Die Sandy Bridge Architektur hat sich bereits durch beeindruckende Performance im Desktop-Bereich einen Namen gemacht. Bleibt die Frage, ob der schnellste Core i7 zweiter Generation in Spielen besser ist als der Desktop Sechs-Kern Core i7-980X.
Industrie-Analysten sagen fast jedes Jahr den Untergang des Desktop-PCs vorher seit es Notebooks mit Farb-Displays gibt. Allerdings ist die Desktop-Performance aufgrund von mehr Platz für Leistung und Kühlung der Notebook-Konkurrenz noch immer mindestens zwei Schritte voraus. Der Performance-Unterschied hält das kleiner werdende Enthusiast-Segment am Leben, auch wenn andere Segmente mittlerweile von optimierten Notebooks erobert werden.
Allerdings sind Freaks und Enthusiasten allein auch nicht in der Lage, die umfangreiche Hersteller-Anzahl aus Desktop-Glanzzeiten zu stützen. Dabei tut es schon fast in der Seele weh zu beobachten, wie zahlreiche Komponenten-Hersteller entweder völlig von der Bildfläche verschwinden oder komplett umstrukturieren müssen. Während sich Aufrüstwillige und Enthusiasten weiterhin am Desktop-Markte bedienen, hämmert Intel mit einer Architektur, die ansprechende Geschwindigkeit bei attraktiver Leistungsaufnahme auch im Mobil-Sektor bietet, einen Nagel nach dem anderen in dessen Sarg.

Auf Enthusiasten wirkt diezweite Generation der Core-Architektur von Intel wie ein Performance-Upgrade; auf Overclocker allerdings gar wie ein Rückschritt. Durch die Umstellung vom Sockel LGA 1156 auf 1155 ist Sandy Bridge nicht rückwärts kompatibel. Mit ein Grund dafür ist der in den Chipsatz integrierte Taktgenerator, der Overclocking des Systemtakts praktisch ausschließt. Mit am wichtigsten für den Anwender ist allerdings die verringerte Leistungsaufnahme verglichen mit allen anderen derzeit erhältlichen Prozessoren und Architekturen ähnlicher Leistungsklasse. Wie sehr Intel auf die Verwendung der integrierten Grafik pocht, wird durch die Quick Sync-Funktion deutlich, die beim Einstecken einer separaten Grafikkarte automatisch abgeschaltet wird. Quick Sync beschleunigt das Umwanteln von digitalem Video und minimiert Bearbeitungszeiten z.B. für die Transkodierung von FullHD-Video auf 1024x768-Auflösung für ein mobiles Endgerät. Zu guter Letzt müssen Desktop-Kunden ironischerweise die Topmodelle der Core i5/i7 K-Serie kaufen, um die schnellste HD-Grafik-Variante (Modellnummer 3000) zu erhalten. Die Notebook-Kundschaft muss sich darüber jedoch keine Gedanken machen, da alle mobilen Sandy Bridge-Chips über die 12 Ausführungseinheiten der HD 3000 Graphics-Einheit verfügen. 1:0 für die Mobillösung also?

Die Effizienz-Optimierungen von Intel führen beim Core i7-2920XM also zu einem Notebook-Prozessor, der mit seiner hohen Leistung pro Takt alle Performance-Anwender außer Extrem-Gamern für die neuen CPUs begeistern kann. Die Kombination aus Leistung, ultra-effizientem Design und nicht zu hohem Stromverbrauch fördert eine Quad Core Notebook-CPU zu Tage, die es bei Spielen mit dem besten Desktop-Modellen von Intel aufnehmen kann. Der Core i7-2920XM bringt es dank einer umfassenden Anzahl von Turbo Boost-Multipliern unter Last auf bis zu 3,5 GHz.

Der Core i7-980X ist statt mit vier natürlich mit sechs Kernen ausgestattet und bietet eine um 100 MHz höhere Turbo Boost-Frequenz. Das verspricht einen spannenden Vergleich.
- Wer behauptet Notebooks wären schwach?
- Testkonfiguration
- Ergebnisse: SiSoftware Sandra CPU
- Ergebnisse: Audio- und Video-Encoding
- Ergebnisse: Produktivitäts-Tests
- Ergebnisse: 3DMark Vantage
- Ergebnisse: Call Of Duty: Modern Warfare 2
- Ergebnisse: Crysis
- Ergebnisse: DiRT 2
- Ergebnisse: S.T.A.L.K.E.R.: Call Of Pripyat
- Leistungsaufnahme und Effizienz
- Fazit
Bei Notebooks wird auch immer das Problem mit der Auf- bzw. Umrüstung bleiben. Hinzu kommt, dass viele "Gamer" zu Haus gern auf einem 22" Monitor oder größer spielen. Ein Notebook + großen TFT kostet einfach zu viel und ist Geldverschwendung.
Durch die neuen Sandybridge CPU's kann der Normalverbraucher vielleicht zu einem Notebook überzeugt werden. Ich denke, der Desktop PC wird noch sehr lange nicht ausgedient haben.
besser noch: wie kann man zu dem schluss kommen, dass die notebooks nun ebenbürtig sind, wenn man im desktop nur eine mobile GPU verbaut, die viel weniger leistung als desktop-GPUs hat?
Die Sinnfrage - Mobilität für DTR "Notebooks" (wobei ich da in erster Linie den komfortablen Transport von A nach B meine) sowie Platzersparnis gegenüber der Leistung und des Preises die wiederum für einen Desktop sprechen - muss sowieso jeder für sich entscheiden... aber wer EUR 1000,- in eine CPU investiert... egal ob in eine i7-2920XM oder i7-980X, wird dann mit ein "paar" Euros mehr oder weniger auch nicht mehr groß hadern...
Es gibt DTR "Notebooks" in denen man auch Desktop CPUs verbauen kann... bzw. sogar Server CPUs...
beispielsweise das Clevo X7200 (Nachfolger des vielleicht auch noch sehr bekannten Clevo D900F) hat ein X58er Mainboard mit LGA1366 Sockel - dort kann man die ganzen i7-900(X) oder Xeon 5500/5600 CPUs verbauen... da werden Triple Channel SO-DIMM DDR3-1333 oder DDR3-1600 unterstützt... kann MOBILE Grafikkarten in Crossfire oder SLI betreiben, man kann bis zu 4 SSD/HDD (auch in Raid 0,1,5,10) verbauen... usw...
ich geh mal davon aus, das der Test mit so nem Teil gemacht wurde...
Naja, also ob der 980X oder 990X soviel billiger wären. Man könnte schon fast sagen, dass hier innerhalb eines Preissegmentes verglichen wurde.
Einmal die 1000€ - Mobil-CPU mit der (noch aktuellen) 1000€ Desktop-CPU
Da ihr keinen i7-940XM hattet, habt ihr einen i7-940XM genommen???
Das verstehe ich nun irgendwie nicht.
Hatte ich in dem Moment auch nicht verstanden, wenn man aber den kompletten Test liest, wird irgendwann erwähnt, dass sie das Notebook mit dem i7-940XM nach etwa einem Drittel der Tests zurückgeben mussten und daher nicht alles testen konnten.