Heutzutage muss man schon weiter als 3D denken, wenn jemand über GPUs spricht. Heterogeneous Computing ist das neue Stichwort, also die Verzahnung verschiedener Arten von Ausführungseinheiten, um allgemeine Berechnungen zu beschleunigen. Die Zahl der Anwendungen, die davon Gebrauch macht, wächst stetig, sodass uns inzwischen viele Programme zur Verfügung stehen, mit denen wir OpenCL-Performance testen können.
Intels erster OpenCL-Treiber, der aus der Sandy-Bridge-Ära stammt, unterstützte nur die x86-Kerne. Mit Ivy Bridge wurden auch die HD Graphics 2500/4000 miteinbezogen, was Entwicklern erlaubte, entweder die x86-Kerne oder die symmetrischen Ausführungseinheiten der GPU für allgemeine Berechnungen einzuspannen. Mit Haswell hält nun OpenCL 1.2 Einzug in die Intel-Prozessoren, und mit dem aktuellen Treiber wird dies sogar für die Ivy-Bridge-Generation nachgereicht. Zudem sollen OpenCL-Kernel, die auf der CPU und der HD-Graphics-Einheit ausgeführt werden, nun schneller laufen. Und was bedeutet das unterm Strich? Schauen wir uns doch mal ein paar Anwendungen an!
Alle Plattformen laufen dieses Mal nur mit ihren jeweiligen integrierten Grafikeinheiten. Es funkt also keine dedizierte GPU dazwischen.

Beginnen wir mit Sony Vegas Pro 12. Da seine Grafikeinheit nicht OpenCL-kompatibel ist, liefert der Core i7-2700K nur ein CPU-Ergebnis. Dank einiger Verbesserungen an der zugrunde liegenden Architektur ist der Core i7-3770K ein wenig schneller. Aber erst wenn wir dessen HD Graphics 4000 mit einspannen, verkürzt sich die Berechnungszeit um über 50 Sekunden. Beim Core i7-4770K fallen die Vorteile in beiden Disziplinen noch ein wenig stärker aus.
Heute geht es zwar eigentlich nicht um AMD, aber die A10-5800K stiehlt den Intel-CPUs ein wenig die Schau. Immerhin gelingt es dieser vergleichsweise schwachbrüstigen APU mit ihren beiden Modulen, dieselbe Aufgabe in weniger als der Hälfte der Zeit zu erledigen, sobald die Radeon-Cores zugeschaltet werden. Sicher, selbst dann ist die Trinity-APU nur schnell wie Haswell ohne OpenCL. Man könnte es aber auch so sehen, dass die AMD-APU Intels Core i7-2700K schlägt, da dieser kein OpenCL unterstützt und somit nicht mehr schneller werden kann.

Dieser Benchmark wird nachher noch einmal auftauchen; dann stellen wir den CPUs eine GeForce GTX Titan zur Seite. Ist der Core i7-4770K allerdings allein auf seine integrierte Grafikeinheit angewiesen, kann er seinem Vorgänger dank einer Kombination aus schnelleren x86-Kernen und mehr Grafikressourcen gnadenlos davon ziehen. AMDs A10-5800K landet auf dem zweiten Platz und liegt ebenfalls klar vor dem deutlich teureren Core i7-3770K.

WinZip kann nur bedingt von OpenCL-Beschleunigung profitieren, denn nur Dateien die größer als 8MB sind werden dann auch per GPU gequetscht. Wie stark ein Archivierungsvorgang von OpenCL beschleunigt wird, hängt also davon ab, was für Dateien archiviert werden sollen. Wie dem auch sei, in unserem Szenario setzt sich der Haswell-Chip an die Spitze des Testfeldes.
Die drei kleineren Diagramme oben zeigen die Performance in drei verschiedenen finanzmathematischen Berechnungsmodellen. Wir ließen sie alle in FP32 (also mit einfacher Genauigkeit) laufen, und wieder landete der Core i7-4770K auf dem ersten Platz. Derweil streiten sich AMDs A10-5800K und Intels Core i7-3770K um Platz Zwei.
Da SiSoftwares Sandra 2013 einzelne Werte für die CPU, die GPU und die gemeinsame Beschleunigung auswirft, können wir sehen, dass die CPU im Solo-Modus ziemlich langsam agiert. Die eigentliche Rechenpower liefert die HD Graphics Einheit. In einigen Fällen können die parallel genutzten x86-Kerne das Ergebnis noch weiter verbessern.

Am stärksten wirkt sich die CPU-Performance in LuxMark aus, wenngleich die Kombination aus CPU und GPU am Ende die besten Ergebnisse liefert. Zum Vergleich: Eine GeForce GTX Titan erreicht allein etwa 1.300 Kilosamples pro Sekunde, also nur rund 60 Prozent mehr als ein Core i7-4770K, wenn er alle verfügbaren Ausführungseinheiten nutzt
In Sachen 3D-Performance mag Intel noch zurückliegen, doch wenn es um OpenCL geht, hat Intel ganz offensichtlich seine Hausarbeiten gemacht.
- Haswell: Jetzt"Intels Core-Architektur der vierten Generation"
- HD Graphics 4600: 3D und Quick Sync
- HD Graphics 4600: OpenCL beeindruckt
- HD Graphics 4600: Battlefield 3
- HD Graphics 4600: BioShock Infinite
- HD Graphics 4600: Hitman: Absolution
- HD Graphics 4600: The Elder Scrolls V: Skyrim
- HD Graphics 4600: World of Warcraft: Mists Of Pandaria
- Intels Chipsätze der 8-Serie: Z87 ist nett
- Haswell und Overclocking: Nur gegen Aufpreis!
- Test-Hardware und Benchmarks
- Benchmarks: Synthetische Tests
- Benchmarks: Adobe CS6
- Benchmarks: Content Creation
- Benchmarks: Anwendungen
- Benchmarks: Dateikomprimierung
- Benchmarks: Audio- und Video-Konvertierung
- Leistungsaufnahme
- Core i7-4770K: War’s das etwa?



Selbst Ivybridge war damals schon fast eine Verschlimmbesserung von Sandybridge. So schnell kauf ich keinen Intel Desktop Prozessor mehr, das steht fest. So ein Bullshit echt.
Schon witzig (wenn nicht sogar traurig), dass eine APU für 110€ mit einer iGPU einer High-End CPU für 200€ mithalten kann!
Eher traurig, da Intel nichtmal Bemühungen in dem Bereich unternimmt, wenn sie ihr Topmodell (!) nicht mit ihrer besten integrierten Grafik ausrüsten. Ich frage mich, wie sich die GT3-Grafik bzw. die damit ausgerüsteten Prozesssoren gegenüber den APUs schllagen werden. Andererseits - wer benutzt eine integrierte Grafik in Kombination mit einem High-End Prozessor?
Sandy und Ivy Bridge sind einfach gute Dinger.
Der ständige Vergleich mit der APU ist aber irgendwie Unsinn: Die 100 € APU wird als "CPU" lebendig unter Sand begraben. - Die Grafikeinheit ist zwar um Welten besser, aber Intel sieht seine CPUs immer noch nicht als APUs sondern als CPUs mit IGPs. - Damit soll nicht in dem Umfang gespielt werden, wie man es mit den 5800Klern und bald 6800klern unternimmt. - Und selbst da erreicht man in Full HD + qualitätssteigeernden Features keine spielbaren Ergebnisse, jedenfalls nicht bei den dicken, neuen AAA-Titeln.
Eine ganz andere Hausnummer ist die APU-Generation in den neuen Konsolen, die bald aufschlagen werden, besonders die PS4 Variante mit GDDR5 Speicher.
Wer einen Haswell mit HD 4600er kauft, um "damit" zu spielen, der sollte mal für ein ernstes Gespräch bei Seite genommen werden.
Trotzdem hat Intel in Sachen Grafik schon was dazu gelernt.
Intel kann, will aber nicht. Der q6600 hatte einen 286 mm² Die, war in 65 nm gefertigt und hatte bereits 4 Kerne. Jetzt haben wir den 22 nm Fertigungsprozess und Haswell hat trotz igp nur einen 177 mm² Die und immer noch 4 Kerne. Dafür da einfach 2-4 weitere Kerne dazuzupappen braucht es wirklich keine Zauberei.
Geil finde ich auch wie Intel die Übertaktungseigenschaften von Haswell beworben hat und dann kommt so ein Mist bei raus. Das ist Beschiss, nicht mehr und nicht weniger.
Und apropos igp/apu und PC Spiele. Spielspaß und Hardwareanforderungen sind zwei paar Schuhe. League of Legends beispielsweise ist das meistgespielte Spiel der Welt (3 mal mehr aktive Spieler als World of Warcraft) und es läuft problemlos auf einer APU. Spiele wie Battlefield oder wie sie alle heißen, können da einpacken. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die gegen Ende des Jahres erscheinenden Kaveri APUs mit Steamroller Kernen und GCN GPU leistungsmäßig noch eine ganze Schippe drauflegen. Im low power Bereich kommt GCN mit Kabini (xbox one/PS4) und temash ja jetzt schon zum Einsatz.
Auf dem Desktop hat man ja ohnehin kaum Alternativen im Augenblick.
Die Besserung liegt eher noch im neuen Chipset bei den Mainboards.
Aber ob das auch genug ist, um außer den Ersatzkäufern auch dringendst jene Leute in die Läden zu treiben, deren Altsystem nicht gerade verstorben ist, mag auch ich eher bezweifeln.
Intel legt hier mal quasi eine vom User teuer zu bezahlende leistungsmäßige Nullrunde ein. Wie es im Bericht zu lesen ist, liegt der Trend auf
der Mobilgerätenummer, und nebenbei gibts halt ein wenig produktiven "Abfall" für nen Desktop.
Während Gameherren, Power User und Office ehemals interessant waren, geht man heute für Handhelds und Brickelzick. Das mußte auch Mikel Dell merken, der auf dem falschen Pferd saß.
Was bedeutet das für Gameherren und "Better Office" Kunden?
Sich noch ein paar Tage länger am vorhanden Sandy or Ivy Bitch erfreuen und darauf hoffen, daß das Schmierfett im Ivy noch lange frisch bleibt. Neukaufen lohnt sich nicht. Da kann ich dem alten Sack gern zustimmen.
Wirklich große Schritte waren einst die Core Duos und Core 2 Duos und dann eben noch die Sandy. Danach nicht mehr wirklich viel. Ob Intel den Haswell wohl wirklich verkaufen will?
Ivy ist schon kritisch anzusehen, da kann ich den Vorpostern zustimmen und Haswell ist nix, das sehe ich genauso wie die Vorschreiber.. Vielleicht kommt ne bessere Revision oder sonstwas wieder zum Weihnachtsgeld abgreifen, aber jetzt neues Zeug für den Sommer zu bringen macht marketingtechnisch auch nicht gerade viel Sinn.
Aber gewissermaßen läßt man auch die am Endes (AMD) schon in der Preisgestaltung zufrieden, die sich den Markt ohnehin über den Preis suchen müssen und ohne das Abkassieren von Subventionsknete wohl in Dresden längst dicht gemacht hätten.
Keine Ahnung was Intel erwartet. Vielleicht dass Leute die keine Ahnung haben die Teile kaufen? Seit Sandybridge herrscht praktisch Stillstand. Minimal verbesserte pro mhz Leistung bei schlechterem OC Potenzial. Da kann auch die verbesserte IGP, die immer noch nicht viel taugt (zumindest die gt2 für desktops), nicht drüber hinwegtrösten.
Ich finde Übertakterei super. Macht Spaß und man kann einiges rausholen. Teilweise sind da ~30% Mehrleistung drin. Das ist mehr als Intel in den letzten 2-3 Generationen zu bieten hatte.
Keine Ahnung wozu Otto Normalverbraucher mehr Sata 3 oder USB 3 bräuchte. Sata 3 brauch ich einen für eine SSD. USB 3 brauch ich ebenfalls nur einen für meine externe Festplatte oder einen USB 3 Stick. Für alles andere reicht Sata 2 und USB 2.
Bezieht man das OC Potenzial mit ein ist der Sprung von Lynnfield zu Sandybridge schon ziemlich groß.
WTF! Schaut euch mal an, wie sich in den letzten beiden Jahren die Preise in Relation zum Performance-Zuwachs entwickelt haben.
Da fehlen mir echt dir Worte.
hab einen i5-750 drinn. Wollte auf Haswell updaten.
@Perique Ich würde nicht unterschreiben, dass ivy und haswell tatsächlich besser sind als sandy. Sandy bleibt schön kühl und hat gutes OC Potenzial. Ivy verbraucht weniger Strom als haswell und bleibt kühler.
Außerdem ist nahezu identische Leistung für nahezu gleiches Geld absoluter Beschiss. Die Herstellungskosten für Intel sinken nämlich. Sie machen sich nur die Taschen voll. Kein Fortschritt = Rückschritt.
Zur OC Sache. Intel verkauft OC (K) CPUs. Wer die kauft plant zu übertakten und OC Potenzial spielt da sehr wohl eine Rolle. Außerdem muss man nicht studiert haben um übertakten zu können.
Edit: Allerdings finde auch ich es schwach von Intel, dass der Zugewinn an Leistung in etwa nur dem Mehr an Stromverbrauch entspricht. Eigentlich ein No-Go für eine neue Prozessorgeneration. Vielleicht liegt das ja an der (stärkeren) iGPU, die immer Strom zieht, auch wenn sie deaktiviert ist (die Frage kam bei uns doch vor längerem mal auf, dass ich einen p Prozessor ohne iGPU empfehlen hab aus genau diesem Grund).
Nur, was bringt einem Multi 80, wenn das Ding schon bei 45 fast verglüht?!?
Naja, hoffen wir mal, dass Ivy-E besser wird...
Wieso bei Haswell ein höherer Stromverbrauch rauskommt steht im Test. Kann dir nur empfehlen ihn zu lesen.
Die igp braucht wenn sie nicht genutzt wird keinen Strom. Eine p CPU ist nicht effizienter.