Wer eines der K-Modelle der Haswell-Familie ersteht und natürlich über ein Z87-Mainboard verfügt, kann sich über die gleichen Stellschrauben freuen, die schon bei Core i7-3770K und Core i5-3570K zur Verfügung standen. Eine kleine Änderung gibt es aber, denn die BCLK-Teiler, die wir vom X79 kennen, sind wieder mit dabei. Nun stehen folgende Werte zur Verfügung: 1.0x, 1.25x, 1.67x und 2.5x .
Allerdings gibt es einen himmelweiten Unterschied zwischen dem, was Haswell-basierte CPUs mit LGA-1150-Interface auf dem Papier können und was übrig bleibt, nachdem Intels Produkt-Team damit fertig ist, hier und da Bereiche und Fähigkeiten zu deaktivieren, um verschiedene Modelle zu erschaffen.

Overclocker können den Kerntakt wie gehabt in 100-MHz-Schritten bis zu einem Verhältnis von 80x anheben. Die On-Die-Grafikeinheit lässt sich ebenfalls in 50-MHz-Schritten übertakten, wobei der höchste Multiplikator 60x lautet. In der Theorie ist auch der Speichercontroller nicht fest eingestellt und erlaubt entweder 200- oder 266-MHz-Schritte bis maximal 2.933 MT/s. Zu guter Letzt ist auch der Taktgenerator des Platform Controller Hub unbeschränkt und erlaubt Taktraten bis 200 MHz.
Doch wie schon in der Vergangenheit gibt es eine gewisse Wechselwirkung zwischen dem DMI-Takt und der Geschwindigkeit des PCI-Express-Interface. Dabei will man so nahe wie möglich am vorgesehenen Takt von 100 MHz bleiben. Deshalb implementiert Intel Verhältnisse von 5:5, 5:4, 5:3 und 5:2 um gleichzeitig einen konstanten PCIe-Takt bei gleichzeitig möglichst variablem BCLK-Takt zu ermöglichen. Doch im Gegensatz zur LGA-2011-Plattform, bei der diese Teiler von der CPU eingestellt wurden, übernimmt bei Haswell der PCH diese Aufgabe. Das Ergebnis ist aber ähnlich, und man darf eine Spanne von 5 bis 7 Prozent um das gewählte Verhältnis herum erwarten, in dem man das Übertaktungsergebnis verfeinern kann.
Das wäre alles schön und gut, würde Intel diese Flexibilität auch denjenigen Käufern zur Verfügung stellen, die keinen Aufpreis für die K-Modelle hinblättern wollen, und ihnen damit die Möglichkeit geben, den BCLK höher einzustellen, ohne den CPU-Multiplikator anzuheben. Stattdessen schaltet die Firma exakt diese Fähigkeit aber nur beim Core i7-4770K und i5-4670K frei - also exakt den beiden CPUs, die man ohnehin schon in 100-MHz-Schritten übertakten kann. Wer also eines der 11 anderen Modelle der Haswell-Familie kauft, hat aus Intels Sicht einfach Pech.
Overclocking mit dem Core i7-4770K
Okay, genug geärgert, Was kann man nun bei einem Core i7-4770K an Übertaktungsspielraum erwarten? Nun, wir haben hier einige Exemplare in unserem Testlabor, und mehr als 4,7 GHz auf allen Cores sind im Prime95-Stabilitätstest bei keinem drin. Allerdings stammen diese Exemplare auch alle von Intel. Uns interessierten aber viel mehr die Erfahrungen von jemandem, dem viele finale Exemplare aus dem Handel zur Verfügung standen.

Unsere Information stammt aus erster Hand und basiert auf einer hohen, zweistelligen Zahl von Prozessoren, zu denen auch Samples und finale Boxed-CPUs gehören. Das Testen zum Sortieren wurde auf 1,2 V begrenzt, um die Wärmeentwicklung im Rahmen zu halten. Das Ring/Cache-Verhältnis wurde auf 3,9 GHz festgelegt und der Speichercontroller arbeitete mit 1.333 MT/s. Von den vorliegenden Chips schaffte nur einer unter Volllast 4,6 GHz. Ein paar erreichten immerhin 4,5 GHz. Ei paar mehr schafften noch 4,4 GHz, während die meisten bis 4,3 GHz stabil laufen. Je weiter man die Speicherdatenrate über 1.600 MT/s ansetzt oder den Ring-Teiler erhöht, um ihn dem höchsten Turbo-Takt mit einem Kern anzupassen, desto geringer fällt tendenziell der stabil erzielbare Maximaltakt aus.

Load-Line Calibration wirkt sich bei Haswell wenig bis gar nicht aus. Es gibt einfach weniger Flexibilität, um aus einer dieser CPUs mit Einstellungen, die bislang sehr beliebt waren, noch viel Takt herauszuholen. Zwar bieten die meisten Boards, die sich an Enthusiasten richten, immer noch seitenweise Einstellmöglichkeiten in Menü um Menü, doch die meisten scheinen sich einfach nicht (mehr?) positiv auszuwirken. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass neben den Enthusiasten auch die Ingenieure gerade dabei sind zu verstehen, was einige der obskureren Einstellmöglichkeiten überhaupt bewirken.
Wir werden wohl einfach damit leben müssen, dass Haswell-CPUs schneller heiß werden und dass sie mit konventionellen Kühlmethoden ein paar hundert Megahertz weniger erreichen als ihre Ivy-Bridge-Pendants. Gut, dass die Architektur von sich aus schon ein wenig schneller als ihre Vorgängerin ist.
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Selbst Ivybridge war damals schon fast eine Verschlimmbesserung von Sandybridge. So schnell kauf ich keinen Intel Desktop Prozessor mehr, das steht fest. So ein Bullshit echt.
Schon witzig (wenn nicht sogar traurig), dass eine APU für 110€ mit einer iGPU einer High-End CPU für 200€ mithalten kann!
Eher traurig, da Intel nichtmal Bemühungen in dem Bereich unternimmt, wenn sie ihr Topmodell (!) nicht mit ihrer besten integrierten Grafik ausrüsten. Ich frage mich, wie sich die GT3-Grafik bzw. die damit ausgerüsteten Prozesssoren gegenüber den APUs schllagen werden. Andererseits - wer benutzt eine integrierte Grafik in Kombination mit einem High-End Prozessor?
Sandy und Ivy Bridge sind einfach gute Dinger.
Der ständige Vergleich mit der APU ist aber irgendwie Unsinn: Die 100 € APU wird als "CPU" lebendig unter Sand begraben. - Die Grafikeinheit ist zwar um Welten besser, aber Intel sieht seine CPUs immer noch nicht als APUs sondern als CPUs mit IGPs. - Damit soll nicht in dem Umfang gespielt werden, wie man es mit den 5800Klern und bald 6800klern unternimmt. - Und selbst da erreicht man in Full HD + qualitätssteigeernden Features keine spielbaren Ergebnisse, jedenfalls nicht bei den dicken, neuen AAA-Titeln.
Eine ganz andere Hausnummer ist die APU-Generation in den neuen Konsolen, die bald aufschlagen werden, besonders die PS4 Variante mit GDDR5 Speicher.
Wer einen Haswell mit HD 4600er kauft, um "damit" zu spielen, der sollte mal für ein ernstes Gespräch bei Seite genommen werden.
Trotzdem hat Intel in Sachen Grafik schon was dazu gelernt.
Intel kann, will aber nicht. Der q6600 hatte einen 286 mm² Die, war in 65 nm gefertigt und hatte bereits 4 Kerne. Jetzt haben wir den 22 nm Fertigungsprozess und Haswell hat trotz igp nur einen 177 mm² Die und immer noch 4 Kerne. Dafür da einfach 2-4 weitere Kerne dazuzupappen braucht es wirklich keine Zauberei.
Geil finde ich auch wie Intel die Übertaktungseigenschaften von Haswell beworben hat und dann kommt so ein Mist bei raus. Das ist Beschiss, nicht mehr und nicht weniger.
Und apropos igp/apu und PC Spiele. Spielspaß und Hardwareanforderungen sind zwei paar Schuhe. League of Legends beispielsweise ist das meistgespielte Spiel der Welt (3 mal mehr aktive Spieler als World of Warcraft) und es läuft problemlos auf einer APU. Spiele wie Battlefield oder wie sie alle heißen, können da einpacken. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die gegen Ende des Jahres erscheinenden Kaveri APUs mit Steamroller Kernen und GCN GPU leistungsmäßig noch eine ganze Schippe drauflegen. Im low power Bereich kommt GCN mit Kabini (xbox one/PS4) und temash ja jetzt schon zum Einsatz.
Auf dem Desktop hat man ja ohnehin kaum Alternativen im Augenblick.
Die Besserung liegt eher noch im neuen Chipset bei den Mainboards.
Aber ob das auch genug ist, um außer den Ersatzkäufern auch dringendst jene Leute in die Läden zu treiben, deren Altsystem nicht gerade verstorben ist, mag auch ich eher bezweifeln.
Intel legt hier mal quasi eine vom User teuer zu bezahlende leistungsmäßige Nullrunde ein. Wie es im Bericht zu lesen ist, liegt der Trend auf
der Mobilgerätenummer, und nebenbei gibts halt ein wenig produktiven "Abfall" für nen Desktop.
Während Gameherren, Power User und Office ehemals interessant waren, geht man heute für Handhelds und Brickelzick. Das mußte auch Mikel Dell merken, der auf dem falschen Pferd saß.
Was bedeutet das für Gameherren und "Better Office" Kunden?
Sich noch ein paar Tage länger am vorhanden Sandy or Ivy Bitch erfreuen und darauf hoffen, daß das Schmierfett im Ivy noch lange frisch bleibt. Neukaufen lohnt sich nicht. Da kann ich dem alten Sack gern zustimmen.
Wirklich große Schritte waren einst die Core Duos und Core 2 Duos und dann eben noch die Sandy. Danach nicht mehr wirklich viel. Ob Intel den Haswell wohl wirklich verkaufen will?
Ivy ist schon kritisch anzusehen, da kann ich den Vorpostern zustimmen und Haswell ist nix, das sehe ich genauso wie die Vorschreiber.. Vielleicht kommt ne bessere Revision oder sonstwas wieder zum Weihnachtsgeld abgreifen, aber jetzt neues Zeug für den Sommer zu bringen macht marketingtechnisch auch nicht gerade viel Sinn.
Aber gewissermaßen läßt man auch die am Endes (AMD) schon in der Preisgestaltung zufrieden, die sich den Markt ohnehin über den Preis suchen müssen und ohne das Abkassieren von Subventionsknete wohl in Dresden längst dicht gemacht hätten.
Keine Ahnung was Intel erwartet. Vielleicht dass Leute die keine Ahnung haben die Teile kaufen? Seit Sandybridge herrscht praktisch Stillstand. Minimal verbesserte pro mhz Leistung bei schlechterem OC Potenzial. Da kann auch die verbesserte IGP, die immer noch nicht viel taugt (zumindest die gt2 für desktops), nicht drüber hinwegtrösten.
Ich finde Übertakterei super. Macht Spaß und man kann einiges rausholen. Teilweise sind da ~30% Mehrleistung drin. Das ist mehr als Intel in den letzten 2-3 Generationen zu bieten hatte.
Keine Ahnung wozu Otto Normalverbraucher mehr Sata 3 oder USB 3 bräuchte. Sata 3 brauch ich einen für eine SSD. USB 3 brauch ich ebenfalls nur einen für meine externe Festplatte oder einen USB 3 Stick. Für alles andere reicht Sata 2 und USB 2.
Bezieht man das OC Potenzial mit ein ist der Sprung von Lynnfield zu Sandybridge schon ziemlich groß.
WTF! Schaut euch mal an, wie sich in den letzten beiden Jahren die Preise in Relation zum Performance-Zuwachs entwickelt haben.
Da fehlen mir echt dir Worte.
hab einen i5-750 drinn. Wollte auf Haswell updaten.
@Perique Ich würde nicht unterschreiben, dass ivy und haswell tatsächlich besser sind als sandy. Sandy bleibt schön kühl und hat gutes OC Potenzial. Ivy verbraucht weniger Strom als haswell und bleibt kühler.
Außerdem ist nahezu identische Leistung für nahezu gleiches Geld absoluter Beschiss. Die Herstellungskosten für Intel sinken nämlich. Sie machen sich nur die Taschen voll. Kein Fortschritt = Rückschritt.
Zur OC Sache. Intel verkauft OC (K) CPUs. Wer die kauft plant zu übertakten und OC Potenzial spielt da sehr wohl eine Rolle. Außerdem muss man nicht studiert haben um übertakten zu können.
Edit: Allerdings finde auch ich es schwach von Intel, dass der Zugewinn an Leistung in etwa nur dem Mehr an Stromverbrauch entspricht. Eigentlich ein No-Go für eine neue Prozessorgeneration. Vielleicht liegt das ja an der (stärkeren) iGPU, die immer Strom zieht, auch wenn sie deaktiviert ist (die Frage kam bei uns doch vor längerem mal auf, dass ich einen p Prozessor ohne iGPU empfehlen hab aus genau diesem Grund).
Nur, was bringt einem Multi 80, wenn das Ding schon bei 45 fast verglüht?!?
Naja, hoffen wir mal, dass Ivy-E besser wird...
Wieso bei Haswell ein höherer Stromverbrauch rauskommt steht im Test. Kann dir nur empfehlen ihn zu lesen.
Die igp braucht wenn sie nicht genutzt wird keinen Strom. Eine p CPU ist nicht effizienter.