Im Rahmen der Haswell-Vorstellung liefert Intel natürlich auch die neuen Chipsätze der 8er-Serie aus, zu der Z87, H87, H81 und B85 Express gehören. Dabei ist der Z87 Express natürlich das Spitzenmodell, das sich an den Enthusiasten richtet.
In unserer Haswell-Vorschau schreiben wir:
Dabei werden die Chips der 8-Serie-Chipsätze kleiner werden als ihre Vorgänger, denn nun sind es 23x22 mm anstatt 27x27mm. Zudem haben sie einen geringeren Pin-Count. Beides liegt vor allem daran, dass immer mehr Fähigkeiten direkt in der CPU integriert sind. Bislang waren Prozessor und PCH durch acht Flexible Display Interface (FDI) Lanes verbunden. Und obwohl der Prozessor-Die einen DisplayPort-Controller beinhaltete, steckten die Bausteine für VGA, LVDS, die digitalen Displayausgänge und die Audioausgabe im Chipsatz. Nun sind die Signalleitungen der drei digitalen Monitoranschlüsse ebenso in den Prozessor gewandert wie der Audioteil, wo sie dem DisplayPort-Controller Gesellschaft leisten. LVDS ist derweil komplett verschwunden, und auch sechs der FDI-Lanes sind im neuen Chipsatz nicht mehr zu finden.
Wie sich herausstellte, ist einer der drei digitalen Ports eDP-only mit Unterstützung für Panel Self Refresh, was eine niedrigere Leistungsaufnahme ermöglicht, indem die integrierte GPU zwischen zwei Frames schlafen gelegt wird. Der zweite Port kann entweder für DisplayPort oder HDMI genutzt werden und dank DP 1.2 sogar mehrere hinter einander geschaltete Geräte ansprechen (Dasiy Chaining). Wird nur ein Bildschirm eingesetzt, reicht die Bandbreite für eine 4K-Auflösung bei 24 Hz. Der dritte Port ist für DisplayPort reserviert und erreicht Auflösungen bis 3840x2160 bei 60 Hz.

Während die CPU wie erwähnt 16 PCIe-3.0-Lanes enthält, stellt der Z87-PCH immerhin noch 8 PCIe-2.0-Lanes bereit und verfügt zudem über einen integrierten Ethernet MAC und HD Audio. Rapid Storage Technology (also Software-RAID 1, 5 und 10), Smart Connect Technology (konfigurierbarer Datenempfang für Anwendungen wie Outlook auch wenn das Gerät im Standby ist) und Rapid Start Technology (schnelles Aufwachen aus dem Standby) sind vom Z77 bekannt und auch hier anzutreffen.
Die größten Änderungen betreffen die Schnittstellen, denn nun liefert Intel bis zu sechs USB-3.0-Ports und sechs SATA-6-Gb/s-Anschlüsse. Für letztere mussten vier der SATA-II-Ports weichen, die bei Z77-Boards noch zu finden waren. Da SSDs immer weitere Verbreitung finden, sind wir froh, mehr als zwei schnelle SATA-Ports zur Verfügung zu haben. Über zusätzliche USB-Ports mit 5 Gb/s beschweren wir uns natürlich auch nicht.
Muss ich mir um meinen USB-Stick sorgen machen?
Im Vorfeld des heutigen Launches gab es Gerüchte, dass Chipsätze der 8er-Serie von einem Bug betroffen seien. Bei einigen USB-3.0-Sticks mit bestimmten Controllern solle der dazu führen, dass der USB-Stick beim Aufwachen aus dem Schlafmodus unsanft abgemeldet wurde. Wie sich herausstellte, trafen die Gerüchte zu. Allerdings hatte das Ganze damit zu tun, dass die fraglichen Sticks einen Impuls von über 400 mV sendeten.
Betroffen war Stepping C1 des Chipsatzes. Stepping C2, das inzwischen schon an die Boardpartner ausgeliefert wird, zeigt dieses Problem nicht mehr. Auch Single-Chip Haswells im BGA-Format sind nicht betroffen, da Intel hier neuere Komponenten verbaute.
Bislang gibt es ach keine Berichte darüber, dass es aufgrund dieses Bugs zu Datenverlust gekommen sei; insofern ist es eher als Ärgernis einzuordnen. Unsere Quellen sagen uns, dass nur eine kleine Zahl von USB-Sticks den Bug provozieren, und dass man eben stattdessen einfach einen anderen Stick nehmen solle. Schlimmstenfalls muss man nur den Stick erneut anstecken oder den Video-Player neu starten, der vom USB-Laufwerk einen Film wiedergibt, sollte der Stick mal unplanmäßig ausgeworfen werden. Unsere Meinung: Die Umstände, unter denen dieser Bug auftritt, sind so exotisch und seine Auswirkungen dermaßen gering, dass man ihn bei der Kaufentscheidung getrost ignorieren kann.
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Selbst Ivybridge war damals schon fast eine Verschlimmbesserung von Sandybridge. So schnell kauf ich keinen Intel Desktop Prozessor mehr, das steht fest. So ein Bullshit echt.
Schon witzig (wenn nicht sogar traurig), dass eine APU für 110€ mit einer iGPU einer High-End CPU für 200€ mithalten kann!
Eher traurig, da Intel nichtmal Bemühungen in dem Bereich unternimmt, wenn sie ihr Topmodell (!) nicht mit ihrer besten integrierten Grafik ausrüsten. Ich frage mich, wie sich die GT3-Grafik bzw. die damit ausgerüsteten Prozesssoren gegenüber den APUs schllagen werden. Andererseits - wer benutzt eine integrierte Grafik in Kombination mit einem High-End Prozessor?
Sandy und Ivy Bridge sind einfach gute Dinger.
Der ständige Vergleich mit der APU ist aber irgendwie Unsinn: Die 100 € APU wird als "CPU" lebendig unter Sand begraben. - Die Grafikeinheit ist zwar um Welten besser, aber Intel sieht seine CPUs immer noch nicht als APUs sondern als CPUs mit IGPs. - Damit soll nicht in dem Umfang gespielt werden, wie man es mit den 5800Klern und bald 6800klern unternimmt. - Und selbst da erreicht man in Full HD + qualitätssteigeernden Features keine spielbaren Ergebnisse, jedenfalls nicht bei den dicken, neuen AAA-Titeln.
Eine ganz andere Hausnummer ist die APU-Generation in den neuen Konsolen, die bald aufschlagen werden, besonders die PS4 Variante mit GDDR5 Speicher.
Wer einen Haswell mit HD 4600er kauft, um "damit" zu spielen, der sollte mal für ein ernstes Gespräch bei Seite genommen werden.
Trotzdem hat Intel in Sachen Grafik schon was dazu gelernt.
Intel kann, will aber nicht. Der q6600 hatte einen 286 mm² Die, war in 65 nm gefertigt und hatte bereits 4 Kerne. Jetzt haben wir den 22 nm Fertigungsprozess und Haswell hat trotz igp nur einen 177 mm² Die und immer noch 4 Kerne. Dafür da einfach 2-4 weitere Kerne dazuzupappen braucht es wirklich keine Zauberei.
Geil finde ich auch wie Intel die Übertaktungseigenschaften von Haswell beworben hat und dann kommt so ein Mist bei raus. Das ist Beschiss, nicht mehr und nicht weniger.
Und apropos igp/apu und PC Spiele. Spielspaß und Hardwareanforderungen sind zwei paar Schuhe. League of Legends beispielsweise ist das meistgespielte Spiel der Welt (3 mal mehr aktive Spieler als World of Warcraft) und es läuft problemlos auf einer APU. Spiele wie Battlefield oder wie sie alle heißen, können da einpacken. Außerdem kann man davon ausgehen, dass die gegen Ende des Jahres erscheinenden Kaveri APUs mit Steamroller Kernen und GCN GPU leistungsmäßig noch eine ganze Schippe drauflegen. Im low power Bereich kommt GCN mit Kabini (xbox one/PS4) und temash ja jetzt schon zum Einsatz.
Auf dem Desktop hat man ja ohnehin kaum Alternativen im Augenblick.
Die Besserung liegt eher noch im neuen Chipset bei den Mainboards.
Aber ob das auch genug ist, um außer den Ersatzkäufern auch dringendst jene Leute in die Läden zu treiben, deren Altsystem nicht gerade verstorben ist, mag auch ich eher bezweifeln.
Intel legt hier mal quasi eine vom User teuer zu bezahlende leistungsmäßige Nullrunde ein. Wie es im Bericht zu lesen ist, liegt der Trend auf
der Mobilgerätenummer, und nebenbei gibts halt ein wenig produktiven "Abfall" für nen Desktop.
Während Gameherren, Power User und Office ehemals interessant waren, geht man heute für Handhelds und Brickelzick. Das mußte auch Mikel Dell merken, der auf dem falschen Pferd saß.
Was bedeutet das für Gameherren und "Better Office" Kunden?
Sich noch ein paar Tage länger am vorhanden Sandy or Ivy Bitch erfreuen und darauf hoffen, daß das Schmierfett im Ivy noch lange frisch bleibt. Neukaufen lohnt sich nicht. Da kann ich dem alten Sack gern zustimmen.
Wirklich große Schritte waren einst die Core Duos und Core 2 Duos und dann eben noch die Sandy. Danach nicht mehr wirklich viel. Ob Intel den Haswell wohl wirklich verkaufen will?
Ivy ist schon kritisch anzusehen, da kann ich den Vorpostern zustimmen und Haswell ist nix, das sehe ich genauso wie die Vorschreiber.. Vielleicht kommt ne bessere Revision oder sonstwas wieder zum Weihnachtsgeld abgreifen, aber jetzt neues Zeug für den Sommer zu bringen macht marketingtechnisch auch nicht gerade viel Sinn.
Aber gewissermaßen läßt man auch die am Endes (AMD) schon in der Preisgestaltung zufrieden, die sich den Markt ohnehin über den Preis suchen müssen und ohne das Abkassieren von Subventionsknete wohl in Dresden längst dicht gemacht hätten.
Keine Ahnung was Intel erwartet. Vielleicht dass Leute die keine Ahnung haben die Teile kaufen? Seit Sandybridge herrscht praktisch Stillstand. Minimal verbesserte pro mhz Leistung bei schlechterem OC Potenzial. Da kann auch die verbesserte IGP, die immer noch nicht viel taugt (zumindest die gt2 für desktops), nicht drüber hinwegtrösten.
Ich finde Übertakterei super. Macht Spaß und man kann einiges rausholen. Teilweise sind da ~30% Mehrleistung drin. Das ist mehr als Intel in den letzten 2-3 Generationen zu bieten hatte.
Keine Ahnung wozu Otto Normalverbraucher mehr Sata 3 oder USB 3 bräuchte. Sata 3 brauch ich einen für eine SSD. USB 3 brauch ich ebenfalls nur einen für meine externe Festplatte oder einen USB 3 Stick. Für alles andere reicht Sata 2 und USB 2.
Bezieht man das OC Potenzial mit ein ist der Sprung von Lynnfield zu Sandybridge schon ziemlich groß.
WTF! Schaut euch mal an, wie sich in den letzten beiden Jahren die Preise in Relation zum Performance-Zuwachs entwickelt haben.
Da fehlen mir echt dir Worte.
hab einen i5-750 drinn. Wollte auf Haswell updaten.
@Perique Ich würde nicht unterschreiben, dass ivy und haswell tatsächlich besser sind als sandy. Sandy bleibt schön kühl und hat gutes OC Potenzial. Ivy verbraucht weniger Strom als haswell und bleibt kühler.
Außerdem ist nahezu identische Leistung für nahezu gleiches Geld absoluter Beschiss. Die Herstellungskosten für Intel sinken nämlich. Sie machen sich nur die Taschen voll. Kein Fortschritt = Rückschritt.
Zur OC Sache. Intel verkauft OC (K) CPUs. Wer die kauft plant zu übertakten und OC Potenzial spielt da sehr wohl eine Rolle. Außerdem muss man nicht studiert haben um übertakten zu können.
Edit: Allerdings finde auch ich es schwach von Intel, dass der Zugewinn an Leistung in etwa nur dem Mehr an Stromverbrauch entspricht. Eigentlich ein No-Go für eine neue Prozessorgeneration. Vielleicht liegt das ja an der (stärkeren) iGPU, die immer Strom zieht, auch wenn sie deaktiviert ist (die Frage kam bei uns doch vor längerem mal auf, dass ich einen p Prozessor ohne iGPU empfehlen hab aus genau diesem Grund).
Nur, was bringt einem Multi 80, wenn das Ding schon bei 45 fast verglüht?!?
Naja, hoffen wir mal, dass Ivy-E besser wird...
Wieso bei Haswell ein höherer Stromverbrauch rauskommt steht im Test. Kann dir nur empfehlen ihn zu lesen.
Die igp braucht wenn sie nicht genutzt wird keinen Strom. Eine p CPU ist nicht effizienter.