Intel lobt die Haswell-Architektur vor allem dafür, den größten Sprung bei der Akkulaufzeit in der Firmengeschichte zu ermöglichen. In einem Desktop-Rechner ist Batterielaufzeit nun mal aber kein Argument. Größere Bauformen, bei denen man nicht auf jedes Watt achten muss, erlauben es CPU-Herstellern, Modelle anzubieten, die mehr Abwärme produzieren. Man denke nur an Sandy Bridge-E, wo immerhin bis zu 130 Watt an Wärme abgeführt werden wollen.
Beim Core i7-4770K gibt Intel die TDP (Thermal Design Power, maximale Abwärme) mit 84 Watt an; das sind 7 Watt mehr als beim Core i7-3770K. Dafür hat der Prozessor die Schaltkreise zur Spannungsregelung jetzt auch direkt an Bord; es sind also mal wieder einige Komponenten vom Mainboard ins Prozessor-Package gewandert. Wie wirkt sich das auf die Effizienz aus?
Betrachten wir zunächst die Leistungsaufnahme unserer Kandidaten während unseres geskripteten Benchmark-Parcours als Verlaufsdiagramm.

Im Sinne der Lesbarkeit beschneiden wir das Diagramm am Ende. Es fehlt auch nicht wirklich etwas, denn der A10-5800K kommt im gekürzten Bereich einfach langsam zur Ruhe nachdem er weit länger als die anderen Prozessoren gebraucht hat, um alle Aufgaben zu bewältigen. Nehmen wir die vom 3DMark verursachten Spitzen als Orientierungshilfe, dann erkennen wir, dass der Core i7-3930K als erster diesen synthetischen Grafiktest startet, gefolgt vom i7-4770K. Core i7-3770K und i7-2700K liegen auch nicht weit zurück.
Ansonsten gibt es keine wirklichen Orientierungspunkte, auch wenn wir sehen, dass die beiden Systeme mit FX-8350 bzw. Core i7-3930K im Durchschnitt weit mehr Strom aus der Steckdose ziehen als die anderen Plattformen. Natürlich gibt es einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen den beiden: Sandy Bridge-E ist deutlich schneller mit unserem Benchmark-Parcours fertig als Piledriver.

Das Skript, wir zum hier zum Testen nutzen, enthält absichtlich auch kurze Leerlaufzeiten zwischen den einzelnen Benchmarks. Hauptsächlich dient das dazu, dass auch langsamere Systeme genug Zeit haben, den einen Benchmark zu beenden und das Programm zu schließen bevor der nächste Benchmark gestartet wird.
Dennoch, würde man die durchschnittliche Leistungsaufnahme nur für den Benchmarklauf berechnen, wo sie fast durchweg unter sehr hoher Last agieren, dann würde man denken, dass es sich bei allen Testplattformen um Stromschleudern handelt. Deshalb fügen wir am Schluss noch eine Leerlauf 1.800 Sekunden (30 Minuten) hinzu, bevor wir jedes System automatisch herunterfahren.
Bezieht man die Leerlaufzeit mit ein, liegt die Leistungsaufnahme aller unserer mit einer GeForce GTX Titan ausgestatteten Testsysteme in einem für High-End-Systeme akzeptablen Bereich. Erwartungsgemäß zeigt sich der Core i7-3770K dank seiner TDP von 77 Watt am genügsamsten. Es folgen der Core i7-4770K (84 Watt TDP) und der Core i7-2700K (95 Watt).

Da wir wissen, dass jeder Messpunkt zwei Sekunden repräsentiert, können wir auch berechnen, wie lange jedes System aktiv ist. Also nehmen wir diese Dauer und multiplizieren sie mit der durchschnittlichen Leistungsaufnahme um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie viel Strom im Laufe unserer Benchmark-Suite verbraucht wird. Wieder führt Intels Core i7-3770K das Feld an, und wieder liegt der i7-4770K nur knapp hinter ihm. Ein Blick ins Messprotokoll verrät uns, dass der Haswell-Chip im Leerlauf nicht ganz so sparsam wie der i7-3770K ist, obwohl bei beiden Mainboards im UEFI alle Stromsparfunktionen aktiviert waren.
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Selbst Ivybridge war damals schon fast eine Verschlimmbesserung von Sandybridge. So schnell kauf ich keinen Intel Desktop Prozessor mehr, das steht fest. So ein Bullshit echt.
Schon witzig (wenn nicht sogar traurig), dass eine APU für 110€ mit einer iGPU einer High-End CPU für 200€ mithalten kann!
Eher traurig, da Intel nichtmal Bemühungen in dem Bereich unternimmt, wenn sie ihr Topmodell (!) nicht mit ihrer besten integrierten Grafik ausrüsten. Ich frage mich, wie sich die GT3-Grafik bzw. die damit ausgerüsteten Prozesssoren gegenüber den APUs schllagen werden. Andererseits - wer benutzt eine integrierte Grafik in Kombination mit einem High-End Prozessor?
Sandy und Ivy Bridge sind einfach gute Dinger.
Der ständige Vergleich mit der APU ist aber irgendwie Unsinn: Die 100 € APU wird als "CPU" lebendig unter Sand begraben. - Die Grafikeinheit ist zwar um Welten besser, aber Intel sieht seine CPUs immer noch nicht als APUs sondern als CPUs mit IGPs. - Damit soll nicht in dem Umfang gespielt werden, wie man es mit den 5800Klern und bald 6800klern unternimmt. - Und selbst da erreicht man in Full HD + qualitätssteigeernden Features keine spielbaren Ergebnisse, jedenfalls nicht bei den dicken, neuen AAA-Titeln.
Eine ganz andere Hausnummer ist die APU-Generation in den neuen Konsolen, die bald aufschlagen werden, besonders die PS4 Variante mit GDDR5 Speicher.
Wer einen Haswell mit HD 4600er kauft, um "damit" zu spielen, der sollte mal für ein ernstes Gespräch bei Seite genommen werden.
Trotzdem hat Intel in Sachen Grafik schon was dazu gelernt.
Intel kann, will aber nicht. Der q6600 hatte einen 286 mm² Die, war in 65 nm gefertigt und hatte bereits 4 Kerne. Jetzt haben wir den 22 nm Fertigungsprozess und Haswell hat trotz igp nur einen 177 mm² Die und immer noch 4 Kerne. Dafür da einfach 2-4 weitere Kerne dazuzupappen braucht es wirklich keine Zauberei.
Geil finde ich auch wie Intel die Übertaktungseigenschaften von Haswell beworben hat und dann kommt so ein Mist bei raus. Das ist Beschiss, nicht mehr und nicht weniger.
Und apropos igp/apu und PC Spiele. Spielspaß und Hardwareanforderungen sind zwei paar Schuhe. League of Legends beispielsweise ist das meistgespielte Spiel der Welt (3 mal mehr aktive Spieler als World of Warcraft) und es läuft problemlos auf einer APU. Spiele wie Battlefield oder wie sie alle heißen, können da einpacken. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die gegen Ende des Jahres erscheinenden Kaveri APUs mit Steamroller Kernen und GCN GPU leistungsmäßig noch eine ganze Schippe drauflegen. Im low power Bereich kommt GCN mit Kabini (xbox one/PS4) und temash ja jetzt schon zum Einsatz.
Auf dem Desktop hat man ja ohnehin kaum Alternativen im Augenblick.
Die Besserung liegt eher noch im neuen Chipset bei den Mainboards.
Aber ob das auch genug ist, um außer den Ersatzkäufern auch dringendst jene Leute in die Läden zu treiben, deren Altsystem nicht gerade verstorben ist, mag auch ich eher bezweifeln.
Intel legt hier mal quasi eine vom User teuer zu bezahlende leistungsmäßige Nullrunde ein. Wie es im Bericht zu lesen ist, liegt der Trend auf
der Mobilgerätenummer, und nebenbei gibts halt ein wenig produktiven "Abfall" für nen Desktop.
Während Gameherren, Power User und Office ehemals interessant waren, geht man heute für Handhelds und Brickelzick. Das mußte auch Mikel Dell merken, der auf dem falschen Pferd saß.
Was bedeutet das für Gameherren und "Better Office" Kunden?
Sich noch ein paar Tage länger am vorhanden Sandy or Ivy Bitch erfreuen und darauf hoffen, daß das Schmierfett im Ivy noch lange frisch bleibt. Neukaufen lohnt sich nicht. Da kann ich dem alten Sack gern zustimmen.
Wirklich große Schritte waren einst die Core Duos und Core 2 Duos und dann eben noch die Sandy. Danach nicht mehr wirklich viel. Ob Intel den Haswell wohl wirklich verkaufen will?
Ivy ist schon kritisch anzusehen, da kann ich den Vorpostern zustimmen und Haswell ist nix, das sehe ich genauso wie die Vorschreiber.. Vielleicht kommt ne bessere Revision oder sonstwas wieder zum Weihnachtsgeld abgreifen, aber jetzt neues Zeug für den Sommer zu bringen macht marketingtechnisch auch nicht gerade viel Sinn.
Aber gewissermaßen läßt man auch die am Endes (AMD) schon in der Preisgestaltung zufrieden, die sich den Markt ohnehin über den Preis suchen müssen und ohne das Abkassieren von Subventionsknete wohl in Dresden längst dicht gemacht hätten.
Keine Ahnung was Intel erwartet. Vielleicht dass Leute die keine Ahnung haben die Teile kaufen? Seit Sandybridge herrscht praktisch Stillstand. Minimal verbesserte pro mhz Leistung bei schlechterem OC Potenzial. Da kann auch die verbesserte IGP, die immer noch nicht viel taugt (zumindest die gt2 für desktops), nicht drüber hinwegtrösten.
Ich finde Übertakterei super. Macht Spaß und man kann einiges rausholen. Teilweise sind da ~30% Mehrleistung drin. Das ist mehr als Intel in den letzten 2-3 Generationen zu bieten hatte.
Keine Ahnung wozu Otto Normalverbraucher mehr Sata 3 oder USB 3 bräuchte. Sata 3 brauch ich einen für eine SSD. USB 3 brauch ich ebenfalls nur einen für meine externe Festplatte oder einen USB 3 Stick. Für alles andere reicht Sata 2 und USB 2.
Bezieht man das OC Potenzial mit ein ist der Sprung von Lynnfield zu Sandybridge schon ziemlich groß.
WTF! Schaut euch mal an, wie sich in den letzten beiden Jahren die Preise in Relation zum Performance-Zuwachs entwickelt haben.
Da fehlen mir echt dir Worte.
hab einen i5-750 drinn. Wollte auf Haswell updaten.
@Perique Ich würde nicht unterschreiben, dass ivy und haswell tatsächlich besser sind als sandy. Sandy bleibt schön kühl und hat gutes OC Potenzial. Ivy verbraucht weniger Strom als haswell und bleibt kühler.
Außerdem ist nahezu identische Leistung für nahezu gleiches Geld absoluter Beschiss. Die Herstellungskosten für Intel sinken nämlich. Sie machen sich nur die Taschen voll. Kein Fortschritt = Rückschritt.
Zur OC Sache. Intel verkauft OC (K) CPUs. Wer die kauft plant zu übertakten und OC Potenzial spielt da sehr wohl eine Rolle. Außerdem muss man nicht studiert haben um übertakten zu können.
Edit: Allerdings finde auch ich es schwach von Intel, dass der Zugewinn an Leistung in etwa nur dem Mehr an Stromverbrauch entspricht. Eigentlich ein No-Go für eine neue Prozessorgeneration. Vielleicht liegt das ja an der (stärkeren) iGPU, die immer Strom zieht, auch wenn sie deaktiviert ist (die Frage kam bei uns doch vor längerem mal auf, dass ich einen p Prozessor ohne iGPU empfehlen hab aus genau diesem Grund).
Nur, was bringt einem Multi 80, wenn das Ding schon bei 45 fast verglüht?!?
Naja, hoffen wir mal, dass Ivy-E besser wird...
Wieso bei Haswell ein höherer Stromverbrauch rauskommt steht im Test. Kann dir nur empfehlen ihn zu lesen.
Die igp braucht wenn sie nicht genutzt wird keinen Strom. Eine p CPU ist nicht effizienter.