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Leistungsaufnahme: Überraschungserfolg mit Ivy Bridge-E

Core i7-4960X im Vorabcheck: Erste Benchmarks von Ivy Bridge-E
Von , Chris Angelini

Wir geben es zu: Die Benchmarks waren dieses Mal wirklich schnarchlangweilig. Das hatten wir eigentlich schon befürchtet als wir hörten, dass Ivy Bridge-E prinzipiell die gleiche Sechskern-Konfiguration wie die Vorgängergeneration mitbringen würde, nur eben mit der neueren, leicht überarbeiteten Architektur.

Wie bei allen unseren CPU-Tests haben wir aber auch dieses Mal bei allen Benchmarks die Leistungsaufnahme mitprotokolliert. Große Überraschungen erwarteten wir dabei aber nicht, denn immerhin ordnet Intel den Core i7-4960X mit 130 Watt in die gleiche TDP-Klasse ein wie den Core i7-3930K.

Das Diagramm oben setzt sich aus Daten zusammen, die alle zwei Sekunden protokolliert wurden. Das Ende ist gekürzt, um so viel relevante Information wie möglich im verfügbaren Platz unterzubringen. Unabhängig davon, wann ein Prozessor den letzten Benchmark abzuschließen scheint, sorgen wir per Skript dafür, dass das System noch weitere 30 Minuten im Leerlauf bleibt, bevor sich die Testplattform herunter fährt. Dementsprechend enthalten sowohl die Ergebnisse der durchschnittlichen als auch der Gesamteffizienz einen langen Zeitraum, in dem ansonsten nichts passiert – nicht unüblich für einen typischen Desktop-PC.

Zweifelsohne geht der Core i7-4960X sparsamer mit dem elektrischen Strom um als der in grün dargestellte Core i7-3970X mit einer TDP von 150W. Doch selbst der Core i7-3930K (in Gelb) zieht während des Benchmarkdurchlaufs offenbar mehr Strom aus der Dose.

Um besser erkennen zu können, was uns dieses Liniendiagramm eigentlich sagt, bilden wir für jeden Prozessor noch einen Durchschnittswert vom Start des Tests bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Logdatei eine Leistungsaufnahme von Null zeigt.

Die Werte, die für das gesamte System gelten, liegen für jede Konfiguration genau da, wo wir sie auch erwartet hätten. Ivy Bridge (77W TDP) und Haswell (84W TDP) stecken in den Systemen, die im Durchschnitt am wenigsten elektrische Leistung aufnehmen. Der Core i7-2700K (95W TDP) sowie die A10-5800K (100W)  kommen auf die Plätze Drei und Vier. Es folgen Intels Core i7-4960X  und -3930K (130W), dann ist wieder AMD mit dem FX-8350 (125W) vertreten. Schlusslicht ist der Core i7-3970X, was schon aufgrund der TDP von 150W zu erwarten war.

Eins sollte man dabei aber nicht vergessen: Der Core i7-3970X setzt den hohen Stromverbrauch ja auch dazu ein, um die anstehenden Aufgaben schneller zu erledigen. Multiplizieren wir also als nächstes die durchschnittliche Leistungsaufnahme mit der Zeit, die unsere jeweiligen Systeme für den Benchmarkparcours plus Leerlaufzeit brauchen, um die Effizienz in Wattstunden (Wh) zu errechnen.

Das ist schon verrückt. Dass der Core i7-3970X schnell ist, wussten wir ja bereits. Aber um diese Geschwindigkeit zu erreichen, verbraucht er so viel Strom, dass er einfach nicht wirklich effizient agiert. Nur FX-8350 und A10-5800K nehmen bei einem Benchmarkdurchlauf noch mehr elektrische Leistung auf.

Die Messung der durchschnittlichen Leistungsaufnahme hatte uns gezeigt, dass der Core i7-3930K sich deutlich genügsamer als das Flaggschiffmodell gab. Dafür ist er aber aufgrund des kleineren L3-Caches und seiner niedrigeren Taktrate auch viel langsamer und damit weniger effizient als Ivy Bridge-E. Selbst der Core i7-2700K muss sich noch hinter dem i7-4960X einordnen.

Es wäre einem Sechskern-Prozessor wie dem -4960X beinahe unmöglich, die aktuellen Vierkerner in den Benchmarks so entscheidend zu schlagen, dass er auch den Effizienzpokal davontragen könnte. Doch trotz der Single-Thread-Apps und der halbstündigen Leerlaufzeit in unserem Testszenario schlägt sich Ivy Bridge-E bemerkenswert gut.

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  • tkoerbs , 3. September 2013 11:04
    Leider haben alle getesteten Intel-CPUs Hyper-Threading.
    Mich würde der Unterschied mal interessieren, insbes. was Effizienz angeht.
    Ein i5-4670K, i5-3570K oder i5-2550K wären als nicht-Hyper-Threading-Modelle ein guter Vergleich gewesen.
  • FormatC , 3. September 2013 11:44
    Hypertreading lässt sich ja deaktivieren, so sehr unterscheiden sich die CPUs ja gar nicht. Im Vergleich von i5 2500K und i7 2600K habe ich je nach Anwendungszenario seinerzeit keine bzw. nur geringe Unterschiede feststellen können, wenn man es in Relation zu den Benchmarkergebnissen setzt.
  • fffcmad , 3. September 2013 13:09
    Das Hyperthreading macht sich nur mit dem richtigem Taskscheduler (Ab Windows 7, besser Windows 8) und bei vielen gleichzeitig laufenden Hintergrundprozessen etc bemerkbar. Das Benchmarks da kaum Vorteile messen ist logisch. Im Prinzip ists ja nur eine Moeglichkeit, moeglichst viele Threads parallel abzuarbeiten ohne einen Prozess komplett wegen eines ausgelasteten CPU-Kerns zu blockieren. Zum Beispiel I/O-Wait.
  • fffcmad , 3. September 2013 13:10
    Man erhaelt einfach nur ein reaktionsfreudigeres/ fluessigeres Arbeiten, solange nicht alle Kerne ausgelastet sind.
  • FormatC , 3. September 2013 13:40
    Ging ja um Effizienz und Leistungsaufnahme ;) 
  • derGhostrider , 3. September 2013 22:23
    In der ersten Tabelle: "4 GHz GHz". Interessante Größenordnung und Einheit.

    *g* 4 GHz GHz sind 4 * 10^9 * 10^9 * Hz * Hz = 4 * 10^18 * 1/(s^2). DAS ist.... äh... Merkwürdig.
  • jo-82 , 5. September 2013 16:17
    Haben die Leute mittlerweile wirklich mehr als zwei schnelle SSDs im Rechner, weswegen man unbedingt mehr SATA 6G-Anschlüsse braucht?
    Zumindest ist der X79-Chipsatz ausgereift, was man vom Z87 noch nicht behaupten kann.

    Was USB 3.0 angeht hatte ich mit dem Renesas-Chip auf meinem Board bis dato auch noch keine Probleme.

    Zumindest weiß ich jetzt, daß ich letztes Jahr Januar die richtige Entscheidung getroffen hab. xD Würde nur Nvidia mal in die Pötte kommen und eine Consumer-Titan rausbringen, dann könnte auch meine 280er GTX mal abdanken.
  • FormatC , 5. September 2013 17:47
    Zitat :
    Haben die Leute mittlerweile wirklich mehr als zwei schnelle SSDs im Rechner
    Ich habe 4 und ich bin gezwungen, zwei über Marvell zu nutzen
  • derGhostrider , 5. September 2013 21:52
    Sieh es positiv, FormatC: Es ist kein VIA-Chip... ;) 
  • FormatC , 5. September 2013 22:01
    Stimmt auch wieder :D 
  • jo-82 , 6. September 2013 16:41
    Warum dann keinen Nachrüstcontroller in PCIe? Soviel kosten die doch auch nicht mehr...:) 
  • FormatC , 6. September 2013 18:47
    Weil ich keinen Steckplatz mehr frei habe. Neben den zwei Grafikkarten kann ich doch nichts mehr rösten :D