2012 19:06
    Zitat :
    Ivy ein reinfall? Das musst du mir jetzt aber erklären, und es nicht einfach nur behaupten.
    Ich hab von nem E6600 aufgerüstet auf einen 3570K. Erkläre mir, warum ein 2500K besser sein soll als der Ivy?
    Ein wechsel von Sandy auf Ivy ist nicht sinnvoll, außer man hat zu viel Geld. Aber das war auch schon bei den C2D-Reihen und noch früher so...


    ich meinte ja nur ein halber .... 10% mehreffizienz für thermische handschellen dank 3d transistoren und kleinerer strukturbreite in vergleich zu sandy, aber ansonsten geb ich dir recht
  • drno , 13. August 2012 19:22
    Ivy: Ich sag einfach mal "Schmierkram". Das hätte Intel technisch besser machen können.
    Aber - anderseits - wozu denn. Solange wie AMD = Am Ende nicht aus dem Quark kommt,
    reichts doch - kaufmännisch betrachtet - !
  • Thrank , 3. November 2012 09:46
    Ich habe mich gerade gewundert über den doch recht hohen Energieverbrauch von ~60W im Idle.
    Dann habe ich aber gesehen das hier ein 1000W Netzteil für den Test verbaut wurde. Da ist wohl wer dem Watt-Wahnsinn unterlegen.
    Das System verbraucht im Idle ohne GPU vlt 30-40W. Greift man dann aber zu nem 1000W Netzteil sind das gerade mal 3-4 % Auslastung und wie wir wissen sind Netzteile zwischen 20% und 80% Auslastung am effizentesten. D.h. durch die schlechte Effizenz des Netzteils könnten sich die Testdaten schon noch verändern. D.h. die Stromsparmodelle könnten vlt. noch etwas nach vorne rücken.
  • Gaensebluemchen , 3. November 2012 10:35
    Well, thrank you very much^^, aber solange die Testbedingungen für alle Prozessoren identisch sind, ist das NT irrelevant für das prinzipielle Ergebnis.
  • nbuser , 27. November 2012 04:32
    ich habe hier einen i5-3570T in einem lian li 354v gedämmt verbaut.
    Nach 24Std. auf min ~96% auf allen 4 Kernen habe ich eine Temp von 39-45°C je nach Kern.
    Die Kiste läuft komplett auf 5V und damit nicht Hörbar!
    Für mich ein Grund das Setup zu mögen :) 
    Zur Leistung kann ich nur ein C2DQuad extreme ausm Notebook vergleichen
    und dazu ist der Vorteil Faktor 7
    Also noch ein Grund die Kiste zu kaufen.
    just my 2 Cent