Intel Core i7-3930K und Core i7-3820: Sandy Bridge-E wird bezahlbar

Benchmarks: Content Creation

Hier fällt die Auswertung nicht weiter schwer, denn 3ds Max 2012 kann offenkundig so viele Kerne zur Arbeit einspannen, wie das System zur Verfügung stellt. Dank Taktanhebung auf 4,625 GHz kann der Core i7-3820 mit einem Core i7-990X mit Standardtakt gleichziehen. Der wirkliche Star in diesem Feld ist aber der Core i7-3930K, der bei 4,5 GHz die Performance-Latte deutlich höher legt.

Nur eine Sekunde liegt zwischen dem Core i7-39390K und dem i7-3960X. Das bestätigt unsere ursprüngliche Vermutung: Bei Standardtakt gibt es absolut keinen Grund, zur 1000-Dollar-CPU zu greifen, solange es dieses kleinere Modell gibt – zumal beide einen offenen Multiplikator besitzen…

Ähnlich verhält es sich mit dem Core i7-3820, der gegenüber dem Core i7-2600K nicht genug Mehrleistung bringt, um den Mehrpreis für CPU und vor allem die Plattform zu rechtfertigen.

Photoshop zeichnet ein ähnliches Bild des Testfeldes: Alle Sechskerner können ihre Quad-Core-Konkurrenz ausstechen, und zwar unabhängig von der Architektur oder der Taktrate. Der übertaktete Core i7-3930K kann hier so richtig glänzen, und beim Standardtakt liefern sich Core i7-3960X und i7-3930K erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Durch die GeForce GTX 580 beschleunigt benötigen unsere Systeme bei weitem nicht mehr so lange für diese Aufgabe wie früher. Dennoch hat die CPU-Performance Auswirkungen auf die Laufzeiten. Immerhin verkürzt sich die beim Core i7-3930K um ganze 10 Sekunden, wenn er auf 4,5 GHz übertaktet wird.

Das notorisch speicherhungrige After Effects führt uns wieder einmal vor Augen, dass unsere übertakteten Rechner nur 8 GB Speicher an Bord haben, während alle als blaue Balken dargestellten Systeme mit 32 GB antreten. Einzige Ausnahme ist das X58-System mit Core i7-920, dessen Triple-Channel-Controller nur 24 GB schafft.

Eines zeigt das Chart jedenfalls sehr eindrücklich: Videobearbeitung erfordert viel Speicher, und an dieser Stelle sollte man nicht sparen. Es wäre mehr als schade, wenn man über 500 Dollar allein für die CPU ausgibt, diese dann übertaktet und letztlich doch nur die Performance eines ca. 190 Euro teuren Core i5-2500K mit Standardtakt (aber mehr Speicher) herausbekommt.

Blender kann zwar viele Threads zum Rendern einspannen, zeigt aber darüber hinaus noch eine Affinität für die Sandy-Bridge-Architektur bei hohen Taktraten.

Eine Mischung aus architekturbedingten Verbesserungen und der hohen Taktrate verhilft dem Core i7-3930K zur Pole Position. Auf Platz zwei landet der Core  i7-3960X mit Werkstakt, während der Core i7-3930K mit seiner Standardfrequenz den dritten Platz belegt.

Der übertaktete Core i7-3820 kommt auf Platz vier, knapp vor dem Core i7-990X auf Gulftown-Basis. Dass der Core i7-3820 ohne erhöhten Takt auf dem sechsten Platz landet, zeigt wiederum, dass parallele Ausführungseinheiten mindestens so wichtig sind wie die Taktrate – wenn nicht sogar noch wichtiger.

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16 Kommentare
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  • Guestguest@guest
    das hört sich stark nach einem "gekauften" Artikel an.
    so ala iPAD 4 vergessen in der Kneipe
    wie weit ist Toms gesunken, wie die Titanic
    -1
  • Derfnam
    You guessedguessedguessed that, I suppose?
    Leute, echt: schafft ganz schnell diese Gastkommentatorengülle ab, denn:
    there's one born every minute and they all end up here.
    Muß nicht sein, echt nicht.
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  • borizb
    Sorry, aber der Artikel macht zumindest optisch den Eindruck, als seien der 3920 und der 3930 der ganz große Wurf. Ihr hättet wenigstens dem Standardtakt den roten Balken geben können oder einen gleichermaßen übertakteten 8150 oder 2700k mitspielen lassen können. So bekommt man einfach nur den Eindruck, als ob Intels neue Mittelklasseprodukte AMDs High End mit Leichtigkeit um ein vielfaches überflügeln. Dieses Szenario ist aber nur für einen gewissen Prozentsatz der Käufer wahr.
    Dass der neue Prozessor klasse ist, und superviel leistet, steht für mich nicht zur Debatte. Aber man hätte im Fazit noch anmerken können, das ein "vergleichbares (also für Stellen, an denen z.B. eher die GPU limitiert oder bei Desktop/Internetanwendungen)" AMD System mit Sicherheit 1/3 weniger gekostet hätte. Es ist natürlich klar, dass man in einem Intel Artikel nicht die Konkurrenz bewirbt, und ihr wollt sicher auch eure Intel Kneipenbekanntschaft nicht vergrätzen, aber ein bischen mehr Fairness und Objektivität und dafür weniger Blaue Brille hätten dem Artikel oder eurem Credibil sicher nicht geschadet.
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  • crazymath
    Eines habe ich gelernt: Ich sollte wieder häufiger in die Kneipe gehen:-)

    Hört sich wie Weihnachten und Ostern zusammen am ersten April:D

    Sonst sehr guter Test.

    PS: Das Intel-Board soll es in einer abgespeckten Variante auch unter 200 Euro geben.

    PPS: Bei 250-300Euro für ein normales SB-Basis-Sys gegenüber den 750EUro würde ich mir vorher 2 einzelne Rechner zusammenbauen:-)

    Ob die Produktivität dann schlechter wird, ist anwendungsabhängig
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  • benkraft
    @borizb - Eigentlich sollte der Kneipenteil humorig sein; schade, dass er nicht so rüberkam.
    Fakt ist: Den 3820 gibt es noch nicht, und so mussten wir andere Kanäle gehen. Versteh die Kneipe als Metapher. :)

    Zum Rest: Das Problem ist, dass man mit AMD eben kein vergleichbares System zusammenstellen kann. Klar, der Bulldozer hat vier Module bzw acht Kerne (je nach Zählweise) - aber wo ist der mit Sandy Bridge-E vergleichbar? Nur in Spielen, wo die Grafikkarte limitiert, kommt er auf vergleichbare Werte. Und für genau so einen Bereich kauft man sich DIESEN Prozessor nicht. Wenn aber die eigene Rechenleistung zählt, machen ihn Thuban und sogar Deneb oft genug platt oder er zieht gleich.

    Wie wir im Fazit schreiben, ist das eben kein Mainstream-Prozessor für alle; er richtet sich an Kundschaft, die wirklich jedes letzte Quäntchen an Performance brauchen - und dafür mehr zahlen können. Der Abstand zwischen Sandy-E und Thuban/Zambezi ist da riesig. Dabei reden wir hier nur von Projekten mit Laufzeiten im Minutenbereich. Rechne das auf große Renderprojekte mit Laufzeiten im Stunden- oder Tagesbereich hoch, schon lohnt sich der Aufpreis recht schnell.

    Zum Thema OC: Klar kann man alle hier mit aufgeführten CPUs noch übertakten. Der Witz: Die Reihenfolge bleibt dann ziemlich genau die gleiche. Was brächte es also - denn wenn die Sandys jeglicher Couleur schon mit Standardtakt die AMD-Riege hinter sich lassen - was soll sich dann ändern, wenn wir alle übertakten?
    0
  • über70@guest
    Ein Prosit auf den Senioren-PC, der Gott sei Dank 98% der Leserschaft versorgt :D

    P.S. AMD und High-End schließt sich aus :P
    -4
  • Harry_zz
    Interessant wäre es trotzdem mal gewesen wenigstens die 3 Intel-Prozessoren "i7-2600K, i7-3820, 7-3930K" bei gleichem Basistakt zu betrachten.
    0
  • thomas256@guest
    Vielleicht im Moment noch nicht so eine gute Wahl....
    siehe
    http://www.tomshardware.de/intel-cpu-sandy-bridge-e-c2-stepping-virtualisierung,news-246729.html

    Intel behebt 'VT-d'-Bug in 'Sandy Bridge-E'-CPUs
    Dann lieber noch auf das zweite Stepping warten...
    0
  • benkraft
    6934 said:
    Interessant wäre es trotzdem mal gewesen wenigstens die 3 Intel-Prozessoren "i7-2600K, i7-3820, 7-3930K" bei gleichem Basistakt zu betrachten.


    Das hatten wir hier schon getan (unteres Drittel der Seite):
    http://www.tomshardware.de/core-i7-3960x-x79-sandy-bridge-e,testberichte-240906.html

    Beim i7-3930K/-3820 wird das nicht anders aussehen. :)

    Zugegeben, da ist es mit jeweils nur einem ausgelasteten Kern. Aber: Wenn bei gleichem Takt die Kerne gleich schnell rechnen (und das ist der Fall), kann ein Performance-Vorteil nur durch höhere Parallelisierung, sprich mehr Threads, erreicht werden.

    Ich hoffe, das hilft?
    0
  • Anonymous
    Quote:
    Rechne das auf große Renderprojekte mit Laufzeiten im Stunden- oder Tagesbereich hoch, schon lohnt sich der Aufpreis recht schnell.

    Da, wo es sich rechnet, setzt man doch besser auf Xeon oder Opteron. Wenn man mehr Kerne braucht, steckt man einfach noch 'ne CPU hinzu und hat damit bezogen auf P/L ein guenstigeres System als ein i7-3930K-System oder gar zwei komplette Desktopsysteme auf "Sandy Bridge"-Basis. Wer sich ein solches System kauft, dass schon in der Basisausstattung 2000€ kostet hat entweder einen Faible fuer teure Hobbys oder einfach keine Ahnung. :D
    0
  • drno
    Egal, hier meine persönliche Meinung. Was man kaufen kann, kann man auch bald billiger kaufen.
    Der X79 Chipset ist noch neu, da kommt doch noch was. Besser + mehr + billiger...Wie lange X79 aktuell bleibt, das zeigt man doch immer wieder auf den Roadmaps. Fazit: Nur eines ist wirklich wichtig. Die Frage, wem wir unser gutes Weihnachtsgeld hingeben sollen....
    0
  • Vampir@guest
    also Leute den Test fand ich gut ^^ und mein großer Desktop wird immer noch mit meiner Core i5 auf 4 Gig betrieben ^^ und meine GTX 470 macht auch ihren Dienst Top ^^ ich glaub bis richtig performante Oktacores ^^ kommen kann ich geduldig viel Geld auf die Seite legen ^^
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  • Derfnam
    Zwack sofort was ab für ne neue Tastatur, deine kann keine Satzzeichen.
    Sicher, daß dein Nick nicht doch Vampir^^ hätte sein sollen?
    0
  • AliManali
    Quote:
    Da, wo es sich rechnet, setzt man doch besser auf Xeon oder Opteron. Wenn man mehr Kerne braucht, steckt man einfach noch 'ne CPU hinzu und hat damit bezogen auf P/L ein guenstigeres System als ein i7-3930K-System oder gar zwei komplette Desktopsysteme auf "Sandy Bridge"-Basis. Wer sich ein solches System kauft, dass schon in der Basisausstattung 2000€ kostet hat entweder einen Faible fuer teure Hobbys oder einfach keine Ahnung. :D


    Ich hatte leider nicht das nötige Kleingeld dazu, da war mir der 3930k C2 mit quad channel RAM eben die Richtige Lösung für meinen ESXi Entwicklungsserver. Wenn nur Du genug Ahnung hast... :pt1cable:
    0
  • Anonymous
    47250 said:
    Ich hatte leider nicht das nötige Kleingeld dazu, da war mir der 3930k C2 mit quad channel RAM eben die Richtige Lösung für meinen ESXi Entwicklungsserver. Wenn nur Du genug Ahnung hast... :pt1cable:


    Ach komm, Ali. Ich hab doch nicht umsonst den Artikelbezug auf Renderzeiten, die eine Investition in ein solches System lohnenswert machen sollen, noch mal zitiert und dann noch meinen eigenen Post mit folgender kausaler Bedingung begonnen:
    Quote:
    Da, wo es sich rechnet, setzt man doch besser auf Xeon oder Opteron.

    Bei Dir rechnet sich offensichtlich einfach die Investition in ein professionelleres System nicht. Fuer hobbymaessiges bis semiprofessionelles Arbeiten oder Taetigkeiten, bei denen sich die Ergebnisse der Arbeit nicht einfach gegenrechnen lassen oder dies moeglicherweise einfach nicht getan wird, aus persoenlichen Gruenden oder vom Chef o.ae., kann SBe, ebenso wie vormals die X58-Plattform, sehr wohl lohnend sein, und sei es nur wegen der Moeglichkeit des hoeheren Speicherausbaus. Die kleinen Xeons liegen in fast der leichen Preisregion wie SBe, auch ECC-tauglicher RAM und die Boards sind kaum teurer. Erst die Multi-CPU-tauglichen CPUs und Boards unterscheiden sich deutlich im Preis. Verglichen mit einem ansonsten faelligen zweiten System, sind sie aber immer noch ihren Preis wert. Gerade bei dem im Artikel genannten Anwendungsgebiet kommt es wegen der sehr guten Skalierung weniger auf hohe Taktfrequenzen als auf eine hohe Anzahl von CPU-Kernen an.
    0
  • AliManali
    Quote:
    ...kann SBe, ebenso wie vormals die X58-Plattform, sehr wohl lohnend sein


    Joah, bin mit der X58 Plattform schon gut gefahren, mein 920er Desktop wird wohl noch eine Weile werkeln müssen. Obwohl er in dem Benchmark schlecht abgeschnitten ist.

    Quote:
    Gerade bei dem im Artikel genannten Anwendungsgebiet kommt es wegen der sehr guten Skalierung weniger auf hohe Taktfrequenzen als auf eine hohe Anzahl von CPU-Kernen an.


    Ich habe zwar ein anderes Anwendungsgebiet, das gilt für mich aber auch. Für ein XEON System mit 12 Threads und dem Speicherausbau hätte ich wohl doch sehr viel tiefer in die Tasche greifen müssen. Nur schade, dass der X79 kein ECC RAM hat, da geb ich Dir recht.

    Ich würd meinen X79 auf jeden Fall nicht mehr hergeben.
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