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Core i7-4770K: Haswell im ersten Performance-Check

Core i7-4770K: Haswell im ersten Performance-Check
Von , Chris Angelini

Einer unserer Kontakte überließ uns ein Vorab-Exemplar von Intels Core i7-4770K. Wir lassen ihn gegen Ivy- und Sandy-Bridge-CPUs antreten um zu zeigen, was man erwarten kann, wenn Intel die kommende Haswell-Architektur offiziell vorstellt.

Einer unserer Kontakte überließ uns ein Vorab-Exemplar von Intels Core i7-4770K. Wir lassen ihn gegen Ivy- und Sandy-Bridge-CPUs antreten um zu zeigen, was man erwarten kann, wenn Intel die kommende Haswell-Architektur offiziell vorstellt.

Vor kurzem bekamen wir einen Core i7-4770K in die Hände, Intels Flaggschiff der nächsten CPU-Generation mit Haswell-Architektur. Es handelt sich zwar noch um ein Vorserienexemplar, also ein sogenanntes Engineering Sample, aber verglichen mit früheren Steppings (und früheren Treibern) erscheint uns die Performance dieses Exemplars solide genug, um damit eine kleine Vorschau zu wagen.

Von Intels Präsentationen auf dem letztjährigen IDF wissen wir schon eine ganze Menge über Haswell. Und je näher die offizielle Vorstellung rückt, desto mehr Details werden auch darüber bekannt, wie Intels neueste Architektur in finaler Form als Produkt im Markt erscheinen soll. Umso spannender für uns, dass unter den ersten Haswell-CPUs, die erscheinen sollen, auch die an Enthusiasten gerichtete Modelle sind.

Übersicht: Intels Desktop-CPUs der vierten Core-Generation (Haswell)

Kerne/
Threads
TDP (W)
Nominal-
takt
Turbo
1 Kern
Turbo
2 Kerne
Turbo
3 Kerne
Turbo
4 Kerne
L3
GPU
Max.
GPU Takt
TSX
i7-4770K4 / 8
84
3.5 GHz
3.9 GHz
3.9 GHz
3.8 GHz
3.7 GHz
8 MB
GT2
1.25 GHz
nein
i7-47704 / 8
84
3.4 GHz
3.9 GHz
3.9 GHz3.8 GHz3.7 GHz8 MBGT2
1.2 GHz
ja
i5-4670K4 / 4
84
3.4 GHz
3.8 GHz3.8 GHz3.7 GHz3.6 GHz
6 MB
GT2
1.2 GHznein
i5-46704 /4
84
3.4 GHz
3.8 GHz3.8 GHz3.7 GHz3.6 GHz6 MBGT21.2 GHzja
i5-45704 / 4
84
3.2 GHz
3.6 GHz3.6 GHz3.5 GHz
3.4 GHz
6 MBGT21.15GHz
ja
i5-44304 / 4
84
3 GHz
3.2 GHz
3.2 GHz
3.1 GHz
3 GHz
6 MBGT21.1 GHz
nein
i7-4770S4 / 4
65
3.1 GHz
3.9 GHz
3.8 GHz3.6 GHz3.5 GHz8 MB
GT21.2 GHzja
i5-4570S4 / 465
2.9 GHz3.6 GHz3.5 GHz3.3 GHz
3.2 GHz
6 MB
GT21.15GHzja
i5-4670S4 / 465
3.1 GHz3.8 GHz
3.7 GHz
3.5 GHz
3.4 GHz
6 MB
GT21.2 GHzja
i5-4430S4 / 465
2.7 GHz
3.2 GHz
3.1 GHz
2.9 GHz
2.8 GHz
6 MBGT21.1 GHz
nein
i7-4770T4 / 445
2.5 GHz
3.7 GHz
3.6 GHz
3.4 GHz
3.1 GHz
8 MBGT21.2 GHzja
i5-4670T4 / 445
2.3 GHz
3.3 GHz
3.2 GHz
3 GHz
2.9 GHz
6 MBGT21.2 GHzja
i7-4765T
4 / 4
35
2 GHz
3 GHz
2.9 GHz
2.7 GHz
2.6 GHz
8 MB
GT2
1.2 GHz
ja
i5-4570T
2 / 4
35
2.9 GHz
3.6 GHz
3.3 GHz
-
-
4 MB
GT2
1.15 GHz
ja

Intels aktuelle Pläne sehen vor, dass es Dual-und Quad-Core-Modelle für die LGA-1150-Plattform geben wird, und beide werden über die GT2-GPU mit 20 Execution Units verfügen. Den Mobilbereich will man mit den rPGA-Modellen mit der gleichen Grafikeinheit abdecken. Alle in der obigen Tabelle aufgeführten Modelle sind allerdings für das LGA-1150-Interface bestimmt. Für alle gilt, dass sie zwei Speicherkanäle mit maximal DDR3-1600 bei 1,5 Volt sowie einen minimalen Kerntakt von 800 MHz unterstützen. Allesamt bringen sie 16 PCIe-3.0-Lanes sowie die Befehlssatzerweiterungen AVX2 und AES-NI mit. Interessanterweise müssen vier der oben aufgeführten Modelle ohne Intels neue Transactional Synchronization Extensions (TSX) auskommen. Uns ist nicht klar, warum Intel seine Produkte mithilfe eins Features, das Synchronisationsprobleme besser angehen soll, voneinander absetzen will – aber genau das scheint die Firma hier zu tun.

Dann gibt es noch GT3, das mit Spannung erwartete Spitzenmodell mit 40 EUs. Allerdings wird es diese Grafikeinheit nur in BGA-Systemen mit aufgelöteter CPU geben. Mit anderen Worten: Sie lässt sich nicht aufrüsten. Jedenfalls plant Intel für den BGA-Einsatz Quad-Core-Modelle mit GT3, Quads mit GT2 und noch Dual-Cores, ebenfalls mit GT2. Zudem wird die GT3-auch in einem Multi-Chip-Package zu finden sein, das auch den Lynx-Point-Chipsatz umfasst. Dabei wird es sich allerdings um einen Doppelkernprozessor handeln.

Neben den Prozessoren die Intel in ein paar Monaten vorstellen will, wird es natürlich auch einen neuen Chipsatz geben, der intern Lynx Point heißt und offiziell den Namen 8-Series Platform Controller Hub trägt. Voll ausgestattet wird Lynx Point sechs SATA-6Gb/s-Schnittstellen, insgesamt 14 USB-Ports (davon sechs USB 3.0), acht PCIe-2.0-Lanes und VGA-Ausgabe mitbringen.

Dabei werden die Chips der 8-Serie-Chipsätze kleiner werden als ihre Vorgänger, denn nun sind es 23x22 mm anstatt 27x27mm. Zudem haben sie einen geringeren Pin-Count. Beides liegt vor allem daran, dass immer mehr Fähigkeiten direkt in der CPU integriert sind. Bislang waren Prozessor und PCH durch acht Flexible Display Interface (FDI) Lanes verbunden. Und obwohl der Prozessor-Die einen DisplayPort-Controller beinhaltete, steckten die Bausteine für VGA, LVDS, die digitalen Displayausgänge und die Audioausgabe im Chipsatz. Nun sind die Signalleitungen der drei digitalen Monitoranschlüsse ebenso in den Prozessor gewandert wie der Audioteil, wo sie dem DisplayPort-Controller Gesellschaft leisten. LVDS ist derweil komplett verschwunden, und auch sechs der FDI-Lanes sind im neuen Chipsatz nicht mehr zu finden.

Alle 24 Kommentare anzeigen.
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  • Brat , 18. März 2013 06:15
    dank ssd und massiver performance ist doch eh fast alles in einem augenblick berechnet und für den rest gibts dann halt workstations
  • Binsenmeier , 18. März 2013 12:49
    Hm, irgendwie mal wieder voll Intel:


    • Die Prozessoren, die es am ehesten brauchen könnten, bekommen bestimmte Features nicht (VT-d, TSX).
    • Neuer Sockel wird fällig, also neues Mainboard.
    • Man hat (endlich!!!) offenbar eine ziemlich krasse Grafiklösung in Vorbereitung, und man steckt sie nur in Notebooks anstatt auf dem Desktop gegen AMD und Nvidia zu schießen.
    • Die GPU, die man den Haswells mitgibt, ist zwar schneller, aber immer noch "naja".
    • Die Performance geht zwar hoch, aber auch die TDP.


  • Hätten die dann nicht einfach Ivy noch ein wenig tunen können? Oder Ivy Bridge-E bringen? Was ist eigentlich daraus geworden?

    Schon klar, von AMD geht kein Druck aus. Aber anstatt was so langweiliges Neues zu bringen, könnten sie doch mal die bessere iGPU in Ivy stecken oder da weiter dran feilen.
  • echoez , 18. März 2013 13:29
    "Dabei werden die Chips der 8-Serie-Chipsätze kleiner werden als ihre Vorgänger, denn nun sind es 23x33 mm anstatt 27x27mm."

    23x33=759
    27x27=729

    ?
  • benkraft , 18. März 2013 13:50
    Hi echoez - danke für den Hinweis, das war ein klassischer Tippfehler. Richtig sind 22x23 mm, dann kommt es auch hin.
  • echoez , 18. März 2013 14:06
    Intel scheint sich mit den ~10% Plus zum jeweiligen Vorgänger eingefahren zu haben. Seit Sandy-Bridge rüste ich, zumindest in der Theorie ;) , meinen Rechner auf. Kann mich aber von meinem E8400 einfach nicht trennen :D . Mal sehn',vielleicht wirds ein Haswell...
  • aarfy , 18. März 2013 15:55
    Zitat :
    Jedenfalls plant für den BGA-Einsatz Intel Quad-Core-Modelle mit GT3, Quads mit GT2 und noch Dual-Cores, ebenfalls mit GT2.


    Joda? Bist Dus?
  • benkraft , 18. März 2013 16:05
    Erwischt hast du mich. Korrigiert ich es habe. Rache einer durcharbeiteten Nacht das ist.
  • _1u21 , 18. März 2013 16:38
    Da werde ich wohl meinen i7 3770 noch lange nutzen, bevor ein deutlicher Leistungssprung erreicht wird.
  • oswin , 18. März 2013 22:18
    hmm ich denke nicht das im desktop bereich eine wirkliche konkurrenz zu amd/nvidia gibt bzw das was in vorbereitung ist und nur für notebooks angekündigt wurde..

    ich denke mir also das es im notebook bereich wohl etwas konkurrenzfähiges geben könnte im desktop bereich eher weniger.. eine 7600er amd im notebook ist nicht im entferntesten vergleichbar mit einer 7600er amd im desktop bereich... das gleibe bei nvida..

    und da man im desktop bereich eh meist ne kleine graka z.b nvidia 630 nutzt wäre eine integrierte von intel sicherlich nicht wirklich konkurrenzfähig..

    genug der schwarzmalerei vielleicht hat intel ja wirklich was rel. gutes entwickelt :D 

    ansonsten eine gute CPU was anderes habe ich nicht erwartet.. und wieder intel üblich man brauch ein neues
    mainboard..
  • avatar_87 , 19. März 2013 09:51
    @binsenmeier

    Die CPUs ohne freien Multi bekommen VT-d. Das macht Sinn, weil man Produktivsysteme nicht übertakten sollte.

    Ein neuer Sockel ist ja mittlerweile wirklich nichts neues. Und wenn kein neuer Sockel kommt, wie bei AMD, kommt sowieso immer ein neuer Chipsatz, den man braucht um alle Funktionen der CPU zu nutzen.

    Als krasse Grafiklösung würde ich das nicht bezeichnen und wieso die besonders auf dem Desktop wichtig wäre, wüsste ich auch nicht. Außerdem hat es wohl technische Gründe wieso diese gerade auf dem Board verlötet wird.

    Die GPU ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich schneller. Benötigt auch die doppelte Chipfläche im Vergleich zu ivybridge.

    Die TDP geht hoch, was wohl in erster Linie an der größeren Grafikeinheit liegt. Trotzdem geht der Stromverbrauch runter, wegen deutlich verbesserten Energiesparfunktionen.
  • fragger , 19. März 2013 11:05
    Das Problem an den integrierten GPUs ist halt, dass ich Sie mitbezahle, auch wenn ich sie eigentlich nicht haben will... Und solange es Technologien, wie z.B. Optimus oder Enduro (Sprich: dedizierte Graka komplett abschalten, wenn ich sie nicht brauche und stattdessen die enegiesparende onchip Graka nutzen) nicht für Desktop Rechner gibt, empfinde ich diese GPUs ehr als Ärgerniss.

    Sicher, in nem Officerechner sind die OK, aber da schnall ich in der Regel keinen i7 aufs Board, sondern ehr nen i3. Und da wiederrum mögen diese crap GPUs eine Daseinsberechtigung haben.
  • avatar_87 , 19. März 2013 11:28
    Denke nicht, dass die integrierte Grafik etwas nennenswertes kostet. Außerdem produziert Intel CPUs so günstig wie noch nie (22 nm, winziger DIE, immer noch Quadcores ...). Trotzdem sind die Preise nicht gesunken. Intel verlangt einfach, das was sie denken, dass die Kunden bereit zu bezahlen sind. Konkurrenz gibt es ja kaum. Die integrierte Grafik kann man einfach als Bonus sehen.

    Außerdem sollte man nicht vergessen, dass Ivybridge, Haswell und Trinity Mainstream Plattformen sind. Highend sind Ivybridge-E und Vishera und die haben keine integrierte Grafik, sondern mehr Kerne.
  • Anonymous , 19. März 2013 13:30
    Zitat :
    Die CPUs ohne freien Multi bekommen VT-d. Das macht Sinn, weil man Produktivsysteme nicht übertakten sollte.

    Seit wann darf man die HW-Virtualisierungsfunktionen nur auf Produktivsystemen einsetzen?
  • avatar_87 , 19. März 2013 13:47
    Zitat :
    Zitat :
    Die CPUs ohne freien Multi bekommen VT-d. Das macht Sinn, weil man Produktivsysteme nicht übertakten sollte.

    Seit wann darf man die HW-Virtualisierungsfunktionen nur auf Produktivsystemen einsetzen?

    Dürfen tust du alles. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass 99% der Kunden einer K-CPU sich nicht für Virtualisierung interessieren. Ich kann es jedenfalls nachvollziehen, dass Intel die Virtualisierungsfunktionen nur für nicht übertaktbare CPUs anbietet. Umgekehrt wäre es jedenfalls dämlicher.
  • eremit , 20. März 2013 00:20
    Eine wichtige Sache wurde leider nicht getestet: Die Energieeffizienz. Genau das soll ja bei Haswell ein grosser Schritt sein; Chipsatz in kleinerer Fertigungstechnik, niedriger Idle-Takt, Spannungsregler auf der CPU.
  • xvYCC , 20. März 2013 11:57
    Anscheinend gibts statt CPU-Tock nun GPU-Power, das macht die großen Piledriver wieder bisschen interessanter (in anbetracht des Preises), aber was das für die mobilen A und E Serien bedeuten wird? Intels GPU-Einheit gleichauf bei geringerer Leistungsaufnahme und +40% CPU Rechenleistung oder ähnliches? Hui...
  • konkretor , 21. März 2013 12:59
    Na dann kann ich mir ja doch nen Ivy Xeon auf Sockel 1155 holen
  • derGhostrider , 21. März 2013 20:48
    Hmmm, insgesamt klingt die CPU ja nicht schlecht, aber wieso reitet man bei einer solchen CPU dermaßen auf der integrierten Grafik rum? Wer eine top-CPU kauft UND Spielen will, der kauft sich entweder eine Graka oder hat irgendwas einfach nicht verstanden.
  • derGhostrider , 21. März 2013 20:53
    Hmmm, insgesamt klingt die CPU ja nicht schlecht, aber wieso reitet man bei einer solchen CPU dermaßen auf der integrierten Grafik rum? Wer eine top-CPU kauft UND Spielen will, der kauft sich entweder eine Graka oder hat irgendwas einfach nicht verstanden.
  • avatar_87 , 21. März 2013 22:12
    Intel reitet auf der integrierten Grafik rum weil

    a) sie in der Hinsicht kaum Land gegen AMD sehen
    b) es genung Leute gibt, die kaum bis gar nicht Spielen und damit keine dedizierte Karte brauchen
    c) weil sockel 1155 und 1150 nunmal Mainstream/Performance und nicht die Highendplattformen sind.
    d) die CPU Architektur relativ ausgereift ist. Große Leistungssteigerungen gab es seit Einführung der core architektur eigentlich nicht mehr
    e) Intel keine Konkurrenz hat. Intel hat schlichtweg kein Interesse daran den "normalen" Kunden mehr Kerne zu geben. Wer das braucht soll sich die teuren sandybridge-e oder ivybridge-e CPUs kaufen.
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