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Ist Ivy Bridge-E der neue High-End-Liebling?

Core i7-4960X im Vorabcheck: Erste Benchmarks von Ivy Bridge-E
Von , Chris Angelini

Sind wir der Meinung, dass der Core i7-4960X zwingend ein Upgrade wert ist? Nein, eigentlich nicht. Aber der Meinung sind wir als halbwegs pragmatische Menschen eigentlich bei allen CPUs mit einem Preisschild jenseits der 900-Euro-Marke. Und wie stehen wir zum Core i7-4930K, der den aktuellen i7-3930K im Preisbereich bis 550 Euro ablöst? Auch da würden wir uns schwer tun, und zwar aus denselben Gründen wie beim größeren Schwestermodell: Die Performance fällt einfach nicht hoch genug aus, um den stolzen Anschaffungspreis zu rechtfertigen. Wie steht es mit dem Core i7-4820K? Nun ja, da würden wir eher zum Core i7-4770K auf einem anständigen Z87-Mainboard greifen, und sei es nur wegen des moderneren Chipsatzes mit seinen zusätzlichen Funktionen.

Seit April letzten Jahres wissen wir, dass der Core i7-3770K je nach Anwendung und Aufgabe irgendwo zwischen null und sieben Prozent schneller als der Core i7-2700K ist, den er ablöste. Es ist also kaum überraschend, dass Ivy Bridge-E nur um ein paar Prozentpunkte schneller ist als Sandy Bridge-E. Zumindest bei der Performance schlägt sich der Core i7-4960X nämlich ziemlich genau so, wie wir es erwartet hätten.

Dennoch wünschen wir uns in unseren Geek-Herzen immer noch einen Core i7 mit 10 oder gar 12 Kernen, nach dem Vorbild der geplanten Ivy-Bridge-EP-Modelle wie dem Xeon E5-2697 V2. Stattdessen will Intel hingegen den Status Quo in Bezug auf die Kernzahl und den L3-Cache beibehalten und erst mit Haswell-E den ersten Achtkern-Prozessor für Performance-Enthusiasten in den Ring schicken. Damit beschränkt die CPU-Schmiede die Attraktivität von Ivy Bridge-E von vornherein auf Enthusiasten, die sich ein neues System zusammenstellen wollen. Die werden sich auch nicht gerade darüber freuen, dass als Plattform nur der inzwischen anderthalb Jahre alte X79-Chipsatz zur Verfügung steht, der nur zwei SATA-6Gb/s-Ports aufbieten kann und bei USB 3.0 auf aufgelötete Controllerchips angewiesen ist. Damit kann man keinen Enthusiasten hinterm Ofen hervorlocken, wenn man stattdessen zum viel besser ausgestatteten Z87-Chipsatz greifen kann. Und wer ohnehin schon einen Core i7-3960X oder -3930K besitzt, wird bei der geringen Mehrperformance der neuen Generation sicherlich nicht so viel Geld in ein Upgrade investieren.

Doch selbst wenn Ivy Bridge-E weder bei Upgrades noch beim Neukauf großer Erfolg beschieden sein sollte, kennen wir zumindest eine Zielgruppe, die diese neue Architektur lieben wird: den Server- und Workstation-Markt. Auch wenn sich bei der Performance nur wenig tut, überzeugt Ivy Bridge-E uneingeschränkt in den Disziplinen Leistungsaufnahme und Effizienz. Wendet man diesen Vorteil auf ein ganzes Rack oder mehrere Schränke an, sinkt der Stromverbrauch, die Abwärme geht zurück und die Kühlung wird vereinfacht. Nicht schlecht, Herr Admin.

Bringen wir es noch einmal ganz plakativ auf den Punkt: Der Core i7-4960X ist schneller als ein Core i7-3970X und gleichzeitig etwa 30 Prozent effizienter. In einer Welt, in der ein Xeon E5-2x00 v2 als attraktiv gilt, sind das schlagende und überzeugende Argumente. Das zeigt auch ein Blick auf das kommende Mehrkern-Monster mit 12 Kernen und 30 MB L3-Cache: Intels Xeon E5-2697 V2 im Test.

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  • tkoerbs , 3. September 2013 11:04
    Leider haben alle getesteten Intel-CPUs Hyper-Threading.
    Mich würde der Unterschied mal interessieren, insbes. was Effizienz angeht.
    Ein i5-4670K, i5-3570K oder i5-2550K wären als nicht-Hyper-Threading-Modelle ein guter Vergleich gewesen.
  • FormatC , 3. September 2013 11:44
    Hypertreading lässt sich ja deaktivieren, so sehr unterscheiden sich die CPUs ja gar nicht. Im Vergleich von i5 2500K und i7 2600K habe ich je nach Anwendungszenario seinerzeit keine bzw. nur geringe Unterschiede feststellen können, wenn man es in Relation zu den Benchmarkergebnissen setzt.
  • fffcmad , 3. September 2013 13:09
    Das Hyperthreading macht sich nur mit dem richtigem Taskscheduler (Ab Windows 7, besser Windows 8) und bei vielen gleichzeitig laufenden Hintergrundprozessen etc bemerkbar. Das Benchmarks da kaum Vorteile messen ist logisch. Im Prinzip ists ja nur eine Moeglichkeit, moeglichst viele Threads parallel abzuarbeiten ohne einen Prozess komplett wegen eines ausgelasteten CPU-Kerns zu blockieren. Zum Beispiel I/O-Wait.
  • fffcmad , 3. September 2013 13:10
    Man erhaelt einfach nur ein reaktionsfreudigeres/ fluessigeres Arbeiten, solange nicht alle Kerne ausgelastet sind.
  • FormatC , 3. September 2013 13:40
    Ging ja um Effizienz und Leistungsaufnahme ;) 
  • derGhostrider , 3. September 2013 22:23
    In der ersten Tabelle: "4 GHz GHz". Interessante Größenordnung und Einheit.

    *g* 4 GHz GHz sind 4 * 10^9 * 10^9 * Hz * Hz = 4 * 10^18 * 1/(s^2). DAS ist.... äh... Merkwürdig.
  • jo-82 , 5. September 2013 16:17
    Haben die Leute mittlerweile wirklich mehr als zwei schnelle SSDs im Rechner, weswegen man unbedingt mehr SATA 6G-Anschlüsse braucht?
    Zumindest ist der X79-Chipsatz ausgereift, was man vom Z87 noch nicht behaupten kann.

    Was USB 3.0 angeht hatte ich mit dem Renesas-Chip auf meinem Board bis dato auch noch keine Probleme.

    Zumindest weiß ich jetzt, daß ich letztes Jahr Januar die richtige Entscheidung getroffen hab. xD Würde nur Nvidia mal in die Pötte kommen und eine Consumer-Titan rausbringen, dann könnte auch meine 280er GTX mal abdanken.
  • FormatC , 5. September 2013 17:47
    Zitat :
    Haben die Leute mittlerweile wirklich mehr als zwei schnelle SSDs im Rechner
    Ich habe 4 und ich bin gezwungen, zwei über Marvell zu nutzen
  • derGhostrider , 5. September 2013 21:52
    Sieh es positiv, FormatC: Es ist kein VIA-Chip... ;) 
  • FormatC , 5. September 2013 22:01
    Stimmt auch wieder :D 
  • jo-82 , 6. September 2013 16:41
    Warum dann keinen Nachrüstcontroller in PCIe? Soviel kosten die doch auch nicht mehr...:) 
  • FormatC , 6. September 2013 18:47
    Weil ich keinen Steckplatz mehr frei habe. Neben den zwei Grafikkarten kann ich doch nichts mehr rösten :D